EPT-San Remo – Max fehlt eine Karte zum Sieg

elder heinzelmann
Rupert Elder (links) und Max Heinzelmann.

Das war vor ihm noch keinem gelungen: Max Heinzelmann kam nach der EPT Berlin auch beim darauf folgenden EPT Turnier in San Remo ins Heads-up. An der Riviera di Ponente fehlte ihm am Ende eine Karte, um den Sieg nach Deutschland zu holen. Den Titel holte sich dann der mehr als glückliche Brite Rupert Elder. Kleiner Trost für die deutschsprachige Community war der Sieg Thorsten Schäfers im Highroller-Event.

Es war wie der Knockout des FC Bayern im Champions League Finale 1999 gegen Manchester United. So wie die Münchner nur noch wenige Minuten bis zum Triumph hätten überstehen müssen, so hätte Max Heinzelmann bei der PokerStars-EPT San Remo nur noch ein Quäntchen Glück auf dem River gebraucht, um nach seinem 2. Platz in Berlin einen EPT-Titel ins Schwabenländle zu holen.

Vor der schicksalhaften Hand hatte der Heubacher einen Chiplead von 2:1 auf den Briten Rupert Elder. Max Heinzelmann hatte an einem unheimlich aggressiven  Finaltisch lange Zeit Katz und Maus gespielt. Dann geschah die Katastrophe.

Max hatte den Pot eröffnet, Rupert gecallt und der Flop brachte 7 6 9. Rupert checkte, Max setzte die Contibet für 300.000, der Brite erhöhte auf 825.000 und callte die 3-Bet von Max auf 1.700.000. Nach dem A am Turn check-raiste Rupert dann All-in, Max callte insta mit T 8 für die Straight, lag gegen 6 6 vorn und musste nur noch den River überstehen. Dort schlug dann aber das A ein, Rupert komplettierte das Full House und schnappte sich den Pot mit fast 20 Millionen Chips.

Nach noch ein paar kleineren verlorenen Pots pushte Max dann mit seinen verbliebenen  3,3 Millionen Chips zum All-in mit Q 5. Rupert hatte mit A 5 eröffnet und bezahlte. Der Dealer legte ein Board 3 7 2 T K, und die EPT San Remo war entschieden. Der 24-Jährige Rupert Elder ist nach Tobey Lewis (EPT Vilamoura), David Vamplew (EPT London) und Roberto Romanello (EPT Prag) bereits der vierte Pokerspieler aus Großbritannien, der sich in dieser Saison die EPT-Krone aufsetzen darf.

Max Heinzelmann hingegen kann sich damit rühmen, das einmalige Kunststück fertig gebracht zu haben, bei zwei aufeinander folgenden EPTs das Heads-Up erreicht zu haben. Mit den €500.000 Preisgeld von Berlin und den €600.000 von San Remo  hat sich der 20-Jährige innerhalb von nur drei Wochen außerdem in die Top Ten der deutschen Alltime-Money-List geschoben.

Enttäuschend verlief die EPT San Remo für die vielen italienischen Spieler.  Gleich vier von ihnen waren zum finalen Showdown angetreten und belegten letztlich die Plätze fünf bis acht. Vor allem Roberto Spada, der als Dritter beste Aussichten hatte ganz weit vorn zu landen, erlebte einen rabenschwarzen Tag und musste den Finaltisch als erster Spieler verlassen. Deutlich überzeugend waren da die Auftritte von Team PokerStars Pro Max Lykov (EPT-Gewinner Kiew 2009) und der attraktiven Kanadierin Xuan Liu auf den Plätzen vier und drei.

Einen back to back-Triumph gab es für die deutschsprachige Community im €10.000-Highroller-Event. Dort hatte sich neben 55 anderen Spielern auch Daniel Drescher, Maxi Lehmanski, Giuseppe Pantaleo, Dominik Nitsche, Benny Spindler, Sebastian Ruthenberg und Poker-Stratege Thorsten Schäfer angemeldet. Während in Berlin noch Daniel Drescher, Sebastian Ruthenberg und Phillip Gruissem den Sieg unter sich ausgemacht hatte, triumphierte dieses Mal Thorsten Schäfer. Offiziell konnte er sich über ein Preisgeld von € 220.000 freuen.

 

Die Payouts am Final Table der EPT San Remo 2011:

1 — Rupert Elder, UK, €930.000
2 — Max Heinzelmann, D, €600.000
3 — Xuan Liu, CAN, €360.000
4 — Max Lykov, RUS, €290.000
5 — Francesco de Vivo, ITA, €220.000
6 — Massimiliano Manigrasso, ITA, €170.000
7 — Costantino Russo, ITA, €125.000
8 — Roberto Spada, ITA, €81.950

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