EPT Prag – Main Event Auftakt, SHR Entscheidung, Eureka Events

super high roller final table ept prag 2014
Die Finalisten des €50k Super High Roller Events.

Die wichtigsten Zahlen und Fakten zum EPT Prag Main Event, Super High Roller sowie den Eureka Events. Außerdem: ein Champion, ein Orbit, und die Entscheidung des Tages.

EPT Main Event Tag 1A

Rund 340 Spieler ergriffen am ersten Starttag die Chance darauf, den letzten großen Titel der Pokerszene zu gewinnen.

Der Schweizer Simon Boss ist bester deutschsprachiger Spieler auf Platz 9 mit 116.800 Chips. 

Davon konnten sich über 200 diese Chance erhalten. Am besten stehen die Aktien vorerst für Dmitry Ponomarev aus Russland.

Simon Boss
Der Schweizer Simon Boss ist nach Tag 1A der EPT Prag bester deutschsprachiger Spieler auf Platz 9.

Gleich hinter ihm liegt EPT Wien Gewinner Oleksii Koroshenin.

Überhaupt konnten die russischen Spieler einen erfolgreichen Tag feiern. Dazu unten mehr.

Thomas Muhlocker, Bernd Vogelhuber, Fabio Sperling und Marko Neumann kamen allesamt gut durch den Tag und befinden sich im vorderen Drittel des Chipcounts.

Marvin Rettenmaier, Sebastian Pauli und Dominik Nitsche haben dagegen leider keine Möglichkeit mehr, das Turnier zu gewinnen.Sie schieden schon vor dem Ende des ersten Tages aus.

Die Top Ten Chipcounts:

Name

Land

Chipcount

Dmitry Ponomarev

Russia

159.800

Oleksii Khoroshenin

Ukraine

150.500

Brian Altman

USA

150.300

Morten Christensen

Denmark

143.800

Petr Jelinek

Czech Republic

137.100

Igor Pihela

Estonia

131.500

Jean-Philippe Piquette

Canada

128.000

Kenny Kousgaard

Denmark

126.000

Simon Boss

Switzerland

116.500

Maxim Panyak

Russia

115.600

Super High Roller Event geht an Leonid Markin

Im EPT €50k Super High Roller Event ging es bei noch sieben verbliebenen Spielern um den Sieg.

Nach dem Ausscheiden des US-Amerikaners Brian Roberts dauerte es nicht lang, bis sich auch die beiden Russen Soshnikov, Troyanovski sowie der Finne Juha Helppi verabschiedeten.

Die verbliebenen drei Spieler lieferten sich ein verbissenes Gefecht, bevor Chidwick in die Asse von Leonid Markin lief und nach den beiden dritten Plätzen bei EPT Main Event und EUREKA Main Event des vergangenen Jahres wieder zwei anderen die ganz großen Kartoffeln überlassen musste.

Paul Newey zog in der letzten Hand des Turniers dann mit A 7 gegen A T von Markin den Kürzeren.

Damit konnte der bisher unauffällig gebliebene Russe Markin einen Siegerscheck von knapp €800k einfahren.

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Super High Roller Champion Leonid Markin; Photo: PS-Blog.
  • 1. Leonid Markin (RUS), €771.360
  • 2. Paul Newey (GB), €557.090
  • 3. Stephen Chidwick (GB) €355.070
  • 4. Juha Helppi (FIN) €269.360
  • 5. Ivan Soshnikov (RUS), €208.150
  • 6. Vladimir Troyanovskiy (RUS), €159.170
  • 7. Brian Roberts (USA)  €128.570

Ein Champion, ein Orbit

Olivier Busquet, Level 4 – Blinds 100/200/25, Average ca. 33.000 Chips

Olivier Busquet muss man eigentlich nicht weiter vorstellen. Er ist einer der renommiertesten Repräsentanten des Spiels, ein Experte unter den Kommentatoren und spielt daneben auch selbst seit Jahren auf höchstem Niveau.

Zuletzt gewann er in diesem Jahr den €50.000 Super High Roller Event der EPT Barcelona sowie den €2k High Roller Event der UKIPT in London.

Wir näherten uns seinem Tisch gegen Mitte des ersten Spieltags im Main Event der EPT Prag 2014, um zu beobachten, wie sich ein Meister wie er in dieser frühen Phase des Turniers verhält.

Als wir den Tisch erreichten, wechselte seine Position gerade in den Big Blind.

Und so spielte er die nächsten neun Hände.

1) Busquet im Big Blind: Stack ca. 30.000

Nach einem Raise aus mittlerer Position auf 400 bezahlte nur der Button. Busquet entschied sich dazu, den Big Blind zu verteidigen.

Der Flop 4 T 4 wurde durchgecheckt, aber auf dem Turn Q setzte der Spieler am Button und traf nicht auf Gegenwehr.

2) Small Blind

Ein Raise aus mittlerer Position, Busquet warf seine Hand ab.

3) Button

Wieder kann ein Raise aus mittlerer Position. Busquet bezahlte in Position am Button, und die Blinds gingen ebenfalls mit.

Auf dem Flop 5 5 7 kam aus mittlerer Position eine C-Bet in Höhe von 525. Busquet erhöhte auf knapp das dreifache und brachte damit sowohl die Blinds als auch den Aggressor zum Fold.

Olivier Busquets
Olivier Busquet.

4-6) Cut-off, Hijack, MP1

Busquet hielt sich aus diesen drei Spielrunden heraus.

7) MP2

Es wird zu Busquet gefoldet, der auf 500 erhöht. Nur der Big Blind geht mit.

Der Flop 5 T K wird von beiden Spielern gecheckt, aber auf dem Turn Q setzt der Big Blind von vorn und nimmt Busquet damit das Interesse daran, die Hand fortzusetzen.

