Fantastic Five – Die größten Fehlentscheidungen aller Zeiten

CroppedImage_320_180__NWM-Optimized__NWM-Capture70.jpg

Obwohl das Regelwerk beim Poker ziemlich eindeutig ist, kommt es immer wieder zu Streitfällen. Mal versucht ein Spieler, ein wenig herum zu tricksen, ein andermal vertut er sich einfach nur und in manchen Fällen hat es der Schiedsrichter besonders schwer, die richtige Entscheidung zu fällen In unseren Fantastic Five präsentieren wir in dieser Woche fünf besonders vertrackte Situationen, in denen es besonders hoch hergeht.

5. Estelle Denis gegen JC Tran, WSOP 2009

Eine schwierige Entscheidung hat Schiedsrichter Steve Frezer hier in der Hand von Estelle Denis und dem zweifachen Bracelet-Gewinner JC Tran zu treffen. Denis ist mit Assen All-In, doch bevor JC Tran, der zuvor geraist hat, reagieren kann, sind die Karten der Französin verschwunden.

Da ein Spieler für seine Hand selbst verantwortlich ist, hätte Denis hier durchaus ihren gesamten Stack verlieren können, doch am Ende ist Frezer gnädig und lässt sie nur den Call bezahlen. Trotzdem bitter!

4. Nikolay Losev gegen Brando Cantu, WSOP 2008

Eine String Bet der ganz üblen Art hat der Russe Niklay Losev hier beim Main Event der WSOP 2008 parat. Erst baut er sich eine Bet aus diversen lavendelfarbigen Chips zusammen und bewegt sie in Richtung Tischmitte, ehe er die ganze Chose wieder rückgängig macht und die Bet halbiert.

Brandon Cantu regt sich fürchterlich auf, zumal er ein echtes Monster hat, doch am Ende bekommt er nicht mehr als die Chips, die Losev in die Mitte schob.

3. Ted Bort gegen Prahlad Friedman, WSOP 2010

Ted Bort war vermutlich der einzige Spieler in der Geschichte der WSOP, der gewonnene Hände mit einem Bellen feierte und dieses Siegesritual im Turnierverlauf verboten bekam. Eine ganz andere Geschichte aber ist diese Hand, in der der Amateur böse benachteiligt wird.

Auf dem River setzt Bort und nachdem sein Gegner Prahlad Friedman in längeres Nachdenken verfallen ist, ruft er irgendwann: „Clock.“ Das bedeutet noch eine Minute Bedenkzeit für Friedman, deren letzte Sekunden wie üblich vom Schiedsrichter laut vorgezählt werden. Eine Sekunde vor Ablauf callt Friedman, doch seine Hand wird für tot erklärt. Als Friedman Borts Hand sieht, lässt er seine Karten schnell verschwinden und kommt billiger davon, als er es verdient gehabt hätte. 

2. Dan Fleyshman gegen Nicolas Levi, WSOPE 2010

Dass man von einem Regelverstoß sogar noch profitieren kann, zeigt diese Szene, in der die Paradoxie keine Grenzen kennt. Auf dem River fährt Dan Fleyshman den ganz großen Bluff, worauf sein Gegner Nicolas Levi den alten Trick mit dem angetäuschten Call ausprobiert.

Er bewegt seine Hand mit den Chips in Richtung Tischmitte, um möglichst eine Reaktion beim Gegner zu provozieren. Der zeigt zwar keine, aber Levi wird anschließend gezwungen, mit der besseren Hand (!) zu callen, die er eigentlich folden wollte, und gewinnt dadurch eine Menge Chips. Einfach nur verrückt!

1. Gaelle Baumann gegen Andras Koroknai, WSOP 2012

Wer weiß, ob Gaelle Baumann nicht die erste Frau unter den November Nine gewesen wäre, wenn in dieser Hand anders entschieden worden wäre. Nach ihrem Raise geht Andras Koroknai All-In, „vergisst“ aber, dass die Französin in UTG noch aktiv ist, und schmeißt seine Karten, im Glauben die Hand wäre vorbei, einfach weg.

Baumann hatte Asse und meinte, sie hätte noch rechtzeitig Call gesagt, doch der Schiedsrichter entscheidet, dass Koroknai nur den Call bezahlen muss. Wenig später nimmt er die Französin vom Tisch. Absolut tragisch!

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare