Fantastic Five – Die schlimmsten Bad Beats der Pokergeschichte

Connor Drinan wurde Opfer des teuersten Bad Beats der Pokergeschichte

Nach den fünf grandiosesten Bluffs präsentieren wir diese Woche in unserer neuen Serie „Fantastic Five“ die ungeheuerlichsten und bittersten Bad Beats, die im Fernsehen gezeigt wurden. Kein noch so guter Spieler ist davor gefeit, wenn die Glücksgöttin Fortuna zuschlägt und sich für eine schier unglaubliche Abfolge von Karten auf dem Board entscheidet. Und genau das passiert in unseren fünf Händen plus Bonustrack!

#5: Max Heinzelmann vs. Shaun Deeb

Los geht es mit einer derben Fehleinschätzung des Deutschen Max Heinzelmann beim Main Event der WSOP 2011.

Am dritten Turniertag sieht sich der zweimalige EPT-Runner-Up mit einem Raise und Reraise konfrontiert. Er hält bescheidene A 6 und könnte seine Hand einfach entsorgen, doch stattdessen entwickelt er eine andere Idee und bringt eine 4-Bet.

Der ursprüngliche Raiser foldet, doch Shaun Deeb lässt sich mit einer 5-Bet nicht lumpen. Spätestens jetzt muss der Deutsche doch folden, denkt sich der Betrachter, aber erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.

Schwupps geht er mit seiner Hand All-In, bekommt den Instra-Call mit Assen … und … seht einfach selbst!

Ach, übrigens. Heinzelmann wurde am Ende 151., während sein prominenter Gegner leer ausging.  

#4: Jan Boye vs. Frank Kassela vs. Duey Duong

Drunter und drüber geht es auch bei dem womöglich unbeliebtesten deutschen Pokerspieler aller Zeiten.

2010 sorgte Jan Boye im Main Event der WSOP für Furore und landete am Ende auf Platz 256, doch Sympathien erwarb er sich angesichts seines zumindest recht seltsamen Verhaltens wenige.

Ziemlich hässlich ist sein Verhalten auch in dieser Hand, in der er unverschämtes Glück hat und dieses gegen alle Regeln der Pokeretikette übermäßig feiert.

Mit 19 Prozent steht er gegen zwei Gegner vor dem Flop sogar noch ganz gut da, doch spätestens nach dem gefloppten Set von Duey Duong sind seine Chancen mit 4 Prozent so gut wie weg.

Das Wunder kommt trotzdem, und selten wurde es einem Spieler so wenig gegönnt.

#3: Matt Affleck vs. Jonathan Duhamel

Alles richtig gemacht und dennoch verloren – das passiert dem Amerikaner Matt Affleck ebenfalls beim Main Event 2010.

In der entscheidenden Turnierphase landet er mit stabilen 79 Prozent Siegchance auf dem Turn im All-In, doch eine Karte später bricht er in Tränen aus.

Sein Gegner, Jonathan Duhamel, gewinnt nicht nur diese Hand, sondern wenig später das Turnier und fast 9 Millionen Dollar, während sich Affleck mit einer halben Million begnügen musste.

Wäre diese Hand anders verlaufen, wären die Rollen womöglich vertauscht gewesen.

#2: Sven Reichardt vs. Olivier Busquet

Nicht minder brutal geht es in dieser Hand aus dem Super-Highroller-Turnier der EPT Barcelona zu.

Der Deutsche Sven Reichardt führte das Feld souverän an und konnte dann mit Pocket Königen das All-In von Olivier Busquet callen.

Der Amerikaner dreht bescheidene A 2 um und nach dem Flop mit K 8 8 sieht angesichts des Full House für den Deutschen alles nach einer Vorentscheidung aus.

Mit gerade einmal 0,4 Prozent Siegchance für Busquet geht es weiter und zwei Karten später hat das Turnier eine erstaunliche Wendung genommen.

Als sei das nicht verrückt genug gewesen, schied Reichardt anschließend als Sechster aus, während der von den Turniertoten auferstandene Busquet anschließend das Turnier gewann.

#1: Connor Drinan vs. Cary Katz

Obwohl es sich hier streng genommen um gar keinen Bad Beat handelt, da beide Hände beim All-In gleichauf waren, gehört diese Hand definitiv auf Platz 1 unserer Zusammenstellung.

Beim Millionenturnier One Drop for One Drop vor dem Flop mit Assen im All-In zu landen und dann gegen Asse zu verlieren, ist wirklich übel.

Nach allerlei Hollywood vor dem Flop schieben die beiden Spieler ihre Chips in die Mitte und beginnen schließlich erste Scherze zu machen, als der Flop Katz die Chance auf den Backdoor Flush bietet.

Zwei Karten später gibt es niemanden mehr, der Witze macht, stattdessen steht allen Beteiligten der Schreck ins Gesicht geschrieben.

Mit Sicherheit einer der teuersten Bad Beats der TV-Pokergeschichte. 

Bonustrack:

Connor Drinan war übrigens nicht der erste, der vor laufender Kamera Asse gegen Asse verlor.

Dasselbe Schicksal erlitt auch schon Andy Bloch: 

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare