Fantastic Five – Die übelsten Slowrolls der Pokergeschichte

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Tolle Calls, vertrackte Bluffs und lässige Folds gehören zum Schönsten, was das Pokerspiel zu bieten hat. Leider jedoch gibt es auch die dunkle Seite unseres geliebten Spiels. In unseren Fantastic Five präsentieren wir dieses Mal fünf Fälle, in denen einige üble Gesellen das tun, was viele Spieler für die unfairste Aktion beim Poker überhaupt halten – hier sind die fünf übelsten Slowrolls aller Zeiten!

5. Jack Ury, World Series of Poker 2009

Fangen wir doch unterhaltsam und nicht ganz ernst gemeint an. Dass man ohne Zähne dennoch kraftvoll zubeißen kann, zeigt uns hier Jack Ury, der älteste WSOP-Teilnehmer aller Zeiten.

Mit 96 Jahren erwischt er einen Traumflop gegen Saul Friedlander, und zelebriert das Ganze nicht ganz ohne verschmitzten Humor. Nachdem Friedlander sein Underfull präsentiert, lässt sich Ury vieeeeeeeeeeeel Zeit, ehe er nach den Worten „You’re in trouble“ sein Blatt präsentiert.

Einfach hinreißend!

4. Shaun Deeb, Poker Night in America, 2013

Ebenfalls witzig sollte der Slowroll von Shaun Deeb in einer amerikanischen Fernsehshow sein. Opfer seines kleinen Scherzes mit Quads Fünfen ist Mike Matusow, der immer mal wieder gern von anderen Profis auf die Schippe genommen wird.

„The mouth“ findet das alles nun gar nicht lustig, zumal er kurz vorher schon einen üblen Cooler einstecken musste. Am Ende lachen alle, nur einer nicht, und der verlässt dann auch konsequenterweise den Tisch.

Nicht schön!

3. Hilton Laborda, WSOP 2011

Lassen wir die eher scherzhaft gemeinten Slowrolls hinter uns und wenden uns den wirklich üblen Burschen zu. Mit Hilton Laborda, der schon durch seine über die Schultern geworfene Flagge negativ auffällt, haben wir einen Spieler, der tatsächlich 20 Sekunden zögert, ehe er mit den Nuts ein All-In callt.

Das ist schon reichlich unverschämt, zumal sein Gegner sich mit den Second Nuts so darauf einstellen kann, dass er vermutlich vorne liegt. Doch Pustekuchen, unser Brasilianer hat hier über weiß Gott was nachgedacht oder seinen Gegner einfach nur verarscht.

Äußerst ärgerlich!

2. Andreas Gann, Irish Open 2015

Noch ganz frisch und heiß diskutiert, ist dieses Exemplar, das wir im April dieses Jahres schon einmal präsentierten und ausführlich kommentierten. Entschuldigungsversuche für Andreas Ganns Verhalten in dieser Hand gab es viele, doch letztlich bleibt kaum etwas anderes in Erinnerung als die tatsächliche Aktion.

Gann floppt die Nuts und macht dann Theater, das die anderen Spieler, als sie seine Karten schließlich sehen, entweder sprachlos oder regelrecht wütend macht. Immerhin hat in diesem Fall die Glücksgöttin ein Einsehen. Die irische Pokerlegende Donnacha O’Dea schafft es tatsächlich noch, den Übeltäter aus dem Turnier zu werfen.

Welche Wohltat!

1. Sascha Cornils, World Cup of Poker 2010

Wie man es dreht und wendet, auf diese Aktion des Deutschen Sascha Cornils hätte man ebenfalls liebend gern verzichtet. Auch hier wurden – selbst von Teamcaptain Jan Heitmann – vielfache Entschuldigungen angebracht, wie Verantwortung für das Team und Aufregung, doch unterm Strich lässt Cornils seinen Gegner einfach nur schmoren wie einen armen Sünder auf seinem Bänkchen.

Der ehemalige November Niner Darus Suharto findet das alles dann auch überhaupt nicht komisch und muss, nachdem er mit Königen gegen Assen ohnehin schon Pech hat, auch noch dieses Affentheater über sich ergehen lassen.

Richtig übel!

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