EPT Sanremo – IPT Finale, ME gestartet, Eiler mit Rekord-Bust

casino sanremo

Die European Poker Tour hat mit der Riviera die letzte Etappe der zehnten Saison erreicht. Im Casino Sanremo findet quasi als Auftakt zum Grand Final in Monaco der vorletzte Event der Serie 2013/14 statt.

Italian Poker Tour

Wie bei den vergangenen Stopps wird auch hier den „großen“ EPT-Events die nationale Pokertour IPT vorangesetzt.

Der Main Event der kleineren Serie wurde im Accumulator-Modus gespielt. Drei Starttage lang hat jeder Spieler die Möglichkeit, sich je einmal einzukaufen, und die gesammelten Chips dann komplett mit in Tag 2 zu nehmen.

Bei 609 Spielern kamen so 1124 Entrys zusammen. Zu wenig, meint Paganoevents-Chef Claudio Pagano, von dem das Konzept stammt. Man wird sich für das nächste Jahr wohl vom Accumulator verabschieden.

alessandro de fenza 2
Alessandro De Fenza.

Das Finale gewann am Abend Alessandro de Fenza, der als Chipzweiter ins Finale gegangen war und sich am Ende gegen den anfänglichen Chipleader Marcello Miniucchi durchsetzen konnte. Die letzten drei Spieler einigten sich auf einen Deal.

 

Das Endergebnis des IPT Main Events:

Platz Name Nation Preisgeld
1 Alessandro De Fienza IT €105.600*
2 Marcello Minuchi IT €95.600*
3 Jürgen Schöner KOR €75.000*
4 Christian Ecker IT €43.200
5 Tamas Losovczi SWE €32.900
6 Mikulas istavan FR €24.200
7 Christian Ceh IT €18.300
8 Michael Strasser IT €13.000
9 Thomas P.  IT €10.126

Bester deutscher Spieler war Artur Koren auf Platz 56. Insgesamt waren 13 deutsche Spieler angetreten.

Den High Roller Event gewann Gaetone Preite aus Italien vor Alexander Dovzhenko und Olivier Busquet. Artur Koren, der bei der EPT Wien das €2150 NL 6-handed Turbo für 38.590 gewinnen konnte, schaffte es erneut an den Final Table und wurde am Ende Siebter für €13.200.

EPT Main Event

Lediglich 123 Spieler waren anwesend, als EPT-Chef Edgar Stuchly den Main Event eröffnete.

Nach der enorm erfolgreichen EPT Wien, bei der zu diesem Zeitpunkt schon über 300 Spieler an den Tischen saßen ein schwacher Wert, der auch zeigt, dass die Wirtschaftskrise in Italien die Pokerbranche nicht unberührt lässt.

Zum Ende des Auftakttages war die Zahl der Spieler immerhin auf rund 175 angestiegen, sodass zumindest 600 Spieler in Reichweite sind.

Die Zahlen der letzten Jahre sind damit jedoch in weite Ferne gerückt.

Den ersten Knalleffekt gab es aus deutscher Sicht durch Michael Eiler, der schon im ersten Level ausschied und damit der Titelträger ist, der sich am schnellsten aus einem EPT Main Event verabschiedet hat.

michael eiler
Kurzauftritt von Michael Eiler.

Auch der Sieger der EPT Wien im vergangenen Monat, Oleksii Khoroshenin, überstand den ersten Tag nicht.

Pius Heinz scheint wieder mehr Gefallen an Turnierpoker zu finden. Nachdem er sich für längere Zeit fast vollständig aus der Turnierszene verabschiedet hatte, ist er nun zur European Poker Tour zurückgekehrt und spielt nach der EPT Wien auch in Sanremo.

Die Gründe dafür dürften nicht zuletzt privater Natur sein. Natalie Hof ist als „Friend of PokerStars“ bei zahlreichen Events vor Ort.

An seinem Starttag war Hein schnell kurz vor dem Ausscheiden, sicherte sich dann aber durch mehrere Verdoppler später am Tag noch einen Platz im Vorderfeld.

Überraschenderweise ist auch Julian Track unter den Teilnehmern. Eigentlich hatte der Gewinner der EPT Prag im vergangenen Dezember angekündigt, praktisch keine weiteren Live-Turniere mehr zu spielen.

Jetzt hat er sich nicht nur für den Main Event der EPT Sanremo registriert, er befindet sich nach dem ersten Tag auch unter den Top Ten des Chipcounts. Fabio Sperling, der in den letzten sechs Wochen über eine Million Dollar bei Live- und Onlineturnieren gewinnen konnte, scheint seinen unglaublichen Lauf auch in San Remo fortzusetzen. 84.200 Chips und Platz 14 bedeuten eine hervorragende Ausgangsposition.

Am Ende des Tages hatten 103 Spieler noch Chips vor sich auf dem Tisch. Der Kanadier Shyam Srinivasan hatte schon zwei Stunden vor Spielende über 140.000 Chips angesammelt und war damit deutlicher Chipleader.

Aber im Poker gibt es selten Vorentscheidungen. Srinivasan verlor einen großen Pot, und plötzlich lag Aki Joentausta in Führung.

Er behielt diese auch bis zu den letzten Händen des Abends, bis der Italiener Cristiano Guerra kurz vor Schluss mit einem gefloppten Set Achten gegen Pocket Asse verdoppeln konnte und knapp 150.000 Chips einsammelte.

aki joentausta
Beinahe-Chipleader Aki Joentausta.

Nachdem im Vorjahr 320 Spieler Tag 1A gespielt hatten, war der Auftakt in diesem Jahr eher enttäuschend.

Wir erwarten dafür einen großen Ansturm an Tag 1B.

Chipstände:

1. Cristiano Guerra - 148.700 Chips
2. John Haigh - 146.700
3. Aku Joentausta - 125.500
4. Artem Romanov - 103.300
5. Artem Metalidi - 101.200
6. Christian Caliumi - 101.100
7. Yordan Georgiev - 99.000
8. Julian Track - 97.300
9. Bruno Stefanelli - 97.300
10. Douglas Ferreira Souza - 93.700

14. Fabio Sperling – 84.200

16. Pius Heinz – 80.100

19. Jesper Feddersen – 80.000

28. Ismael Bojang – 57.300

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