EPT Madrid Tag 2 – Die verzögerte Bubble

5697074363022d5d5b2cz

Das Feld zieht um, Boris Becker taucht auf und verschwindet gleich wieder, fast alle Deutsche scheiden aus, und die Bubble platzt – oder doch nicht?

Aufgrund der Vielzahl an Side Events, die hier beim PokerStars EPT Finale gespielt werden, wurde das noch rund 300 Spieler zählende Feld heute auf zwei Räume aufgeteilt. In der Mitte des damit eröffneten, atmosphärisch sehr angenehmen Mandalay-Saal ist auch der Fernsehtisch aufgebaut worden, an dem lange Zeit u. A. Ben Wilinofsky zu sehen war (siehe unten).

Eines der Side Events ist übrigens der €5000er NLHE Event, für den Boris Becker extra nach Madrid gereist ist. Offenbar konnte er aus Zeitgründen nicht am Mein Event teilnehmen. Mit dabei sind aus Deutschland auch Thorsten Schäfer und Daniel Drescher. Abgesehen von einem kurzen Photoshooting war Becker allerdings im Turnierbereich nicht zu entdecken.

Kamera läuft … und Action!

Vielleicht hatte sein Erscheinen und Verschwinden ja mit dem Werbespot zu tun, den PokerStars an einem Tisch zwischen den laufenden Turnieren drehen ließ. Das Ergebnis gibt’s dann sicher bald im TV zu sehen. Dasselbe gilt wie angekündigt für den Finaltag. Ab 23 Uhr wird der Kampf der letzten vier Spieler in Europa – auch in Deutschland - und Nordamerika übertragen. PokerStars rechnet mit einer halben Million Zuschauer.

P1000804
Filmaufnahmen während der EPT Madrid.

Wahrscheinlich wäre es Becker aber sowieso nicht besser ergangen als den meisten deutschen Spielern heute. „Seat open“ hieß es heute überall, wo die Germanen auftauchten – und wieder verschwanden. Zu den ersten Opfern gehörten Michael Keiner und Sandra Naujoks, die einen Großteil ihrer Chips mit Assen verlor. Später erwischte es auch Florian Langmann, der nach seinem guten gestrigen heute einen miserablen Tag hatte.

Wenn’s gar nicht läuft … und tschüss

Fabian Quoss verabschiedete sich zur besten Kaffeezeit, und Tim Ulrich sollte man in nächster Zeit besser nicht auf das Thema Varianz ansprechen. Er verlor fast seinen gesamten Stack innerhalb von nur zwei Händen – beide pre-Flop all-in. Zunächst mit A-Q gegen K-Q (Flop K-Q-4) und direkt danach mit AA gegen KK (King on the river).

Dass Strassmann schließlich wenige Plätze vor der Bubble schließlich mit Königen gegen Ass-Dame von Victor Ramdin ausschied, passte irgendwie zum deutschen Tag.

Aber es gab auch gute Nachrichten: Tobias Reinkemeier war einmal mehr brandgefährlich und arbeitete bis zum Ende mit einem großen Stack. Michael Friedrich, bei dem es sich nicht, wie gestern fälschlich behauptet, um einen Deutschen handelt, sondern vielmehr um den Schweizer, der als „RichierichZH“ vor einiger Zeit die größte Sunday Million aller Zeiten gewann.

Alte Bekannte und bekannte Alte

Am meisten Aufsehen erregte heute der Auftritt von EPT-Berlin-Gewinner Ben Wilinofsky. Der Kanadier spielte einmal mehr furios auf und hatte schon nach der Hälfte des Tages über 400.000 Chips gesammelt. Damit lag er bereits 100.000 vor der zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierten Melanie Weisner. Später verlor er zwar einen großen Pot, hat sich aber in der Spitzengruppe weiterhin festgesetzt.

P1000810
Tobias Reinkemeier und seine zwei Wahrzeichen: Spiegelbrille und Chiptürme.

Comeback-Kid des Tages ist ausgerechnet der freundlicher Pokerrentner Pierre Neuville aus Brüssel. Nachdem er mit A-K gegen Asse gelaufen war fast aller Chips verloren hatte, saß er auf nur noch 12.000, was zu diesem Zeitpunkt nicht einmal 10 Big Blinds entsprach. Keine zwei Stunden später hatte er 150.000 Chips vor sich und lag damit leicht über Average.

Die Bubble plllll…

25 min vor Ende von Level 15, das heute das letzte sein sollte, erreichte das Turnier die Bubble. Das quälend langsame Hand-for-Hand-Spiel führte schließlich dazu, dass der Turniertag sogar länger dauerte als vorgesehen.

Zu allem Überfluss entschieden die Organisatoren auch noch, während der Bubble-Phase eine 15-minütige Pause einzulegen. Eine Maßnahme, die bei den Spielern auf wenig Verständnis stieß.

Über eineinhalb Stunden lang wurde Hand-for-Hand gespielt, bis schließlich der unglücklichste aller Teilnehmer des Grand Finals gefunden war. Pünktlich zur Geisterstunde - mit Buben gegen A-K. Sein Name: Damien Rony.

104 Spieler haben die Geldränge erreicht und damit mindestens €15.000 gewonnen, darunter noch vier aus dem deutschsprachigen Raum. Chipleader nach dem zweiten Tag ist der Norweger Ole Kristian Nergard, der aussieht, als dürfte er noch nicht einmal Mofa fahren. Man fragt sich, wie es ihm überhaupt gelungen ist, in das Casino hineinzukommen.

Busto: Z. B. Liv Boeree, David Vamplew, Lex Veldhuis, Roland de Wolfe, Carter Phillips, Andy Black, Ruben Visser, Arnaud Mattern, Humberto Brenes, Pieter de Korver, Marcel Luske, William Thorson.

Weitere Fotos auch auf unserer Facebook-Seite.


Holen Sie sich alle Nachrichten in Echtzeit auf Ihren Computer. Ob Poker, Sport oder Politik, mit der PokerZeit Toolbar haben Sie alle Meldungen auf einen Blick. Ganz einfach zu installieren.

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare