EPT Snowfest Tag 2 – Pagano marschiert

Luca Pagano
Luca Pagano.

Der Italiener erzählt im Video von seinem Weg zur Nr. 1 der EPT-Rangliste. Ebenfalls vor der Kamera: Sergej Barbarez und Liv-Boeree-Lover Kevin MacPhee. Schlechter Tag für die deutschsprachige Szene.

Manchmal ist bei Poker alles reine Statistik. Und die spricht beim PokerStars EPT Snowfest in Saalbach-Hinterglemm spätestens nach Tag 2 einfach nicht mehr für die deutschsprachige Community. 482 Spieler waren zum Main Event angetreten. 101 davon kamen aus Deutschland, 33 aus Österreich und etwa ebensoviel aus der Schweiz. Das macht einen Anteil von ziemlich genau 33 Prozent.

Nun sind noch 82 Spieler im Rennen. Darunter 11 Deutsche, 5 Österreicher und 2 Schweizer. Der Anteil ist nun also auf 22 Prozent geschrumpft. Und allein der Fakt, dass sich unter den aktuell besten 20 Spielern mit dem EPT-Wien Final Table Teilnehmer Andreas Wiese nur ein Spieler mit deutschem Idiom befindet, lässt das Rennen auf die Krone von Saalbach ganz unrealistisch erscheinen.

Gleich in der ersten Hand erwischte es Erich Kollmann. Kurz darauf mussten auch Manig Löser, Maxi Lehmanski und Sergej Barbarez gehen. Den Ex-Fußballer erwischten wir dann - dieses Mal ohne Everest-Logo – noch in der Lobby und erfuhren was über aktuelle Poker-Ambitionen, berufliche Pläne  und  seine Meinung zum aktuellen Chaos beim HSV.

Unterdessen hatte es auch PokerStars Pro Johannes Strassmann, der sich als Shortstack durch Tag 1 gekämpft hatte, erwischt. Trotz gutem Start mussten ebenfalls Julian Herold und Stefan Rapp gehen. Dem Blutvergießen fielen dann in kurzer Folge Michael Keiner (verlor mit Königen gegen gefloppte Two pair), Luckbox Titan-Pro Marvin Rettenmaier, Daniel Drescher, Johannes Holstege und Mohsen Tayfeh zum Opfer.

Auf der Strecke blieben ebenfalls Kevin McPhee und Liv Boeree. Warum die beiden mehr als nur Freunde sind und warum McPhee seine Eltern zur Titelverteidigung nach Berlin eingeladen hat, erfahrt Ihr hier in unserem Video-Interview.

Heute geht es dann um die Bubble. Der Preis für den Unglücklichen fällt im Alpine Palace ja traditionelle sehr üppig aus. Letztes Jahr bekam Mr. Bubble Boy eine Luxus-Skiwoche für zwei Personen geschenkt. Was es dieses Mal ist, erfahrt Ihr hier an dieser Stelle morgen.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass überlegener Chipleader der Belgier Philip Meulyzer ist. Ganz vorn dabei, nämlich auf Platz 7 ist Luca Pagano, der sich nun berechtigte Hoffnungen auf seinen ersten EPT-Sieg machen kann Wie er den heutigen Tag angehen will und was sein Lieblingsgericht ist, erfahrt Ihr in diesem Video.

Und weil am - übrigens jeden Tag spektakulären - Buffet gestern italienische Küche angesagt und das Tiramisu göttlich war, haben wir das Interview des Tages mit Florian Wolf , dem Chef des Alpine Palace geführt.

florian wolf
Florian Wolf.

Herr Wolf, Sie sind der Leiter des Hotels, haben bei der ersten Staffel der German Highroller mitgemischt und viel getan, um die internationale Poker-Elite nach Saalbach-Hinterglemm zu bringen. Nun ist die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen und auch die großen Stars wie Boris Becker und Daniel Negreanu haben sich nicht blicken lassen. Enttäuscht?

Nicht wirklich. Es gibt Dinge, die kann man beeinflussen: Turnierablauf, Unterkunft, Essen, allgemeiner Service. Da bieten wir Top Niveau. Dass aber Boris Becker und Daniel Negreanu kurzfristig absagen und weniger Pokerspieler hier anreisen, dagegen kann man eben nichts machen. In der Beziehung hält sich die Enttäuschung in Grenzen.

Was vor allem auffällt, ist dass so wenig Österreicher zu ihrer Heim EPT gekommen sind. Welche Gründe könnte es dafür geben?

Die rein österreichische Pokerszene ist nicht so groß, wie man aufgrund der vielen Card-Casinos annehmen könnte. Für die meisten ist die komplette Woche hier einfach zu kostspielig.

Abgesehen vom sehr moderaten Buy-in, ist es in Saalbach-Hinterglemm zu teuer?

Ich habe mir 2009 und 2010 fast alle EPT-Standorte angesehen und muss sagen – wir haben hier immer noch das beste Preis-Leistungs-Niveau. Das Skigebiet gehört eben allgemein zu den exklusiveren Gegenden in Österreich. Deswegen ist das allgemeine Preisniveau nicht gerade niedrig. Aber dafür kann man hier eine Woche ordentlich Urlaub machen und nebenbei ein bisschen Pokern. Ich habe hier immer großen Wert auf die Service-Qualität gelegt. Jetzt bekommt man hier beim Buffet Essen von Sterne-Köchen. Das kostet nur 35 Euro. Dafür kriegt man in Monte Carlo einen schlecht gemachten Cheeseburger. 

In Monte Carlo wird es keine EPT mehr geben. Wie stehts mit dem Snowfest im Alpine Palace?

Die Gesetzeslage hat sich ja auch in Österreich verschärft. Irgendwo befindet man sich da immer in einer Grauzone, wo nicht genau klar ist, ob der Staat nun etwas gegen einen unternimmt oder nicht. In diesem Sinne haben wir schon dieses Jahr darauf verzichtet unnötig grell in Erscheinung zu treten. Der Gedanke, Skifahren mit Poker zu verbinden, ist lebendig wie nie zuvor. Das zeigen uns die Reaktionen der Teilnehmer hier. Ob man das auch zukünftig in Österreich anbieten kann, ist äußerst unklar.

Chipcounts deutschsprachiger Spieler:

11. Andreas Wiese, D, 331.200
16. Vladimir Geshkenbein, RUS, 275.000
20. Rudolf Koster, D, 260.800
23. Torsten Tent, D, 253.300
37. Ramin Henke, D, 175.500
42. Johann Leiter, AUT, 155.500
43. Nikolaus Deininger, AUT, 154.300
46. August Schlegl, AUT, 133.700
49. Bodo Sbrzesny, D, 129.900

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