EPT Madrid 2. Halbzeit – Zweiter Platz für Torsten Brinkmann

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EPT Grand Final Sieger Ivan Freitez.

Im ersten (nicht)live übertragenen Finale der EPT setzt sich Ivan Freitez aus Venezuela letztlich durch. Mit Torsten Brinkmann holt zum dritten Mal in Folge ein Deutscher die Silbermedaille. Das zeigt sich auch bei den am Abend vergebenen EPT Awards.

Max Heinzelmann ist die Sensation der siebten PokerStars EPT Saison. Mit zwei aufeinanderfolgenden zweiten Plätzen in Berlin und in San Remo – neben der PCA die größten EPT-Events gelang dem Deutschen ein Husarenstreich.

EPT Awards

Dafür wurde er am Donnerstag Abend mit gleich zwei EPT Awards ausgezeichnet. Die Preise für den EPT Achievement oft he Year und der Players Choice Award gingen an den Heubacher, der sich für das Grand Final eine Auszeit genommen hatte und deshalb die Preise leider nicht persönlich entgegennehmen konnte.

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Doppelter EPT Awards Preisträger Max Heinzelmann.

Zeitgleich zu den EPT Awards spielten die letzten vier Spieler das Finale der EPT Madrid aus. Es war ein extrem spannendes Finale und damit ein Glücksgriff für die Fernsehübertragung. Aber der reihe nach.

Ass = the Nuts

An diesem Abend war keine Hand in der Lage, ein Ass zu schlagen. Zunächst musste der Russe Andrej Daniljuk den Tisch verlassen. Freitez hatte die ersten Hände ohne Gegenwehr gewonnen, bis Daniljuk mit Pocket Dreien entschied, dass es Zeit war, dem Venezolaner ein All-in entgegenzusetzen. Freitez hielt sein A-9 für gut genug und bezahlte.

Nicht zum ersten Mal war der River ein guter Freund von Freitez. Das Board verlief J-7-T-K …. A! Daniyluk blieb ein Kopfschütteln, Platz vier und €400.000.

Der Ungar Tamas Lendvai war der nächste, der versuchte, die Glückssträhne des Südamerikaners zu durchbrechen. Es sollte ihn noch schlimmer ergehen als Daniljuk.

Mit Pocket Neunen zog er in sein letztes Duell. Auf seine 3-Bet ging Freitez mit – kaum zu glauben  - A-9 all-in. Der Ungar war schnell zum Call bereite und musste mit Entsetzen mitverfolgen, wie der Flop einmal mehr ein Ass zeigte. Platz drei und €550.000 für den Ungarn.

Torsten Brinkmann, dessen Freundin derzeit in der Beinahe-Pokersendung  Das Pokerass im Fernsehen zu sehen ist - zeigte sich im Verlauf des Abends als der einzige Spieler, der ernsthaft in der Lage war, Freitez die Stirn zu bieten. Er ließ sich von den taktischen Spielchen des Venezolaners nie beeindrucken und schien bis zum Ende in der Lage, das Blatt noch einmal zu wenden.

Freitez ging mit einem Vorsprung von sagehaften 6:1 ins Heads-up, doch Brinkmann gelang ein glückliches Double-up. Nachdem er den ersten großen Pot verloren hatte, ging er mit A- 5 all-in, Freitez bezahlte selbstverständlich mit Pocket Damen, doch einmal mehr … ein Ass auf dem Flop.

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Der EPT Grand Final Siegerpokal.

Leider gelang es dem Deutschen danach nicht mehr, Freitez noch einmal gefährlich zu werden. Dabei sah es kurzfristig so aus, als könnte es doch noch einmal richtig spannend werden. Brinkmann ging mit A-K all-in, und Freitez bezahlte ohne Zögern mit T-9. Eine neun auf dem Flop besiegelte das Turnier, aber nicht Brinkamnns Schicksal, der €900.000 gewann. Freitez erhält für seinen Sieg €1,5 Mio.

Ohne Zweifel ist Freitez nicht der Traumsieger, sowohl was den Großteil der Zuschauer als auch der Mitspieler betrifft. Der Südamerikaner war mehrfach während des Turniers als Angle-Shooter aufgefallen.  Beispielsweise annoncierte er auf eine Bet am River „Raise“, setzte dann aber nur ausreichend Chips für einen Call.

Daraufhin blieb Turnierleiter Thomas Kremser keine andere Möglichkeit, als ein Min-Raise von Freitez zu erzwingen, der erklärte, er habe eigentlich nur callen wollen. Das Min-Raise von Freitez wurde natürlich von seinem Gegner bezahlt – wer wollte hier einen Fold auch nur in Erwägung ziehen. Freitez zeigte die Nuts.

Das war aber auch der einzige Schatten auf einem ansonsten spannenden und hochklassigen Finale.

EPT Awards zum Zweiten

Bei den EPT Awards blieb Max Heinzelmann der Einzige, der zwei Preise abräumen konnte. Sie wurden in dessen Abwesenheit von unserem geschätzten Kollegen Robin Scherr vom deutschen PokerStarsblog entgegengenommen.

Die erfolgreichste Nation der Saison wurden Jungs von der grünen Insel Irland, und den wichtigsten Preis –Spieler des Jahres, gewann Fernando Brito aus Portugal, der vor allem die High Roller Events dominiert und allein zwei davon gewann – in Barcelona und in Wien.

Damit endet die siebte PokerStars EPT Saison. Im August wird die achte Auflage mit er EPT im nördlichen Tallinn eröffnet.

Eine Pause kennt PokerStars dagegen nicht. Die Spring Championship of Online Poker ist bereits in vollem Gang. Bis zum 22. Mai werden $25 Mio. an Preispools garantiert, und Qualifier laufen online Tag und Nacht.

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