Everest Poker - zwischen Prozess und Promotions

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Million Dollar Match Garant Antoine Saout.

In den letzten zwei Jahren war Everest Poker Tischsponsor der WSOP. Jetzt liegt das Unternehmen mit Harrah's im Rechtsstreit. Die „Million Dollar Match" Promotion geht trotzdem weiter. Für die EPEC stehen die ersten Live-Qualifikanten fest.

Es war der große Coup der Ultra Internet Media (UIM) - dem Mutterkonzern von Everest Poker. Im Rahmen eines $22,5 Mio. Sponsorenvertrag hatte man sich den prominentesten Platz für das Everest-Logo gesichert, den es in der Pokerwelt gibt: die Tische der World Series of Poker.

Jetzt versucht das Unternehmen jedoch, auf dem Rechtsweg aus diesem Vertrag herauszukommen. Grund dafür ist der französische Fernsehsender RTL9, der bei der Ausstrahlung der Turniere nicht das Logo von Everest, sondern das von Full Tilt Poker gezeigt hatte. Für UIM ein klarer Vertragsbruch.

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WSOP - Tisch-Sponsor Everest.

„Jede signifikante Verletzung der Vereinbarung bedeutet den Verlust potenziellen Profits, setzt den Firmenwert herab und kompromittiert die internationale Reputation von UIM," heißt es in der Klageschrift.

RTL9 habe das Logo weiterhin gezeigt, nachdem offizielle Vertreter von Harrah's, Everest und ESPN sich in der ESPN-Zentrale in Bristol, Conn. getroffen hatten, um die Missstände zu besprechen. Aufgrund der progressiven Natur des Sponsorenvertrags wären in diesem Jahr $8,4 Mio. fällig geworden. In den Vorjahren hatte UIM $6,2 Mio. bzw. $7,9 Mio. bezahlt.

Eine offizielle Stellungnahme von Everest Poker Deutschland war bisher nicht zu erhalten. Die Vorwürfe sind jedoch nicht von der Hand zu weisen. Für Harrah's stellt sich nun die dringende Frage, wer nach diesen Vorfällen das Acht-Millionen-Dollar-Loch zu stopfen bereit ist.

Dessen ungeachtet wird die „Million Dollar Match" Promotion von Everest Poker auch in diesem Jahr fortgesetzt. Dabei verdoppelt EP alle Gewinne seiner Qualifikanten im WSOP Main Event bis zu einer Gewinnsumme von einer Million Dollar. Im letzten Jahr zahlte sich diese Promotion für die EP-Spieler voll aus, dank Antoine Saout, der sich als Online-Qualifikant bis an den Finaltisch spielte. am Ende Dritter wurde und damit allein $3,5 Mio. gewann.

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Die Sindelfinger Gewinner.

Auch in Europa zeigt sich Everest Poker weiterhin aktiv. Der im März angekündigte Everest Poker European Cup (EPEC) steigt nächsten Monat auf den Kanarischen Inseln. Das erste von drei Live-Qualifikationsturnieren fand am letzten Wochenende in Sindelfingen bei Stuttgart statt. Die ersten beiden Qualifikanten heißen Benjamin Rehm und Alexandre Sokolov.

Die zwei weiteren Live-Turniere finden am Wochenende in Köln sowie am 24./25. April in Dresden statt. Neuspieler und solche, die einen Freund zu Everest Poker bringen, können direkt in den zweiten Tag des Quali-Wochenendes einsteigen.

In Österreich werden am 23. April 3 Preispakete in der Wirtschaftsuniversität Wien (nur für Studenten!) sowie am 30. April 2 weitere Preispakete beim Unifest im Wiener Rathaus ausgespielt. In der Schweiz wird der große EPEC-Live-Qualifier am 24. April in der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ausgetragen.

Online werden sich Spieler aus folgenden Ländern qualifizieren: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweiz, Schweden, Spanien und Ungarn.

Nach Spanien schickt Everest Poker in diesem Jahr bereits zum dritten Mal seine Spieler zur Spanish Poker Tour (SPT). Inzwischen hat die Konkurrenz reagiert: Auch PokerStars bietet in diesem Jahr erstmals eine Tour durch die Iberische Halbinsel an.

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