EPT Sanremo – Vicky Coren-Mitchell gewinnt historischen zweiten EPT-Titel

vicky coren

Sie kam als Shortstack an den letzten Tisch und gewann das Turnier. Am Nachmittag überrollte Ole Schemion das High Roller Finale und gewann ein weiteres Turnier.

Zum ersten Mal in der Geschichte der EPT hat eine Spielerin einen zweiten Main Event Titel gewonnen.

Die damals noch ledige Vicky Coren gewann den 16. Main Event in London im Jahr 2006. Jetzt ist sie auch die Gewinnerin von EPT Main Event Nr. 98 und die erste Doppelsiegerin.

Der Finaltisch fand im Theater des Casinos statt, ein wahrhaft würdiger Saal für ein Finale von solch historischer Bedeutung.

Dies war die Ausgangssituation vor dem Finale:

  • 1. Jordan Westmorland (USA), 3.330.000 Chips
  • 2. Giacomo Fundaro (ITA), 3.100.000
  • 3. Andreas Göller (ITA), 2.320.000
  • 4. Andrea Benelli (ITA), 2.085.000
  • 5. Emmanuel Parisiet (FRA), 1.940.000
  • 6. Andrija Martic (KRO), 1.660.000
  • 7. Bruno Stefanelli (ITA), 1.335.000
  • 8. Vicky Coren-Mitchell (ENG), 910.000

Eindeutiger Favorit war Jordan Westmorland, der sich am Ende aber mit Platz drei begnügen musste.

Lesen Sie unten, welche entscheidende Hand ihn das Turnier kostete.

Pariset ist nicht dran und scheidet aus

Es war der Amateur aus Frankreich, der als erster vom Finaltisch aufstehen musste. Dazu kam es auf eher ungewöhnliche Weise.

Pariset hatte zunächst das Raise von Westmorland als auch das Reraise von Benelli aus dem Small Blind bezahlt.

Benelli hielt Könige, Pariset K-Q.

Auf dem eher unspektakulären Flop 2 6 5 ging Pariset dann plötzlich all-in, obwohl Benelli als erster Spieler an der Reihe war.

Der Dealer gebot Pariset zu warten, Benelli checkte trickreich, Praiset ging tatsächlich all-in. Snap Call, und das Turnier war für den Franzosen vorbei.

Ihm folgte Andrija Martic aus Kroatien, gerade rechtzeitig, um noch an den Sunday Majors teilzunehmen, die er nach eigener Aussage seit zwei Jahren kein einziges Mal verpasst hat.

final table
Die Finalisten von links nach rechts: Stefano Petrelli, Emmanuel Pariset, ANdreas Göller, Vicky Coren-Mitchell, Andrija Martic, Jordan Westmorland, Andrea Benelli und Giacomo Fundaro.

Bruno Stefanelli war dann der erste der vier Italiener, der sich geschlagen geben musste. 20 Minuten später war das Turnier auch für Andreas Göller vorbei.

Bei noch vier Spielern am Tisch geriet die Action dann ins Stocken. Allerdings kletterte Vicky Coren-Mitchell bis auf den zweiten Platz im Chipcount.

Dagegen lief bei Andrea Benelli, der die Anfangsphase des Finales dominiert hatte, nichts mehr zusammen.

Er fiel auf den letzten Platz zurück. Es passte irgendwie dazu, dass er durch einen Bad Beat ausscheiden musste.

Mit K-T dominierte er all-in die Q-T von Giacomo Fundaro, doch der traf eine Dame auf dem Flop.

 

Die entscheidende Hand

Jordan Westmorland
Verlor die entscheidende Hand - Jordan Westmorland.

Bei noch drei Spielern kam es dann zu der Hand, die den späteren Turnierverlauf vorgab.

Mit Q-T erhöhte Westmorland, und Vicky Coren-Mitchell entschied sich mit A-T nur für einen Call.

Der Flop fiel T T 2.

Westmorland setzte, Coren-Mitchell erhöhte, Call. Den Turn 4 checkten beide Spieler, und auf dem River 3 setzte Coren-Mitchell 1,5 Mio. Westmorland ging all-in, und Coren-Mitchell bezahlte trotz Angst vor einem Full House.

Mit elf Millionen Chips war dies der größte Pot des Turniers. Westmorland schied kurz danach aus, und Coren-Mitchell ging mit einem 3:1 Chipvorsprung ins Heads-up.

Die letzte Hand

Nicht beschreibt Vicky Coren-Mitchells Lauf an diesem Tag so gut wie die letzte Hand.

Giuacomo Fundaro (BB):    

Vicky Coren-Mitchell (SB):    

Coren-Mitchell erhöhte bei Blinds 120.000/240.000 auf 260.000, und Fundaro annoncierte Call.

Flop:      

Coren-Mitchell setzte 350.000, Fundaro erhöhte auf 850.000. Call.

Turn  

Wieder setzte die Engländerin, Fundaro ging all-in, und Coren-Mitchell  bezahlte.

Der River war die  

Und Vicky Coren-Mitchell schrieb Geschichte.

Final table payouts:

  • 1. Vicky Coren-Mitchell, €476.100
  • 2. Giacomo Fundaro, €298.700
  • 3. Jordan Westmorland, €213.850
  • 4. Andrea Benelli, €166.700
  • 5. Andreas Göller, €130.750
  • 6. Bruno Stefanelli, €102.700
  • 7. Andrija Martic, €76.650
  • 8. Emmanuel Pariset, €53.100

Ole Schemion gewinnt High Roller Event

„Am Anfang lief bei mir gar nichts zusammen. Ich hatte große Schwierigkeiten und konnte mit Glück einmal verdoppeln.

Dann nahm ich Griffin Benger mit A-K gegen A-5 vom Tisch, und von da an funktionierte einfach alles.“

So fasste Ole Schemion das High Roller Turnier der EPT Sanremo aus seiner Sicht zusammen.

Sternheimer Schemion
Ole Schemion (links) und Philipp Sternheimer im High roller Finale.

Tatsache ist, dass er sechs der sieben Gegner vom Tisch nahm und einen weiteren Turniersieg verbuchen konnte.

Schemion geht in das Finale der EPT-Saison nun mit einem so großen Punktevorsprung, dass ihm der Titel „Spieler des Jahres“ der EPT kaum noch zu nehmen ist.

High Roller Final Table Payouts:

  • 1. Ole Schemion, €265.000
  • 2. Max Greenwood,  €182.100
  • 3. Alex Bilokur, €119.400
  • 4. Philipp Sternheimer, €96.700
  • 5. Mustapha Kanit, €77.700
  • 6. Griffin Benger, €60.700
  • 7. Tamer Kamel, €47.800
  • 8. Omed Ben Mahmoud, €36.550

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