EPT Snowfest Tag 3 – Hurra, vier leben noch

Coralie
Coralie - Blick- und Chipfang.

An Tag 3 des PokerStars.net EPT-Snowfestes ging das Massaker unter den deutschsprachigen Spielern weiter. Unter den verbliebenen 24 sind noch zwei Deutsche und zwei Österreicher. Allerdings spricht noch ein weiterer Spieler im Feld deutsch. Und der ist nicht nur in den Top 10 des Chipcounts sondern spielte auch die Hand des Tages. Im Interview des Tages erklärt uns Coralie Nauder die Invasion der Belgier.

Schon Julius Caesar hat es gewusst. In seinem Werk über den Krieg gegen Gallien „De bello gallico“ bezeichnete er die Stämme zwischen Seine, Marne, Rhein und Nordsee schon als Belgier und als besonders tapfer.  Ihre herausragenden Eigenschaften verdankten sie vor allem den permanenten Auseinandersetzungen mit den benachbarten Germanen.

Mehr als 2.000 Jahre ist das her. Doch der Kampf dauert fort. Das aktuellste Gefecht wird momentan zweifellos an den Pokertischen beim PokerStars EPT-Snowfest ausgetragen. Die Belgier sind da nach Tag 3 noch mit sensationell 4 Spielern vertreten. Die Deutschen nur noch mit zwei. Mit Hilfe der Österreicher (ebenfalls noch 2) reicht das am Ende gerade für ein Patt. 

Nimmt man es allerdings genau, dann könnte man noch auf die Unterstützung eines deutsch sprechenden Schweizers verlassen. Vladimir Geshkenbein hat quasi sein gesamtes Leben in Zürich verbracht, tritt aber in Saalbach für Russland an.

Und Geshkenbein stürmt nun schon seit Tag 1 durch die Chipcounts. Gestern bekam es dann EPT Kopenhagen-Sieger Michael Tureniec aus Schweden mit dem absolut furchtlosen und schmerzfreien German Highroller zu tun.  In der Hand des Tages kreuzten die beiden Big Stacks  schon früh am Tag  die Klingen.

Es war Bubble Play als sich die beiden Tisch-Nachbarn eine Raise-Schlacht vor dem Flop lieferten, bei der Tureniec per 5-Bet All-In ging und Geshkenbein sofort callte. Tureniec musste mit J 8 gegen A K antreten und verlor auf einem Board mit T 4 3 A Q einen Großteil seines bis dahin gewaltigen Stacks. Geshkenbein konnte sich nach der Hand sein typisches süffisantes Lächeln nicht verkneifen und stellte lakonisch fest“ „Die Schweden“. Was sich Tureniec bei der Hand gedacht hat, erfahrt ihr hier im Video.

Neben Tureniec mussten auch andere prominente Spieler gestern die Sachen packen. Nicht mehr unter den verbliebenen 24 sind Luca Pagano, Sebastian Ruthenberg, Ramin Henke und Bodo Sbrzesny.

Heute wird bis zum Final Table gespielt. In Führung liegt mit Giacomo Maisto ein Italiener. Unter den Top ten sind außerdem sensationell drei Rumänen und ebenso viele Belgier.

Weil letztere das Snowfest regelrecht geentert haben und Coralie Nauder ihre heißeste Spielerin ist, haben wir mit ihr das Interview des Tages geführt.

Coralie, unter den verbliebenen 24 Spielern des Main Events sind mehr Belgier als Deutsche, nämlich vier. Wie erklärt man sich die belgische Invasion hier in Saalbach-Hinterglemm?

Das ist tatsächlich auch für uns erstaunlich, wie viele Landsleute hier sind. Aber der französischsprachige Markt unternimmt grade große Anstrengungen, um in Europa präsenter zu werden. Im Klartext: französische Pokerseiten wollen endlich in den sehr lukrativen deutschsprachigen Markt einbrechen. Und Belgien ist quasi der halbe Weg

Und du selbst. Man erfährt wenig über dich im Internet. Was hat dich zum Poker gebracht?

Ich lebe in Brüssel und bin zuallererst Schauspielerin. In Belgien haben sie irgendwann eine Moderatorin für die Poker TV-Sendungen gesucht. Ich war eine Meisterin der Improvisation und habe mich schnell in die Aufgabe eingearbeitet. Und irgendwann habe ich selber angefangen zu spielen.

Würdest du dich selber als Profi-Pokerspielerin sehen, oder ist das Snowfest eine Ausnahme?

Ich spiele seit etwa 2 Jahren professionell Poker. Ich bin keine Millionärin, aber ich überlebe.  Das Snowfest ist mein erster EPT-Main Event. Das ich hier spielen konnte, habe ich meinem Sponsor Poker770 zu verdanken.

Und die haben hier ja gleich eine ganze Mannschaft an den Start gebracht?

Das schöne ist, dass 770 nicht ein hübsches Gesicht haben wollen, sondern gleich eine ganze Frauen-Mannschaft aufgebaut haben. Im Sommer spielen wir dann geschlossen den Ladies Event in Las Vegas.

Poker wird weiblich. Ist das so etwas wie eine neue Marktlücke?

Eher nicht. Es bleibt ein males-business. Aber über ein paar Frauen mehr, wie hier beim Snowfest freuen sich die Männer doch sehr.

Und hier noch ein paar ausgewählte Chipcounts:

1. Giacomo Maisto, ITA, 1.548.000
6. Vladimir Geshkenbein, RUS, 889.000
11. Bastian Fischer, D, 614.000
12. Andreas Wiese, D, 574.300
14. Thomas Kunter, AUT, 417.000
23. Bernhard Perner, AUT, 207.000

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