EPT Prag – Fabio Sperling Chipleader beim Main Event, High Roller Start

Fabio Sperling
Chipleader Fabio Sperling.

Der Deutsche Fabio Sperling ist nach Tag 4 Chipleader beim EPT Prag Main Event. Außerdem haben es mit Björn Wiesler, Pascal Pflock und Thomas Butzhammer drei weitere Deutsche unter die letzten 22 geschafft. Mit Davidi Kitai, Vanessa Selbst und Sam Grafton sind auch noch drei Topstars im Rennen um die Siegprämie in Höhe von €969.000. Heute geht es um den Final Table.

EPT Main Event, Tag 4

Für Fabio Sperling begann das Jahr mit einem unglaublichen Lauf als er innerhalb von wenigen Wochen bei der Jubiläums Sunday Million mit $877.900 für einen der größten Cashes in der deutschen Onlinepokergeschichte sorgte, einen Deep Run bei der EPT Wien hinlegte und die Estrellas Poker Tour Valencia gewann.

Diesen scheint er nun in Prag fortzusetzen, denn als massiver Chipleader bei nur noch 22 verbliebenen Spielern hat er beste Chancen auf den Final Table.

Mit Vanessa Selbst liegt ein Team PokerStars Pro noch aussichtsreich im Rennen, und mit Davidi Kitai und Remi Castaignon konten sich auch zwei Spieler weit vorne platzieren, die schon einmal einen EPT Pokal in die Höhe heben durften.

An Tag 5 wird der Finaltisch ausgespielt, d. h. a morgigen Tag endet die Spielzeit erst dann, wenn nur noch acht Spieler im Rennen sind.

Der Tag beginnt wieder um 12 Uhr mittags, und Sie können die Action live auf PokerStars.tv mitverfolgen.

Chipstand:

1. Fabio Sperling (D), 4.357.000

2. Stephen Graner (USA), 3.278.000

3. Sam Grafton (GB), 2.610.000

4. Davidi Kitai (BEL), 2.307.000

5. Vanessa Selbst (USA), 2.040.000

6. Miltiadis Kyriakides (GRE), 1.900.000

7. Andras Nemeth (UNG), 1.813.000

8. Björn Wiesler (D), 1.504.000

9. Remi Castaignon (FRA), 1.325.000

10. Tamer Kamel (GB), 1.304.000

...

19. Pascal Pflock (D), 671.000

...

21. Thomas Butzhammer (D), 320.000

Ein Champion, ein Orbit - Maxim Lykov

Lykov gewann die bisher einzige in der Ukraine ausgetragene EPT. 296 Spieler nahmen damals im August 2009 teil, und Lykov kassierte dafür €330.000.

Wir machen heute einen Ausflug zum €10.300 High Roller Event, das am heutigen Montag begann.

Maxim Lykov hat sich wie über 200 weitere Spieler in das Turnier eingekauft.

Er selbst sitzt auf Platz 8, und am Tisch befinden sich auch Artur Koren (Platz 5) and Michael „Timex“ McDonald (Platz 6).

Die Blinds liegen bei 200/400/50 und der 27-jährige Russe aus Moskau sitzt mit rund 28.000 Chips im Big Blind:

Hand 1:  BB

Der Spieler auf Platz 3 erhöht aus UTG+1 auf 1000 und es wird zu Lykov gefoldet, der callt.

Auf dem Flop zeigen sich 3 Q 5. Lykov spielt von vorne 1.200 an, und sein Kontrahent macht den Call.

Der Turn bringt die 3. Diesmal checken beide Spieler und sehen den River mit der 5.

Wieder checken beide Spieler und Lykov zeigt 4 4, woraufhin sein Gegenüber seine Karten ungezeigt in den Muck befördert.

Hand 2: SB

Derselbe Spieler raist dieses Mal UTG auf 1.000. Alle folden zu Lykov, der im Small Blind ebenfalls foldet.

Hand 3: Button

Es wird zu Lykov gefoldet. Der raist nun seinerseits vom Button auf 1.000 und bekommt den Call vom Big Blind.

maxim lykov EPT Prague 2014
EPT Kiew Gewinner Maxim Lykov.

Die ersten drei Karten bringen 2 7 3. Lykovs Gegner checkt und callt dann die Bet in Höhe von 1.200.

