EPT Wien, Eureka Finale, CommanderKrieger

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Bisher der wahre Star: die Hofburg.

Der Main Event hat begonnen, das Ergebnis des Eureka Events steht fest, und wir sprechen mit YouTuber CommanderKrieger.

Erst zum dritten Mal findet die EPT in Wien statt. Der Ansturm ist groß, und ein vierstelliges Teilnehmerfeld liegt im Bereich des Wahrscheinlichen.

Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, aber nach den ersten Levels sind schon an Tag 1A rund 350 Spieler registriert.

Einer von ihnen ist Michael Eiler, der hier als Titelverteidiger angereist ist. Daneben haben u. A. Bodo Sbrzesny, Benny Spindler, Marius Pospiech, Michael Keiner, George Danzer, WWM-Gewinner Sebastian Langrock und Fredrik Keitel, der lange Zeit den Chiplead hielt, Tag 1A als Starttag gewählt.

Michael Eiler
Michi Eiler.

Auch einige internationale Stars sind schon in das Turnier gestartet.

Der größte Star ist bisher aber eindeutig der Spielort selbst. Die mondäne Hofburg mit ihrer langen Geschichte voller Monarchen, Kriege und Intrigen steht auch in diesem Tagen im Zentrum des Weltgeschehens.

Nur wenige Räume vom Turnierbereich entfernt befindet sich der Sitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), wo gerade zum Thema Krim-Krise getagt wird.

Bei Spiegel Online erschien dazu ein längerer Artikel mit einem Foto des Hofburg-Eingangsbereichs, der unfreiwillig zur Werbung für die EPT wurde (achten Sie auf die Flaggen im Hintergrund).

Die Mietkosten belaufen sich unbestätigten Angaben zufolge alleine für den ausgewiesenen Pokerbereich auf rund 60.000 Euro – pro Tag.

Schon seit Tagen stehen sich die Spieler auch im Cash-Game-Bereich auf den Füßen.

commander krieger
Commander Krieger

35 Tische stehen auf zwei Etagen zur Verfügung, und selbst das war zeitweise nicht ausreichend.

Gespielt wird NLHE und PLO von €2/€5 bis €20/€40. Für die kommenden Tage sind auch höhere Partien mit €25/€50 und €50/€100 angekündigt.

Aber nun zurück zum Main Event. Onlinelegende Fredrik Keitel erwischte einen grandiosen Start.

Zunächst bastelte er sich auf einem Board von 2 3 T 9 J auf dem River mit K Q die Straight, und bekam von Max Silver, der ein Set geturnt hatte, gute Auszahlung. Kurz darauf floppte er eine Straße und gewann erneut einen schönen Pot.

Damit setzte er sich an die Spitze des Feldes, musste aber in der zweiten Hälfte noch ein paar Chips abgeben.

Oleksi Khoroshenin aus der Ukraine übernahm und schloss den Tag mit 171.900 Chips in Führung liegend ab.

Vier Deutsche, zwei Österreicher und ein Schweizer liegen in den Top 20. Die beste Ausgangsposition konnte sich Dominik Nitsche mit Platz 7 und 138.000 Chips schaffen.

Die wichtigsten Chipcounts:

  • 1. Oleksi Khoroshenin Ukraine 171.900
  • 2. Dzmitry Urbanovich Polen 163.400
  • 3. Konstantin Stratopoulos Griechenland 158.100
  • 4. Sergii Baranov Ukraine 155.000
  • 5. Jesper Hoog Schweden 149.200
  • 6. Mohamed Kerkeni Frankreich 140.600
  • 7. Dominik Nitsche Deutschland 138.000
  • 8. Gottfried Franz Österreich 136.400
  • 9. Yulius Sepman Russland 131.200
  • 10. Vladimir Geshkenbein Schweiz 130.000
  • 11. Rainer Kempe Deutschland 129.300
  • 17. Torsten Pischl Deutschland 112.500
  • 19. Lasell King Deutschland 109.700
  • 23. Fredrik Keitel Deutschland 102.700

Commander Krieger schlägt auf

Zu den prominenten Gästen gehören bei der EPT Wien Schauspieler Axel Stein, TV Total Pokerstar Elton und YouTuber Commander Krieger, der dort unter Anderem regelmäßig neue Spieler testet offiziell über 660.000 Abonnenten interessieren konnte.

