EPT Snowfest Tag 1B – Mein Name sei Geshkenbein

Geshkenbein
Geshkenbein - "Ich langweile mich schnell."

In der aktuellen Staffel der German Highroller hatte er ein irres Feuerwerk abgebrannt. Jetzt ist Vladimir Geshkenbein zurückgekehrt ins Alpine Palace und hat sich an Tag 1 B des EPT-Snowfest`s überlegen an die Chipcountliste gesetzt. Ein anderer Star verpasste zum ersten Mal in seinem Leben ein Flugzeug und konnte erst kurz vor der Dinnerbreak ins Geschehen eingreifen.

Normalerweise wird ja bei Pokerturnieren so etwas wie Frühlingsanfang ignoriert. Selbst ein strahlender Sonnentag kann die Gambler-Crowd nicht zu einem kleinen Sonnenbad aus ihrem Bau locken. Und wenn, dann übertreiben sie es gleich. Pokerspieler beim PokerStars Snowfest sind entweder leichenblass, sonnenbrandrot oder – sie sind aus Österreich. Allerdings macht sich bei der zweiten Auflage des EPT Snowfest immer mehr der Eindruck breit, dass es soviel Einheimische gar nicht ins Tal von Saalbach-Hinterglemm geschafft haben. Nach Tag 1 A erschien lediglich ein Österreicher unter den Top 20 des Chipcounts, und an Tag 1B war es sogar nur einer unter den Top 40.

Wenn man schon nicht an den Tischen regiert, dann muss man doch wenigstens auf der Piste seine Hausmacht demonstrieren. Dachten sich ein paar Alpine Schneeschuhfahrer und unterhielten die Journalisten-Crowd im zweiten Stock des Alpine Palace mit akrobatischen Kunststücken. Noch war nichts Entscheidendes im Turniersaal passiert, da gab es nach erfolgreichen Schanzensprüngen, die durch die Glasfront bestens beobachtet werden konnten schon lange „Aaahhhh`s“ und „Ooohhh`s“.

Doch auch an den Pokertischen konnte sich die Action am gestrigen zweiten Starttag durchaus sehen lassen. Mit 302 Spielern wurde die maximale Teilnehmerzahl für einen Tag fast ausgeschöpft. Damit kommt das Snowfest 2011 doch noch auf 482 Spieler.

Insgesamt 72 Spieler kommen somit ins Geld, und der Gewinner erhält immerhin €390.000.

ElkY
Flugzeug verpasst, Haar zerzaust - ElkY.

Und auch das Line-up konnte sich sehen lassen. Mit Marko Neumann, Manig Loeser, Stefan Rapp, Mohsen Tayfeh, Michael Eiler, Julian Herold, Ronald Grauer, Severin Walser, Daniel Drescher, Alex Debus, Marvin Rettenmaier, Fabian Quoss, Armin Zoike und vielen mehr war fast alles angetreten, was in der Poker-Turnierszene gerade Rang und Namen hat.

Komplettiert wurde das deutschsprachige Feld von den PokerStars Team Pros Strassmann, Ruthenberg, Langmann, Danzer, Heitmann, Naujoks, Mathis und Keiner.

Und auch die Internationalen Team Pros durften natürlich nicht fehlen. Wer allerdings lange fehlte, war Bertrand ElkY Grospellier. Der hatte zum ersten Mal in seinem Leben ein Flugzeug verpasst und kam erst gegen 18 Uhr völlig zerzaust im Alpine Palace an. In Level 5 war sein Stack mit 25.000 noch ganz achtbar. ElkY schaffte es sogar ihn auf 60.000 auszubauen, mit seiner super-aggressiven Spielweise konnte sich der gar nicht mehr so platinblonde Franzose dann aber doch nicht bis zum Ende des Tages durchschlagen.

Insgesamt überlebten nicht mal 170 Spieler den Tag. Und der, der als absoluter Dominator heute wiederkommt, ist der Schweiz-Russe Vladimir Geshkenbein. Mit 235.000 Chips ist er der überragende Chipleader. Und weil Geshkenbein eben hier im Alpine Palace schon die German Highroller mit seiner Spielweise aufgemischt hat, haben wir ihm das Interview des Tages gewidmet.

Vladimir, von 30.000 Chips auf 235.000 Chips. Das kommt bei einer EPT nicht alle Tage vor. Was ist passiert?

Bei so was braucht man Glück. Ich hatte mehrere Male die Rockets und immer meinen ganzen Stack reinbekommen. Das war auch für meine geistige Fitness wichtig. Ich langweile mich bei solchen Turnieren einfach viel zu schnell.

So wie bei den German Highrollern? Da hast du ja wilde Sachen gemacht und einmal sogar mit 15.000 Euro mit 9 2 offsuit gepusht.

So spiel ich nun mal. Ich bin es online gewöhnt, dass etwas passiert. Allerdings war das jetzt auch kein wildes Chipwerfen. Die Stacks waren live bisher das Höchste was ich gespielt hatte. Entsprechend groß war auch der Respekt.

Deinen Sponsor PKR-Poker hat es sicherlich gefreut?

Die waren von meiner Performance natürlich hellauf begeistert. Immerhin war es genau das, was man von mir verlangt hatte, als es um den Abschluss eines Sponsoren-Vertrages ging: live in Erscheinung zu treten.

Vielleicht erzählst du ein, zwei Details aus deinem Lebenslauf?

Meine Eltern sind Russen. Ich bin in Zürich aufgewachsen. Momentan lebe ich auf Malta. Ich bin eher Cash Gamer – von $5/$10 bis $50/$ 100 am liebsten vier Tische Heads Up. Und Turniere spiele ich, weil das mein geschätzter Sponsor das so wünscht.

Dann ist dir der Chiplead hier beim Snowfest eigentlich egal?

Nein natürlich nicht. Aber er beeindruckt mich jetzt auch nicht sonderlich. Selbst die €390.000 Siegprämie würden mein Leben nicht entscheidend verändern. Da hab ich schon andere Gewinne eingefahren.

Und hier noch ein paar interessante Chipcounts aus deutscher Sicht:

8. Rudolf Koster, D, 134.400
20. Kurt Haindl, AUT, 104.500
21. Torsten Schäfer, D, 103.100
24. Bastian Fischer, D, 99.500
28. Bodo Sbrezny, D, 91.100
30. Herbert Kern, D, 84.800
31. Sam al Sayed, SUI, 84.700
32. Armin Zoike, D, 78.600
37. Marvin Rettenmaier, D, 71.600

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