European Poker Awards – Rettenmaier und Schemion geehrt

Bereits zum zwölften Mal wurden gestern Abend in Paris die European Poker Awards verliehen. In einer feierlichen Zeremonie gab es für das Jahr 2012 insgesamt neun Preise zu gewinnen, die Vergabe fand wie in den Vorjahren im renommierten Aviation Club de France statt.

Zu den nominierten Kandidaten gehörten neben anderen internationalen Top-Stars auch die zwei Deutschen Marvin Rettenmaier und Ole Schemion. Beide durften sich gleich in zwei Kategorien Hoffnungen machen, wobei die Auszeichnung „Spieler des Jahres“ für Marvin Rettenmaier angesichts seines weltweit ersten Platzes auf dem Global Player Index eigentlich schon ausgemachte Sache war.

Insgesamt räumte der schwäbische Globetrotter im vergangenen Jahr bei Pokerturnieren über 2,5 Millionen Dollar ab und holte sich vier Turniersiege, darunter den Gewinn der World Championship der World Poker Tour für knapp 1,2 Millionen Dollar, den Gewinn der WPT Merit Cyprus Classic für knapp 288.000 Dollar und den Gewinn des High-Roller-Turniers der EPT Prag für knapp 478.000 Dollar.

MarvinRettenmaier2
Marvin Rettenmaier und...
 

Aufgrund dieser Erfolge stand Rettenmaiers Auszeichnung als Europas Pokerspieler des Jahres bereits im Vorfeld fest.

In der Kategorie „Beste Turnierperformance“ waren zudem gleich beide Deutschen nominiert, während sich Ole Schemion auch noch in der Kategorie „Rookie des Jahres“ gute Chancen ausrechnen durfte.

Tatsächlich setzte sich der Senkrechtstarter des Jahres 2012 dann auch bei dieser Wahl gegen seine drei französischen Konkurrenten Gaelle Baumann, Lucille Cailly und Aubin Cazals durch und durfte als zweiter Deutscher einen European Poker Award in Empfang nehmen.

Angesichts seiner beiden Siege bei der Partouche Poker Tour sowie den Master Classics of Poker und Preisgeldern von über 2 Millionen Dollar kann man diese Ehrung nur als folgerichtig betrachten.

Leer gingen die beiden deutschen Vertreter an diesem Abend nur in der Kategorie „beste Turnierperformance“ aus. Der Belgier Davidi Kitai konnte zwar „nur“ gut 1,1 Millionen Dollar an Turniergewinnen einfahren, doch sicherte er sich mit seinem Sieg bei der EPT Berlin die begehrte Triple Crown, also je einen Sieg bei WSOP, WPT und EPT.

Ole Schemion
... Ole Schemion räumten bei den EPA kräftig ab.
 

Ihr gutes Gespür bewiesen die Juroren auch in den anderen sechs Kategorien. Als beste Dame wurde die Französin Lucille Cailly ausgezeichnet, die sich beim EPT Grand Final in Monte Carlo nur Mohsen Charania geschlagen geben musste.

Und in der Kategorie Internetspieler des Jahres erhielt der Finne Jens Kyllönen den Preis, während Ilari Sahamies, Viktor Blom und Chris Moorman leer ausgingen.

Die Ehrung als Turnierdirektor des Jahres wurde dem Briten Simon Trumper zuteil, während Moderatorin Kara Scott, die u. A. den Battle of Malta souverän moderierte, sich nun als Pokerpersönlichkeit des Jahres 2012 bezeichnen darf.

Den Preis für das beste Turnier des Jahres erhielt die EPT Barcelona, ehe der Abend mit der Vergabe des Lifetime Achievement Award einen würdigen Abschluss fand.

kara scott battle of malta
Spielte und moderierte beim Battle of Malta - Kara Scott.
 

Pokerkommentator Jesse „The Voice of Poker“ May zeichnete in dieser Kategorie den Dänen Gus Hansen aus, der tatsächlich eine der herausragenden Erscheinungen im internationalen Pokerzirkus ist.

Alle Auszeichnungen auf einen Blick:

Spieler des Jahres: Marvin Rettenmaier

Rookie des Jahres: Ole Schemion

Beste Turnierperformance: Davidi Kitai

Beste Dame: Lucille Cailly

Internetspieler des Jahres: Jens Kyllönen

Turnierdirektor des Jahres: Simon Trumper

Rob Gardner Memorial Award für die Pokerpersönlichkeit des Jahres: Kara Scott

Bestes Turnier: EPT Barcelona

Lifetime Achievement Award: Gus Hansen

 

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