Krieger ist keineswegs ein Anfänger am Spieltisch. Vor seiner Karriere im weltweiten Netz war er neben einigen anderen Jobs auch Croupier in Spielbanken und auf dem Kreuzfahrtschiff Aida.

Mehr über die Krieger-Promotion und den ungewöhnlichen Werdegang des Ex-Personenschützers lesen Sie in unserem ausführlichen Interview.

Eureka Finale

Ein Deutscher erreichte das Finale des mit über 1400 Spielern besetzten Eureka Main Events.

Erik Scheidt ging als Shortstack an den Tisch und belegte letztlich Platz 7. Dafür gab’s immerhin 33.000 Euro.

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Die Eureka-Finalisten, ganz rechts Zoltan Gal.

Zu einem erfolgreichen Deal kam es erst, als nur noch Zoltan Gal und Andreas Freund am Tisch saßen. Die beiden einigten sich darauf, 10.000 und den Titel als letzten Anreiz übrig zu lassen.

Nur fünf Hände später lagen alle Chips in der Mitte. Gals T T lagen gegen Freunds 8 8 in allen Belangen weit vorn, denn der Ungar hatte auch noch beide Farben abgedeckt und damit 82% Equity.

Gal hatte schon bei den letzten beiden lokalen Main Events – Eureka Prag und IPT Nova Goriza den 19. bzw. 22. Platz belegt. Hinzu kommen zwei Siege bei Side Events der CAPT innheralb der letzten Monate.

Final Table Payouts:

  • 1. Zoltan Gal, HUN, 208.655*
  • 2. Andreas Freund, AUT, €174.655*
  • 3. Blazej Przygorzewski, PL, €98.210
  • 4. Bryan Paris, USA, €72.230
  • 5. Markus Stöger, AUT, €56.600
  • 6. Stavors Kalfas, GR, €43.240
  • 7. Erik Scheidt, D, €33.090
  • 8. Robaert Malinowski, PL, €23.430

*nach Heads-up Deal

Flip-Flop-Turniere

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Felix Schulze.

…oder wie heißen die? Diese Frage hörte man heute des Öfteren im Turnierbereich.

Gemeint ist die neue „Flipout“-Promotion von Full Tilt Poker. Für den täglichen Event meldeten sich gestern 186 Spieler, von 81 für den Start ausgelost wurden.

Und das ist das Spielkonzept: Shootout zwangs-all-in, bis pro Tisch einer übrig bleibt. Die letzten neun spielen dann ein reguläres Sit-and-Go.

Der Gewinner des Turniers erhält ein Startticket für den EPT Main Event. Gestern war dies Felix Schulze.

Der Deutsche ist kein reiner Glückspilz, er hat bereits rund 160.000 Dollar an Turnierprämien vorzuweisen.

Am Montag folgt noch ein weiteres Live-Freeroll nach dem Flipout-Modus. Insgesamt werden drei Tickets zu je 5300 Euro ausgeschüttet.

Schon zwei Erfolge bei den Side Events

Von den ersten vier Side Events gingen zwei Siege bereits an Spieler aus Deutschland. Roman Wieczorek gewann das €120er „Deuces Wild“ und kassierte dafür €18.624.

thomas lamatsch
Thomas Lamatsch . "Er hätte sich benehmen sollen."

In Event Nr. 9, €330 NLHE Turbo Deepstack setzte sich Rudolf Koster durch. Bei 286 Teilnehmern erhielt er am Ende satte 83.000 Euro als Siegprämie.

Entscheidung des Tages

Heute mit Turnierleiter Thomas Lamatsch.

Situation: Ein Spieler erhält UTG eine One-Orbit-Penalty, steht auf und geht zur Toilette. Zwei Hände später wird der Tisch aufgelöst. Wie gehen Sie vor, damit die Regeln gewahrt bleiben?

Thomas Lamatsch: Ein Dealer wartet mit den Chips und der Platzkarte, bis der Spieler wieder da ist und stellt sicher, dass die Warterunde vollständig abgesessen wird.

Frage: Was passiert, wenn der Spieler eine andere Platznummer bekommt und dadurch die Blinds zweimal verpasst?

Thomas Lamatsch: Dumm gelaufen. Er hätte sich benehmen sollen.

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