EPT Snowfest Tag 4 – Belgien bricht Rekorde

kevin vandermissen
Chipleader Kevin Vandermissen. Fotos: Neil Stoddart.

Der Final Table des PokerStars EPT-Snowfest steht. Und er wird von den Belgiern regiert. Drei von ihnen schaffte es durch Tag 4. Für die deutschsprachige Pokerszene endete der vorletzte Turniertag mit einer Enttäuschung. Kein Deutscher oder Österreicher mehr dabei. Der EPT-Sieger könnte das deutsche Idiom allerdings trotzdem einwandfrei beherrschen.

Ununterbrochen scheint die Frühlingssonne ins Glemmtal. Nicht aber für die Deutschen, Österreicher oder Schweizer. Zumindest gilt das für den Main Event des PokerStars EPT-Snowfest. Denn dort wird heute der Sieger ohne deutschsprachige Beteiligung gekürt.

Ganz stimmt das allerdings nicht. Denn nach wie vor dabei ist Vladimir Geshkenbein, der in Zürich aufgewachsen ist, fließend deutsch spricht, aber hier für Russland startet. Als Vierter geht er an den heute stattfindenden Final Table.

Überlegener Chipleader ist unterdessen der Belgier Kevin Vandermissen, der fast doppelt so viele Chips vor sich stapeln kann wie sein erster Verfolger Cristian Dragomir.

pierre neuville
Pierre Neuville.

Vor allem ein Pot, der bisher größte des Turniers war es, der Vandermissen uneinholbar in Führung gehen ließ. Der Belgier und der Rumäne Iulian Ruxandesco, der zuvor schon Pierre Neuville aufgedoppelt hatte, brachten ihre Stacks auf einem A K 9-Flop im Pot unter und es ging um fast zwei Millionen in Chips. Ruxandescu zeigte Q T für den Monsterdraw, Vandersmissen drehte 9 9 zum Set um, am Turn kam die 7 und auch die Q am River war nicht genug für Ruxandescu, der völlig überraschend auf Rang 20 rausging.

Verfolger Cristian Dragomir zeigte gestern übrigens die menschliche Seite des Snowfestes. In einer Hand raiste er vor dem Flop auf 80.000 und sein Landsmann Cristian Tardea ging aus den Blinds All-in. Dragomir sagte nur: "I have to call." Er tat es mit J J, lag deutlich vorn gegen 4 4 und das Board brachte Q 8 A 7 K. Dragomir war sichtlich berührt, dass ausgerechnet er seinen Freund vor dem Final Table eliminierte und ging kurz vor die Tür um ein paar Tränen zu trocknen.

Weil auch der Dritte und der Fünfte im Chipcount Belgier sind, gibt es nach Choralie Nauder heute schon wieder ein  belgisches Interview des Tages. Warum er vorgestern ein Level zu früh zur Dinnerbreak gegangen ist und damit fast sein Turnierleben verloren hätte, wie viele belgische Poker-Rekorde bei dieser EPT gefallen sind und warum der über 60-jährige selber eine einsamer EPT-Rekordhalter ist, erklärt Pierre Neuville hier in einem höchst unterhaltsamen Monolog.

Die Chipcounts am Final Table:

1. Kevin Vandermissen, BEL, 4.512.000
2. Christian Dragomir, ROM, 2.293.000
3. Philip Meulyzer , BEL, 1.758.000
4. Vladimir Geshkenbein , RUS, 1.678.000
5. Koen de Visscher , BEL, 1.543.000
6. Denis Murphy, IRL, 986.000
7. Giacomo Maisto, ITA, 986.000
8. Morten Mortensen, DEN, 740.000

Und so wird das Geld verteilt:

1. €390.000
2. €260.000
3. €147.000
4. €100,000
5. €81.000
6. €65.000
7. €49.000
8. €35.000

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