Fantastic Five – Die besten deutschen Bracelet-Gewinner

George Danzer

Ein WSOP-Bracelet gilt in der Pokerwelt immer noch als die größte Auszeichnung überhaupt. Schafft man einen Sieg beim alles überragenden Pokerfestival in Las Vegas, hat man seinen Platz in den Pokergeschichtsbüchern sicher. Insgesamt 17 Spielern aus Deutschland gelang es, sich diesen Lebenstraum zumindest einmal zu erfüllen, und wir schauen nach, wer dies am meisten verdient hatte!

5. Sebastian Ruthenberg (1 Bracelet 2008)

Beginnen wir mit einem Mann, der heute im internationalen Turniergeschäft gar nicht mehr antritt. Dafür erlebt man ihn als taktloss45 in den teuersten Lowball-Partien, die das Internet hergibt.

Als der Pokerboom Deutschland so richtig erfasste, war Sebastian Ruthenberg zur Stelle. Er holte 2008 einen EPT-Sieg in Barcelona und triumphierte als erster Deutscher überhaupt bei einem Championship-Turnier.

Im Finale der WM in Seven-Card Stud Hi/lo schlug er niemand Geringeren als Chris „Jesus“ Ferguson, der mittlerweile aus ganz anderen Gründen aus der Pokerszene verschwunden ist als der Hamburger Seb Ruthenberg!

4. Martin Finger (1 Bracelet 2013)

Ein Spieler, der schon vor seinem Bracelet-Gewinn viele gute Resultate erzielte, ist Martin Finger. Ende 2011 gewann er in Prag die EPT und setzte danach zu einem Siegeszug an, der bis heute nicht abriss.

Mittlerweile hat der gebürtige Frankenberger über 5 Millionen Dollar bei Live-Turnieren erspielt und liegt auf Platz 7 in der deutschen Geldrangliste.

2013 erfüllte er sich seinen Bracelet-Traum, als er bei Event 21 das NLHE 6-max gewann und über 500.000 Dollar abräumte. Anschließend stellte er sich freudestrahlend der hübschen Lynn Gilmartin zum Interview!

3. Eddy Scharf (je 1 Bracelet 2001 und 2003)

Fast schon aus den Urzeiten des Poker stammen die beiden Bracelets, die der Kölner Pilot Anfang des Jahrtausends holte. Beide Male triumphierte er bei Limit Omaha, einer Variante, die in dieser Form heutzutage so gut wie gar nicht mehr gespielt wird.

Mittlerweile hat sich Eddy Scharf komplett aus der Pokerszene zurückgezogen, der Staat wollte sich an seinen sauer verdienten Pokergewinnen bedienen, wogegen Scharf einen leider erfolglosen gerichtlichen Feldzug startete.

Bewegte Bilder von seinen beiden Triumphen gibt es nicht, aber eine hübsche Sequenz vom PLO-Final Table 2005, bei dem Scharf mit Legenden wie Phil Ivey, Allen Cunningham und Phil Hellmuth am Tisch saß.

2. Dominik Nitsche (1 Bracelet 2012, 2 Bracelets 2014)

Eine wirklich stolze WSOP-Bilanz kann Dominik Nitsche vorweisen. Der Poker-Globetrotter, der ursprünglich aus Minden stammt und mittlerweile in Edinburgh lebt, ist gerade mal 24 Jahre alt, hat aber schon drei waschechte Gold-Bracelets in seinem Wohnzimmer hängen.

Bereits bei seiner ersten WSOP-Teilnahme 2012 holte er sich eine der wertvollen Trophäen, ehe er 2014 den zweiten und dritten Streich folgen ließ.

Nitsche ist nicht nur ein Gewinner, sondern auch einer der Spieler, die mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen. Das zeigt auch sein Interview nach seinem dritten Bracelet.

1. George Danzer (3 Bracelets 2014)

Schwer zu toppen ist, was George Danzer im Vorjahr gelang. Nach unzähligen erfolglosen Anläufen auf das Bracelet schlug er 2014 mit voller Wucht zu.

Dabei holte er sich nicht nur drei der begehrten Armbänder (zwei in Las Vegas, eines bei der WSOP APAC), sondern sicherte sich dabei zwei Weltmeistertitel in Razz und Seven-Card Stud Hi/lo und ganz nebenbei eine der höchsten Auszeichnungen überhaupt, den Titel des Player of the Year.

Damit ist der PokerStars Pro definitiv die deutsche Nummer 1 bei der WSOP. Hier die Bilder von seinem zweiten Sieg:

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