EPT Prag FInale - Wieder zwei Deutsche dabei

Martin Finger

Geht die Serie der deutschen Erfolge dieser PokerStars EPT Saison weiter? Martin Finger als Chipleader sowie Andreas Wiese erreichen das Finale der letzten Acht. Der als Chipleader in den Tag gestartete Patrick Renkers scheitert an der Final Table Bubble.

Martin Schleich in Barcelona, Benny Spindler und Philipp Gruissem in London. Es ist bisher eine äußerst erfolgreiche Saison der deutschen Spieler auf dem EPT Circuit. Am Samstag könnte ein weiterer dazukommen.

Während sich in den Side Events hunderte von Spielern an den Tische drängten, verloren sich im hinteren Teil der Kongresshalle beinahe die letzten vier Tische des Main Events. Trotzdem konzentrierte sich die Aufmerksamkeit natürlich auf die 31 Spieler, die Freitag Mittag noch die Chance auf den Titel der PokerStars EPT Prag hatten.

Mit Sharon Volfer aus Israel hatte die letzte Dame im Feld das zweifelhafte Vergnügen des kürzesten Turniertags. Besonders im Fokus standen Mike McDonald und Chris Moorman, die beide erst kürzlich große Live Erfolge feiern konnten.

McDonald gewann den zweiten Main Event der Epic Poker Serie, und Moorman beendete den WSOPE Main Event in Cannes auf Platz 2. Allerdings mussten beide im Lauf des Tages das Turnier verlassen. McDonald scheiterte an Martin Finger, sodass es wieder keinen zweifachen EPT-Titelträger geben kann, und Moorman schied nach einem verlorenen Coin Flip gegen Yann Brosolo aus.

Diesen wiederum erwischte der hässlichste Absturz des Tages: Bei noch elf Spielern bekam Brosolo seine Chips mit Assen gegen die Neunen von Niederländer David Boyaciyan in die Mitte. Ein 4,4 Mio. Pot und 80% Gewinnchance für den Franzosen, doch auf dem Flop begrub eine Neun seine Titelträume. Mit seinen verbliebenen Chips und A-/ suchte er in der direkt folgenden Hand den Neustart, aber auch der misslang, denn Mads Wissing bezahlte im BB mit K-T und traf das Board.

So gelingt Boyaciyan der Sprung an den Finaltisch, an dem nun auch wieder Andreas Wiese sitzt. Wieder, denn Wiese erreichte schon im Herbst 2010 das Finale der EPT in Wien (die im Kalender dieser Saison noch immer nicht aufgetaucht ist). Damals reichte es zu Platz 6, im moment steht er auf Platz 5 des Chipcounts.

Mann des Tages war jedoch Martin Finger, der nicht nur den letzten verbliebenen EPT-Titelträger Mike McDonald aus dem Turnier nahm, sondern in der letzten Hand auch noch den gestrigen Chipleader Patrick Renkers. Allein in den letzten beiden Händen gewann Finger rund vier Millionen Chips und schwang sich damit zum Chipleader auf.

Mads Wissing hat als Achtplatzierter dagegen gerade noch acht Big Blinds. Er könnte morgen die Geschichte eines Wunders zu erzählen haben, sollte er hier noch das Unmögliche schaffen und den Titel sowie den Siegerscheck über €775.000 gewinnen.

Wahrscheinlicher aber ist, dass es eine sehr kurze Geschichte wird.

Das Finale beginnt um 12 Uhr mittags.

Chipcounts:

  1. Martin Finger - 5.800.000
  2. Nicolas Levi – 5.690.000
  3. Daniel Boyaciyan – 3.770.000
  4. Ari Engel – 1.670.000
  5. Amdreas Wiese – 1.615.000
  6. Usero Cavaller – 1.405.000
  7. Denys Drobyna – 1.180.000
  8. Mads Wissing – 420.000

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