8/9) UTG+1, UTG

Busquet sah keinen Grund, aus früher Position irgendein Risiko einzugehen und trennte sich schon vor dem Flop von seinen Karten.

In diesem Orbit spielte Busquet drei Hände, von denen er zwei verlor. Hört sich nicht besonders gut an, aber sehen wir uns an, was passiert ist.

In Hand Nr. 3 erhöhte der die C-Bet des ersten Raisers auf einem Flop, der unscheinbar aussieht, aber sowohl Trips als auch einen Flush Draw bringen können.

Hätte der Flop einen der Blinds getroffen, wäre dies nach Busquets Flop-Raise sehr schnell deutlich geworden. So aber zwang er drei Spieler gleichzeitig zu einem Fold.

Damit beendete Olivier Busquet diesen Orbit mit 725 Chips mehr als er zu Beginn hatte. Effizienz wie sie Profis auszeichnet.

Ungarn, Libanon und Griechenland auf dem Podest des Eureka Main Events

Daran kann man sehen, dass Poker eben kein Fußball ist. Wobei, Rehhagel und die Griechen, da war doch mal was…

Der €1100 Eureka Main Event war mit 1738 Spielern und damit 1,7 Millionen Euro Preispool der bisher größte seiner Art.

eureka final table prag 2014
Die letzten neun des Eureka Events. Mitte stehend: Balazs Botond.

Nach drei Tagen setzten sich Ballazs Botond (€280.000), Ayman Zbib (€163.000) und Athanasios Xenodochidis (€114.750) durch und kassierten die jeweils größten Summen ihrer Pokerkarrieren.

Auf Platz vier landete übrigens Jonas Mackoff aus Kanada, der am Battle of Malta teilgenommen hat und außerdem mit Maria Ho und Chris Moorman befreundet ist.

Mit ihm wird noch zu reden sein.

Das Endergebnis des Eureka Prag Main Event:

Platz

Name

Land

Preisgeld

1

Balazs Botond

Hungary

€206.948*

2

Ayman Zbib

Lebanon

€ 163.921*

3

Athanasios Xenodochidis

Greece

€ 186.881*

4

Jonas Mackoff

Canada

€ 81.100

5

Viktor Velikov

Bulgaria

€ 65.440

6

Atanas Malinov

Bulgaria

€ 52.050

7

Lucas Blanco

Spain

€ 39.500

8

Endre Sagstuen

Norway

€ 28.100

9

David Novak

Czech Republic

€ 22.200

*Deal der letzten Drei

Entscheidung des Tages

Auch in Prag haben wir uns wieder mit den Floormen zusammengesetzt. Head Floor Luca hat sich bereiterklärt, einige Situationen mit uns zu teilen, in denen seine Entscheidung gefragt war.

Es wird sowohl ganz eindeutige als auch sehr knifflige Beispiele geben, also schaut täglich bei uns herein und seht nach.

Wir beginnen mit einer Situation, die relativ einfach zu lösen war, aber so manchem schon aus seinen Homegames bekannt sein durfte, wo sich daran schon Streitgespräche entzündeten, Freundschaften zerbrachen oder Schlimmeres geschah.

In einem MTT Freeze-out wurde soeben der Spieler im Big Blind eliminiert. Der Spieler links von dem nun freien Platz setzt damit folgerichtig den Big Blind.

Der Button bewegt sich um einen Platz nach links. Jetzt sieht der Spieler UTG, dass sich rechts von ihm nur ein Spieler zwischen ihm und dem Button befindet.

Er schließt daraus fälschlicherweise, dass er selbst den Big Blind bezahlen muss und legt die entsprechenden Chips vor sich auf den Tisch.

Es wird bis zum Button gefoldet, der dann den UTG-Spieler auf seinen Fehler aufmerksam macht. Daraufhin versucht dieser, seinen Einsatz zurückzunehmen.

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Viele Tische, viele Entscheidungen.

Der Floorman wird gerufen.

Entscheidung: Obwohl der UTG-Spieler seinen Spielzug nicht annonciert hat, gilt dieser als Call. Es liegt in der Verantwortung des Spielers, darauf zu achten, in welcher Position er sich befindet.

Außerdem würde er sich durch die fortgeschrittene Aktion einen unfairen Vorteil verschaffen, da er nun zusätzliche Informationen über die Spielzüge der anderen Spieler am Tisch besitzt.

Der Spieler durfte also seine Chips nicht zurückzunehmen, und der Spieler am Button ist weiterhin an der Reihe.

€2200 Eureka High Roller Event

Im €2.200 EUREKA High Roller Turnier erreichten folgende Spieler den Final Table:

  • Ari Engel (USA)  539.000
  • Eugene Katchalov (UKR) 505.000
  • Owain Carey (USA)  1.960.000
  • Dan Shak (USA)  2.661.000
  • Dmitry Ivanov (RUS)  2.595.000
  • Benjamin Pollak (FRA) 700.000
  • Michael Aron (USA)  355.000
  • Lewis Salter (GB)  3.098.000
theo jorgensen
Theo Jörgensen verpasste den Finaltisch denkbar knapp.

Mit dem in den USA aufgewachsenen Ukrainer Eugene Katchalov ist noch ein PokerStars Team Pro mit von der Partie.

Ebenfalls noch dabei ist der amerikanische Geschäftsmann Dan Shak, der in letzter Zeit immer regelmäßiger auf den Turnieren der European Poker Tour auftaucht.

Bubble Boy am Finaltisch wurde mit Theo Jörgensen ein weiteres Mitglied des Team PokerStars.

Für Tag 1B wird traditionell ein weit größeres Feld erwartet, und der Main Event kann durchaus noch eine vierstellige Teilnehmerzahl erreichen.

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