EPT Snowfest - Geshkenbein stichelt und gewinnt

vladimir geshkenbein
EPT-Titel für Vladimir Geshkenbein.

An einem Finaltisch mit gleich drei Belgiern konnte sich der in der Schweiz aufgewachsene Russe durchsetzen – und setzte dafür auch abseits des Tisches alle Mittel ein. Außerdem: PokerStars kündigt Turnier der Champions an.

„Ich wette, du würdest nicht mal lächeln, wenn du Erster wirst.“ Das war noch einer der harmloseren Sprüche, mit denen Geshkenbein am Finaltisch der PokerStars EPT Snowfest seine Gegner bedachte. Vielleicht war es ja die späte Tageszeit, die den Belgiern das Lachen schwermachte. Schließlich dauerte das Finale fast bis Mitternacht.

Bevorzugte Zielscheibe war Kevin Vandersmissen. Die beiden erklärten auf Twitter, den jeweils anderen nach „Value Town“ mitgenommen zu haben. Dabei bezeichnete Geshkenbein seinen Gegner bevorzugt als „fetten Belgier“ während dieser sich mit der Äußerung „russischer Alkoholiker“ revanchierte.

Bei nur noch drei Spielern am Tisch wurde die Stimmung allerdings deutlich lockerer. Koen de Visscher, Kevin Vandersmissen und Vladimir Geshkenbein hatten schließlich in jedem Fall €147.000 sicher. Da kann man schon mal eine Flasche Champagner für €300 kommen lassen.

Es war Geshkenbein, der den Dom Perignon bestellte, und er hatte auch allen Grund dazu. Schließlich hatte er gerade erst einen Drei-Outer auf dem River getroffen, der den Italiener Maisto seine gesamten Chips gekostet hatte.

Mit Pocket Buben nahm Geshkenbein danach auch De Visschers vom Tisch. Das Heads-up fand damit zwischen den beiden Spielern statt, die sich schon den ganzen Tag gegenseitig beharkt hatten.

Die beiden lieferten sich ein letztes halbstündiges Feuerwerk, bis schließlich Vandersmissen mit K-T all seine Chips in die Mitte stellte. Geshkenbein musste nicht lange überlegen, um mit A-9 zu bezahlen und traf sofort zwei Paare auf dem Flop.

Das Board verlief A-8-9-K-5, und Geshkenbein ergriff nicht nur sein Glas, sondern auch die Gelegenheit und den Pokal. Am Ende sah Geshkenbein in seiner Siegerpose dann doch nicht  so aus. Als ob ihm die Trophäe und das Geld gleichgültig wären, wie er es noch am ersten Tag des Turniers behauptet hatte.

Damit ist Vladimir Geshkenbein der viertletzte Spieler, der sich einen Platz in einem ganz besonderen Turnier erspielt hat. Im Rahmen des erstmals in Madrid ausgetragenen Grand Final der siebten EPT-Saison wird PokerStars ein Turnier der Champions austragen, quasi den Pokal der Landesmeister.

Alle Spieler, die ein EPT-Turnier gewinnen konnten, bis hin zu Alexander Stevic, der den allerersten Event in Barcelona gewann, sind zur Teilnahme berechtigt. Als erster Platz winkt ein €50k EPT Saison 8 Pass, aber Ruhm und Ehre dürften wie beim Champions Turnier der WSOP im letzten Jahr für die Spieler stärker im Vordergrund stehen.

Die Payouts am Finaltisch:

  1. Vladimir Geshkenbein, Russland, €390.000
  2. Kevin Vandersmissen, Belgien, €260.000
  3. Koen de Visscher, Belgien, €147.000
  4. Giacomo Maisto, Italien, €100.000
  5. Christian Dragomir, Rumänien, €81.000
  6. Philil Meulyzer, Belgien, €65.000
  7. Denis Murphy, Irland, €49.000
  8. Morten Mortensen, Dänemark, €35.000
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