Fatima de Melo – kreativ und glashart

fatima de melo
Geheimnisvoll - Fatima de Melo.

Team PokerStars Pro Fatima de Melo ist Sportlerin, Schmuckdesignerin und Gewinnerin einer Abenteuer-Spielshow. Für Emotionen war da wenig Raum.

PokerListings.es Kollegin Esther Amores sprach mit Fatima am Rande der EPT Barcelona.

PL: Welcher Sport ist am ehesten mit Poker vergleichbar?

FM: Wenn man darüber nachdenkt, landet man schnell bei Tennis. Tennis ist ein sehr mentales Spiel.

Ich habe nach meiner Hockeykarriere mit Tennis begonnen, und mein Lebensgefährte ist Profi.

Beim Tennis muss man jeden Punkt einzeln ausspielen, jeder Schlag ist eine Entscheidung wie bei einer Pokerhand.

Man spielt mit einem Ball, aber man spielt genauso auch ein mentales Spiel gegen das Gegenüber. Langer oder kurzer Aufschlag, nach innen oder nach außen.

Fatima Moreira de Melo robinson
Fatima und das Robinson-Experiment.

Man muss Physis und Psyche kombinieren. Ich finde Tennis echt klasse.

PL: Du treibst selbst viel Sport. Ist das ein wichtiger Ausgleich?

FM: Natürlich. Wenn man zwölf Stunden am Tag am Live-Tisch sitzt oder auch zuhause vor dem Computer, sollte man körperlich einigermaßen fit sein.

Wer sich länger gerade halten kann, bleibt auch länger konzentriert, und Konzentration ist alles.

PL: Du sorgst auch noch anderweitig für Ausgleich. Z. B. mit deiner eigenen Schmuck-Kollektion „Zinzi“.

FM: Ja, ich bin gerne kreativ. Ich war mal Schmuckdesignerin, aber ich möchte immer wieder etwas Anderes machen.

Ich habe verschiedene Interessen, und wenn die Gesellschaft erwartet, dass man nur einen Job hat, dann passe ich dort eben nicht hin.

In meiner Generation sollten sich die Leute vielmehr darum bemühen, viele verschiedene Dinge auszuprobieren.

PL: Würdest du sagen, dass du eine Exzentrikerin bist?

FM: Ich glaube, dass man mich für exzentrisch hält, weil ich keine typische Durchschnittsfrau bin.

Ich bin sehr testosterongesteuert, sehr ehrgeizig. Ich tue, was ich für richtig halte. Eiogentlich halte ich das nicht für exzentrisch.

PL: In Holland wurdest du bekannt als Teilnehmerin an der Show „Expedition Robinson 2012“, wo die Teilnehmer auf einer einsamen Insel überleben mussten.

FM: Ich habe 33 Tage auf dieser Insel verbracht, also fast fünf Wochen.

PL: Konntest du da deine Poker-Skills nutzen?

FM: Ja, sehr! Ich hatte das Glück, dass auch Matthias und Christophe de Meulder dabei waren. Mit den beiden belgischen Profis habe ich mir gemeinsam eine Strategie zurechtgelegt.

zinzifatima
Und hier mit selbst designtem Schmuck...

Die meisten Teilnehmer hielten sich einfach an diejenigen, die sie am liebsten mochten, aber wir wollten ein taktisches Spiel daraus machen. Wir orientierten uns einzig daran, was unsere Überlebenschancen in dem Wettbewerb erhöhte.

Als die Zeit voranschritt, wurde die Nahrungssituation immer wichtiger, und die Emotionen der Teilnehmer traten immer weiter in den Vordergrund.

Pokerspieler sind darauf trainiert, sich nicht von Emotionen überwältigen zu lassen.

Wir haben nach und nach die stärkeren Gegner ausgeschaltet, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, wie gerne wir sie mochten.

Wenn ich Monopoly spiele, gebe ich dir auch nicht meine Hotels, nur weil ich dich mag. im Gegenteil, ich nehme dir dein gesamtes Geld weg.

PL: Und am Ende hast du die Show gewonnen.

FM: Ja.

PL: würdest du soetwas noch einmal machen?

FM: Nein. Ich habe die Erfahrung gemacht, und ich glaube nicht, dass ich es beim nächsten Mal besser machen könnte.

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