EPT Wien Finale – Oleksii Koroshenin gewinnt Main Event

Oleksii Koroshenin
Oleksii Koroshenin.

Oleksii Koroshenin hat den Main Event der EPT Wien gewonnen. Fabrice Soulier setze sich im High Roller Turnier durch. In den Side Events gab es noch einmal mehrere deutsche Erfolge. Und wir werfen einen Blick zurück sowie nach vorn.

Main Event

Timo Pfützenreuter schien von den beiden Deutschen derjenige mit den deutlich größeren Chancen auf den Titel zu sein, aber nachdem Marko Neumann vom letzten Platz zeitweise bis zum Chiplead durchmarschiert war, änderte sich die Situation komplett.

Pfützenreuter wurde am Ende „nur“ Fünfter, während sich Neumann an der spitze absetzen konnte.

Nachdem der Spanier Pablo Gordillo auf Platz vier ausgeschieden war, handelten die letzten drei einen Deal nach dem ICM-Modell aus, der €50.000 für den Titelträger übrig ließ.

Dank des Vorsprungs waren Neumann zu diesem Zeitpunkt bereits €639.000 und damit der größte Gewinn sicher.

marko neumann
Marko Neumann.

Letztendlich war ein guter Teil dessen aber Schmerzensgeld, denn das Aus kam für den Langzeitchipleader auf brutale Weise.

Zunächst verlor Neumann, der eigentlich längst im Urlaub in Thailand weilen wollte, mit Full House gegen ein besseres Full House von Oleksii Koroshenin, dann traf er zwei Hände später mit 9-8 auf einem Board 9-8-7 Top Two, doch Koroshenin doch mit J-T die Nuts.

Kein gepairtes Board, und Neumann verließ das Turnier völlig konsterniert auf dem dritten Platz.

Damit war der Weg frei für Oleksii Koroshenin, der Neumann in diesen beiden Händen zwölf Millionen Chips abgenommen hatte und mit deutlichem Chiplead ins Heads-up ging.

Koroshenin, der schon nach Tag 1A Chipleader gewesen war, ließ sich den Sieg dann nicht mehr nehmen.

Er schlug im Heads-up den Local Hero Anthony Ghamrawi. Die letzte Hand:

Koroshenin:    

Gahamrawi:    

Flop:      

Auf diesem Flop gingen alle Chips all-in.

Turn/River:   ---  

Damit endet die EPT Wien mit einem Sieg für Oleksii Koroshenin aus der Ukraine.

Final Table Payouts

  • 1. Oleksii, Koroshenin, €528.392 (€816.000)*
  • 2. Anthony Ghamrawi, €446.481 (€497.900)*
  • 3. Marko Neumann, €638.127 (€349.100)*
  • 4. Pablo Gordillo, €262.150
  • 5. Timo Pfützenreuter, €203.900
  • 6. Simeon Naydenov, €151,000
  • 7. Frei Dilling, €108.100
  • 8. Rumen Nanev, €77.000

 *3-Way Deal

High Roller

fabrice soulier
Fabrice Soulier.

€10.300 Buy-in, Single Re-Entry, 181 Entrys. Das waren die Grundvoraussetzungen für den High Roller Event der EPT Wien.

Nach drei Tagen Poker mit reihenweise starken Spielern von internationalem Renommee konnte sich Fabrice Soulier durchsetzen, einer der erfolgreichsten Spieler, die Frankreich bisher hervorbringen konnte.

Soulier, der auch im Main Event die Geldränge erreichte und 57. wurde, erhält für den Sieg fast €400.000 und wird im Global Poker Index bald einige Plätze gutmachen.

Mit Benny Spindler hatte auch Deutschland einen Spieler im Finale. Für Spindler lief jedoch am Finaltag nicht mehr viel zusammen. Er wurde Siebter und fügt seiner Live-Bankroll €66.350 hinzu.

WSOP-Champion Jonathan Duhamel erreichte ebenfalls den Finaltisch, schied jedoch als Neunter aus.

Payouts im Finale:

  • 1. Fabrice Soulier, €392.900
  • 2. Anatoly Filatov, €265.200
  • 3. Oleh Okhotskyi, €182.500
  • 4. Vitaly Lunkin, €148.800
  • 5. Dmitry Yurasov, €118.650
  • 6. Rasmus Agerskov, €91.150
  • 7. Benny Spindler, €66.350
  • 8. Fady Kamar, €48.050
  • 9. Jonathan Duhamel, €39.800

Side Events

Am Ende schlugen die Deutschen noch einmal zu. Simon Fleischer gewann das €1100 PLO Reverse Mixed Max für €9330, und Joscha Anzinger triumphierte im Mozart Deepstack, dem einzigen Turnier der Serie mit kostenlosen Mozartkugeln für alle.

Der Sieg war nach einem 3-Wege-Deal €17.500 wert. Nicht schlecht bei einem Buy-in von nur €220. Mit Julian Freund (3.), Simon Ebersteiner (7.) und Mark Matern (9.) saßen sogar drei Deutsche am Finaltisch.

Artur Koren gewann das €2150 NLHE 6-max Turbo und kassierte dafür €38.590. Dritter wurde Sven Reichhardt.

Und das war’s

Philipp Gruissem uganda
Philipp Gruissem war nur einer unser interessanten Gäste in dieser Woche.

Eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns, und abgesehen davon, dass  sogar das Presseturnier nicht von jemandem im Presseraum gewonnen wurde, sondern von der Skrill-Vertreterin, wünschen sich alle Beteiligten hier, dass Wien auch im kommenden Jahr wieder im Turnierkalender der EPT auftaucht.

Der Star war die Hofburg, ein Star mit einigen dunklen Geheimnissen.

Eine ganze Reihe interessanter Gespräche haben wir geführt: Gus Hansen erzählt uns, wie er mit dem fortwährenden Downswing umgeht und wie lange er das noch verkraften kann.

Markus Golser tauchte aus der Versenkung auf und ließ seine nächsten Pläne und Ziele verlauten.

Sam Trickett plauderte aus dem High-Stakes-Nähkästchen und analysierte die Spielweise von Tobias Reinkemeier und Philipp Gruissem, was dieser natürlich gerne zurückgab.

Außerdem brachte Gruissem uns seine neue Lebensauffassung näher und erzählte uns, warum er vor Kurzem in Uganda war.

Wenn Sie wissen möchten, welches das Lieblingsspiel von YouTube-Guru CommanderKrieger ist, klicken sie sich hier zum Artikel durch.

Und wie Pokerspieler aus der betroffenen Region über die Krise auf der Krim denken, erfahren Sie in diesem Artikel.

Neben Krieger waren mit Axel Stein und Elton auch zwei Stars aus der Fernsehbranche anwesend, die im Videointerview ihre Erfahrungen beschrieben (und über Stefan Raab lästerten).

Damit verabschieden wir uns von der European Poker Tour. Schon in zwei Wochen melden wir uns aus Sen Remo wieder, und direkt im Anschluss folgt das Grand Final im benachbarten Monte Carlo.

Bis bald!

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