EPT Wien Tag 3 – 50 Ronin

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Dritter Tag in Wien. Gus Hansen dominiert und scheidet aus. Ronny Kaiser tragisch. Side Events und die Entscheidung des Tages.

176 Spieler nahmen den dritten Tag des EPT Main Events in Angriff, genau 50 blieben am Ende übrig.

Chipleader ist nun Gordillo Caballero, Online-Qualifikant aus Spanien, vor Anatoli Filatov und dem bestplatzierten Deutschen Timo Pfützenreuter.

Wilfried Härig,  Sebastian Trisch und Robert Haigh sind ebenfalls noch gut positioniert, dasselbe gilt in der internationalen Riege für Jude Ainsworth, Marcel Luske und Johnny Lodden.

Für die größte Aufmerksamkeit sorgten aber die Runs von Viktor Blom, Gus Hansen und Vladimir Geshkenbein, die alle in den 70er Plätzen ausschieden.

Am morgigen Tag wird entweder auf 24 oder auf 16 Spieler heruntergespielt, die Entscheidung darüber steht zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Artikels noch aus.

Sicher ist dagegen, dass alle verbliebenen Spieler €14.600 Gewinnprämie sicher haben.

Am Samstag werden die letzten acht mindestens €77.000 gewinnen. Der Sieger erhält €816.000,-.

Die Top Ten im Chipcount:

  • 1. Pablo Gordillo Caballero, 2.111.000 Chips
  • 2. Anatoly Filatov, 1.500.000
  • 3. Timo Pfützenreuter, 1.065.000
  • 4. Simeon Naydenov, 1.040.000
  • 5. Militadis Kyriakides, 1.034.000
  • 6. Wilfried Härig, 1.005.000
  • 7. Miroslav Alilovic, 990.000
  • 8. Roman Korenev, 966.000
  • 9. Adrian Bussman, 930.000
  • 10. Artem Metalidi, 815.000

Gus Hansen – plötzlich gestoppt

Gus Hansen, der sich bei PokerZeit ausführlich über seine derzeitige Situation geäußert hat, konnte zum ersten Mal seit dem Jahr 2005 in die Geldränge eines EPT Main Events eindringen.

Unter Anderen warf er mit Kevin Stani einen früheren EPT-Sieger aus dem Turnier, offenbar ohne sich dessen bewusst zu sein.



Hansen war lange Zeit vorne mit dabei, schied dann aber nach einem mächtigen verlorenen Pot mit Pocket Zehnen gegen die Pocket Damen von Adrian Bussmann aus.

Prominenter Bubble Boy

Ronny Kaiser
Boy auf der Bubble.

Auf dem undankbarsten aller Plätze, nämlich dem letzten vor den Geldrängen, landete mit Ronny Kaiser einer der bekannteren Spieler im Turnier.

Kaiser hat sich selbst bereits einen Eintrag in das Geschichtsbuch der European Poker Tour verschafft, als er im Jahr 2011 die EPT in Tallinn gewann.

Außerdem ist Kaiser regelmäßiger Gast bei den German High Roller und hat sich dank spektakulärer Spielzüge auch schon für unsere wöchentliche Handanalyse qualifiziert.

Wie so oft war es ein verlorener Coinflip, der dem Schweizer High Stakes Spieler zum Verhängnis wurde.

Die Welt beim Main Event

Die größte Gruppe der insgesamt 910 Spieler im EPT Wien Main Event kommt aus Deutschland (150 Spieler), gefolgt von Österreich (85) und Russland (77).

Am unteren Ende der Tabelle sind 13 Länder mit nur einem Spieler vertreten:  Albanien, Armenien, Chile, Iran, Kambodscha, Kasachstan, Kolumbien, Luxemburg, Neuseeland, Tunesien, Turks & Caicos Inseln, Uganda und Uruguay.

Ausgeschieden

Unter den bekanntesten Spielern, die sich heute aus dem Turnier verabschieden mussten, gehören Vladimir Geshkenbein, Sam Trickett, Viktor Blom, Gus Hansen, Bertrand Grospellier, Martin Staszko, David Vamplew, Alex Bilokur und Fabrice Soulier.

Side Events

eugene katchalov photopokerstarsblog
Eugene High Roller Katchalov.

Eugene Katchalov konnte in der vergangenen Nacht das Eureka High Roller Event für sich entscheiden.

Nach einem vierstündigen Heads-up gegen Niki RealAndyBeal Jedlicka, in dem er fast die ganze Zeit einem Chiprückstand hinterherlief, setzte sich der in der Ukraine gebürtige Team PokerStars Pro letztlich durch.

Katchalov und Jedlicka bewiesen viel Respekt füreinander und handelten auch deshalb einen Deal aus, der Jedlicka wegen seines Vorsprungs zunächst rund 6000 Euro mehr einbrachte.

Allerdings war es dann Katchalov, der die ausgehandelten €27.700 für den Titel einheimste. Bester Deutscher wurde Daniel Melten auf Platz sechs.



Am Ende verteilte sich das Preisgeld am Finaltisch so:


  • 1. Eugene Katchalov, Ukraine, €149.400
  • 2. Nikolaus Jedlicka, Ö, €127.600
  • 3. Lars Tungel, S, €77.250
  • 4. Mikhail Korotikh, RUS, €61.400
  • 5. Clement Thumy, FRA, €48.100
  • 6. Daniel Melten, D, €37.700
  • 7. Viktor Chiginev, RUS, €28.350
  • 8. Dominik Panka, PL, €20.150

Sechs Spieler konnten sich im Live Satellite für das EPT Grand Final qualifizieren.

Martin Jacobson (Schweden), Farid Jattin (USA), Ariel Celestino (Brasilien), Griffin Benger (Kanada), Valentino Yasenov Konakchiev (Bulgarien), José Carlos Garcia (Spanien) lösten alle das Ticket für das große Saisonfinale. Marc-André Laduceur (Kanada) wurde Siebter.

martin jacobson
Martin Jacobson gewann das Grand Final Satellite.

Randnotiz: Nomen est omen – Dmitry Chop war nicht bereit, mit Heads-up Gegner Max Pescatori einen Deal auszuhandeln.

Im bisher kleinsten Turnier – 35 Spieler, PL 7 Card Stud – setzte er sich dennoch durch und kassierte die vollen €5770.

Entscheidung des Tages

Ein Spieler erhöht aus mittlerer Position. Es wird zum Button gefoldet. Bevor der Button seine Action annoncieren kann, erklärt der Small Blind, er habe versehentlich die Hand des Spielers am Button gesehen. Der Floor wird gerufen.

Entscheidung: Die Hand des Spielers am Button wird aufgedeckt, damit die Information, die der Small Blind besitzt, allen zugänglich wird.

Die Action geht zurück zum Spieler, der aus mittlerer Position erhöht hat. Er kann sich nach Kenntnis der Hand des Spielers am Button seine Action neu überlegen. Small Blind und Big Blind spielen ebenfalls gegen die offene Hand weiter.

Das glauben Sie nicht? Dann schauen Sie sich diesen Clip an.



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