EPT-Sieger Benzimra: „Die anderen waren besser."

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Christophe Benzimra. Quelle: PS/Neil Stoddart.

Der 47-jährige Hobbyspieler aus Frankreich gewinnt die EPT Warschau. Luca Pagano erreicht seinen fünften EPT-Finaltisch und erklimmt Platz 1 der EPT-Rangliste. Alexander Debus bester Deutscher auf Platz 9.

Eigentlich hätte PokerStars-Qualifikant Alexander Debus ja den Finaltisch erreicht. Immerhin wurde er Neunter. Bei der EPT ist aber der Final Table mit neun Spielern einfach nicht der offizielle Finaltisch. Warum das so ist, bleibt ungewiss. Leider darf sich Debus deshalb nicht als Finaltischteilnehmer bezeichnen, obwohl er am letzten Tisch saß. 20k Euro Gewinnsumme sind 20k Gründe, darüber hinwegzusehen.

Unter den letzten Acht waren in der polnischen Hauptstadt schließlich zwei Russen, zwei Ukrainer, zwei Italiener, ein Kanadier und ein Franzose. Mit weniger als acht Stunden dauerte die Action im Finale weit weniger lange als gewohnt. Das überschaubare Feld von insgesamt 203 Spielern hatte insgesamt 1,1 Mio. Euro generiert.

Luca Pagano
Luca Pagano - "Eigentlich nicht meckern."

Knapp €360.000 davon holte sich Christophe Benzimra aus Frankreich. Mit 47 Jahren war er der Senior am Tisch, der den jungen Hüpfern noch einmal zeigte, wo Opa das Baguette holt. In der letzten Hand bezahlte Benzimra mit Top Pair das All-in mit Nut Flush Draw des Italieners Alfio Battisti. Top Pair hielt, und der sympathische Franzose wurde damit zum vierten Titelträger der diesjährigen EPT-Saison.

Luca Pagano ist der erste Spieler, dem es zum fünften Mal gelungen ist, einen Finaltisch der EPT zu erreichen. Er verlor einen Großteil seiner Chips mit A-K gegen A-Q von Battisi und schied kurz danacn als Vierter aus. Enttäuscht war er jedoch nur kurz. „Wenn man fünf Final Table erreicht und Erster in der EPT-Punkterangliste ist, darf man eigentlich nicht meckern", erklärte er hinterher im Interview.

Der dominierende Spieler am Tisch war lange Zeit der Ukrainer Oleksandr Vaserfirer. Er versuchte konstant, mit seinem mächtigen Chiplead Druck auszuüben, wurde jedoch kalt erwischt, als er in einem riesigen Pot mit A-A vs. Q-Q vs. J-J antrat. Benzimra fand einen dritten Buben auf dem Flop, Ruslan Prydyk schied mit den Damen aus und für Vaserfirer ging es von da an bergab.

Das High Roller Sit and Go (nur neun Spieler am Start) mit €12k Buy-in gewann Dario Minieri, der sich danach trotz des kleinen Felds sehr zufrieden zeigte. Ein guter Tag für die Teilnehmer des letzten Fußball-WM-Finales also.

Main Event Final Table Payouts:

  1. Christophe Benzimra, Frankreich, €358.644
  2. Alfio Battisti, Italien, €200.520
  3. Oleksandr Vaserfirer, Ukraine, 120.311
  4. Luca Pagano, Italien, €85.938
  5. Ruslan Prydryk, Ukraine, €71.041
  6. Clayton Mozden, Kanada, €56.144
  7. Alexander Klimashin, Russland, €44.687
  8. Anatoly Gurtovoy, Russland, €32.082

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