EPT Wien gilt als Hochrisikoevent

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Was lauert hinter der beschaulichen Fassade?

Das kann ja heiter werden. Die Wiener Polizei spricht von der „am meisten gefährdeten Veranstaltung des Jahres". Schon im letzten Jahr erbeuteten Diebe im Casino im Wiener Prater 600.000 Euro. Allerdings wurden die Täter inzwischen verurteilt.

In der Pokerszene wünscht man sich endlich wieder positive Schlagzeilen. „Deutscher Spieler gewinnt WSOP Main Event", oder „Merkel: Poker ist kein Verbrechen. Basta!", das sind Überschriften, wie wir sie gerne mal lesen würden. Stattdessen häuften sich in den letzten Monaten Geschichten von Überfällen und Räubereien.

Der Überfall auf die EPT Berlin ist nicht zuletzt dank der begrenzten Fähigkeiten der Täter schon fast zur Legende geworden. Einer von ihnen weigerte sich, die „uncoolen" Putzhandschuhe anzuziehen und hinterließ lieber Fingerabdrücke. Die Bande stürmte direkt nach der Tat ohne Masken in das gegenüberliegende Einkaufszentrum, das von Videokameras überwacht wurde. €242.000 Beute bleiben immerhin verschwunden, die Hintermänner scheinen also etwas „abgezockter" zu sein.

In Basel waren es gleich zehn mit Maschinenpistolen bewaffnete Maskierte, die letztes Jahr im Grand Casino wild um sich schossen und mehrere hunderttausend Euro raubten. Es ist pures Glück, dass niemand ernsthaft verletzt wurde.

Scott Montgomery, ehemaliger November Niner und liiert mit Annette Obrestad, wurde kürzlich während eines Pokerturniers auf der Toilette des Bellagio überfallen, Greg Raymer geschah Ähnliches am Rande der Five Diamond Poker Classic, zu David Sklansky kamen die Diebe im letzten Jahr gleich ins Haus, und Doyle Brunson hat schon mehr Überfalle hinter sich als Darvin Moon Suck-outs.

Aber das ist ja Las Vegas, und die EPT findet bekanntlich im traditionsreichen Wien statt, der Metropole mit laut Mercer-Studie höchsten Lebensqualität der Welt. „Unsere Maßnahmen sind ziemlich abschreckend", heißt es da beruhigend von Seiten des Veranstalters, ohne dass diese allerdings näher beschrieben werden.

Die Polizei Wien versteigt sich gar zu der enorm erleichternden Aussage: „Es gibt polizeiliche Vorkehrungen." Na Gott sei Dank. Klingt ja viel besser als z. B. "es gibt keine Vorkehrungen" oder "diese Woche sind wir alle auf Betriebsausflug".

PokerZeit wird den im Wienerwald lauernden Gefahren allerdings trotzen und berichtet ab morgen live vom „Hochrisiko-Event" EPT Wien.

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