Nach dem Turn von J wird von beiden Spielern gecheckt. Doch nach der 3 auf dem River gibt es nochmal Action von Lykov.

Allerdings wird nach Check seine Bet in Höhe von 2.600 nicht mehr bezahlt.

Hand 4: Cut-off

Lykov bleibt aktiv und will auch diese Hand spielen. Er raist aus dem Cut-off auf 1.000, und selbst Artur Koren im Big Blind will seinen Big Blind nicht verteidigen. Sein Kommentar: „Aces? I’m out of this game.“

Hand 5-8: HiJack, MP, UTG+1, UTG

Lykov foldet alle drei Hände, nachdem vor ihm bereits auf jeweils 1.000 geraist worden war.

Lykov gewinnt in diesem Orbit zwei Hände und jeweils mittelgroße Pots.

Da er zu diesem frühen Zeitpunkt bereits fast die Hälfte seiner Chips verloren hatte, ging er in diesen Händen äußerst wenig Risiko ein.

Dennoch hatte er in beiden Fällen seine Hand korrekt als die bessere eingeschätzt. Mit den Pocket Vieren konnte er auf dem Board mit niedrigen Karten und nur einer Dame eine weitere Bet ansetzen und hielt immer noch die beste Hand.

In Hand 3 kommen auf dem Turn ein Flush Draw an, und auf dem River pairt das Board. Damit ist es für seinen Gegner ohne Position schwierig, noch eine weitere Bet zu bezahlen.

EPT High Roller Event

Ole Schemion

Rund 250 Spieler registrierten sich für den letzten High Roller Event des Tages. Damit wurde die Teilnehmerzahl des vergangenen Jahres (173) noch einmal deutlich übertroffen.

Da auch bei diesem Turnier die Registrierung bis zum Beginn des zweiten Spieltags geöffnet bleibt, werden die abschließenden Zahlen erst am Dienstag Nachmittag feststehen.

Chipleader nach Tag 1 ist der Ukrainer Igor Yaroshevskyy.

Die Deutschen Ole Schemion, Amir Mozafarian und Christopher Frank sind allesamt sehr gut durch den ersten Tag gekommen.

Die Top Ten Chipcounts nach Tag 1: 

1

Igor Yaroshevskyy

UA

318,300

2

Martin Kabrhel

CZ

316,000

3

Amir Mozaffarian

DE

298,400

4

Thomas Holm

DK

281,800

5

Daniel Shak

US

267,900

6

Ole Schemion

DE

266,300

7

Simon Ravnsbaek

DK

244,700

8

Kevin MacPhee

US

244,300

9

Alessio Isaia

IT

243,600

10

Henrik Hecklen

DK

241,000

Entscheidung des Tages

Wir befinden uns in Tag 4 des EPT Prag Main Events. Der Button liegt auf Platz 1, und es wurde gerade eine Hand gegeben.

Nachdem mehrere Spieler ihre Spielzüge gemacht haben, erklärt der Spieler auf dem Button plötzlich, dass er nur eine Karte bekommen hat.

Poker Floorman Prag 2014
Floorman bei der Arbeit.

Da er seine Hand erst jetzt ansehen wollte, war ihm dies bisher nicht aufgefallen.

Es stellt sich heraus, dass der Spieler im Small Blind drei Karten hält. Offenbar hat er versehentlich eine Karte seines Sitznachbarn genommen.

Der Spieler am Button verlangt nun, eine weitere Karte vom Deck zu bekommen. Niemand ist sich so ganz sicher, was mit dem Spieler im Small Blind passieren soll.

Der Floorman wird gerufen.

Die Entscheidung: Der Spieler am Button erhält keine weitere Karte aus dem Deck. Außerdem gibt es keine faire Möglichkeit, den Spieler im Small Blind um eine Karte zu erleichtern.

Hinzu kommt, dass beide Spieler bereits gesehen haben, was die Spieler in den frühen Positionen machen. Damit haben sie einen Informationsvorsprung, und ein Missdeal ist ebenfalls ausgeschlossen.

Es liegt in der Verantwortung des Spielers, seine Hand zu schützen.

Der Floorman entscheidet, die Hände beider Spieler tot sind. Alle vier Karten werden eingezogen, und die beiden Spieler erhalten neue Karten.

Die Action wird dort weitergeführt, wo sie vor dem Zwischenfall unterbrochen worden war.

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