Auftakt zur EPT Prag mit Pius Heinz

Pius Heinz
Pius Heinz, Pokerbotschafter und PokerStars Team Pro.

Zum Auftakt seiner ersten EPT zeigt Pius Heinz gut gelaunt, dass er nicht nur Team-Pro, sondern auch Medienprofi geworden ist. 234 Spieler starten derweil in Tag 1A des Main Events.

Während der Finaltisch der WPT Prag noch läuft (hier live bei PokerZeit!), beginnt einige Kilometer weiter bereits das nächste Prager Großevent.

Nicht einmal einen Monat ist es her, seit Pius Heinz den WSOP Main Event gewonnen hat, aber aus dem stillen, unbekannten Studenten ist bereits ein Medienstar geworden, der sich im Umgang mit der Presse ebenso versiert zeigt wie im Umgang mit den Karten.

Bei seiner ersten Pressekonferenz als PokerStars-Profi bügelt er Fragen nach den mysteriösen russischen Backern, die angeblich sein Main Event mitfinanziert haben, souverän ab. Die Geschichte sei so nicht richtig, sagt er, aber andererseits sei es ja ganz normal, Shares zu verkaufen. Vor allem habe er aber Geld gespart, um sich den Traum Main Event verwirklichen zu können.

Auch habe er nie Probleme mit der rechtlichen Situation um Online-Poker gehabt, da er ja inzwischen in Wien wohne und deshalb nie in Konflikt mit dem Gesetz gekommen sei. Tatsächlich ist er allerdings erst nach Erreichen der November Nine im August 2011 nach Wien gezogen. Aber wer will es ihm verdenken?

Trotz seiner derzeitigen medialen Dauerpräsenz zeigt Heinz bei seinem ersten Event in den Farben von PokerStars noch keinerlei Zeichen von Ermüdung und beantwortet lässig alle Fragen:

Pius Heinz
"Ich spiele ziemlich viele Hände..."

Lieblingsspieler? „Tom Dwan und Phil Galfond.“ Lieblingshand? „Keine. Klar freut man sich immer über Asse“, sagt er und grinst, „aber ich spiele ja ziemlich viele Hände.“ Lieblingssport? „Basketball.“ Wer wird Fußball-Europameister? „Deutschland oder Spanien?“ Heinz selbst geht bis zu vier Mal in der Woche ins Fitnessstudio.

Bevorzugt er online oder live Poker? „Weder noch. Ich spiele beides gerne, und mir gefallen insbesondere die Faktoren, die die beiden Versionen unterscheiden.“

Wie sine Zukunft aussehen wird, ist ungewiss: „Ich plane für die kommenden Monate, fahre zur PCA und mit Sicherheit zur EPT Berlin, aber was ich später einmal tun werde, darüber habe ich mir noch nicht viele Gedanken gemacht.“

Bei aller Euphorie um seine Person ist Heinz mit beiden Füßen auf dem Boden geblieben.

„Ich werde jetzt nicht meine Sachen packen und nach Las Vegas ziehen, um einer dieser Vegas Pros zu werden. Ich bleibe vorerst in Wien. Meine Freunde und meine Familie sind mir einfach zu wichtig.“

Zum Poker zeigt Heinz eine überraschen rationale Einstellung, auf der sich aufbauen lässt.

„Ich werde sicher noch viele Turniere spielen,  aber ich glaube nicht, dass ich für immer auf dem Circuit unterwegs sein werde. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, mein Leben lang das gleiche zu tun.“

Pius Heinz ist der Spieler, dem es zu verdanken ist, dass es Poker in Deutschland bis in Tagesschau und Heute Journal, in zahlreiche Talkshows und sicher in alle noch kommenden Jahresrückblicke  geschafft hat. Trotzdem bleibt er auch auf die Frage, ob er ein guter Botschafter des Spiels sein kann, erfreulich bescheiden.

„Ich werde mein bestes tun. Ob es gut genug ist, dass müssen andere entscheiden.“

Heute starteten 234 Spieler in Tag 1A, 43 Spieler mehr als im letzten Jahr. Zum Vergleich: Bei der WPT waren es vor einigen Tagen 231.

PokerZeit berichtet live von der EPT Prag. Das Wichtigste rund um das Turnier lesen Sie bei uns täglich in den Nachrichten und im Blog.

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