EPT Loutraki – Man spricht (viel) deutsch

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Zimnan Ziyard, frischgebackener Sieger der EPT Loutraki. Foto: Neil Stoddard.

Drei Deutsche und ein Österreicher machen den Finaltisch beinahe zu einer einseitigen Angelegenheit – wenn es da nicht einen Engländer gäbe, der garantiert ganz hinten im Telefonbuch steht.

Sam Trickett, Jake Cody, Sam Holden – Engländer haben einen großen Teil dieses Pokerjahres bestimmt. Bei der EPT aber gewannen mit Ronny Kaiser, Martin Schleich und Benny Spindler deutschsprachige Spieler drei der ersten vier Main Events der achten Saison (nicht zu vergessen Vladimir Geshkenbein beim Snowfest im März).

Am gestrigen Sonntag saßen mit Mario „Pokerccini“ Puccini, Hauke Heseding, Pierre Mothes und Florian Schleps drei Deutsche und ein Österreicher am Finaltisch, und es sah so aus, als könnten die deutschen Spieler nach dem WSOP-Sieg von Pius Heinz und dem Mannschaftstitel bei der IFP-WM auch an die Erfolge bei der PokerStars EPT Serie anknüpfen.

Tatsächlich war Hauke Heseding, der sich genau wie die anderen drei online für den Main Event qualifizieren konnte, ganz nah dran. Im Heads-up lag er zeitweise schon 3:1 vorn, aber dann reichte es dennoch nicht für den Titel.

Zimnan Ziyard aus dem englischen Eastbourne ergatterte schließlich den Sieg. Nach einem ausgezeichneten auf an Tag 4 war Ziyard als Chipleader gestartet und hatte den Tisch lange dominiert. Erst im Finale musste er eine Schwächephase überstehen, als er mit 2,8 Mio. Chips deutlich gegen die 7,2 Mio. von Heseding zurücklag.

Das Finale entwickelte sich zu einem echten Thriller. Insgesamt 13 Stunden wurde gespielt, davon fünf Stunden mit drei bzw. zwei Stunden mit zwei Spielern.

Die Chipstacks waren nach zwei Stunden Heads-up beinahe gleich. Nur um einen Big Blind übertraf Ziyards Stack den von Heseding.

In der letzten Hand traf Ziyard ein zweites Paar auf dem River. Heseding verscuhte, einen Flush zu repräsentieren, und sein All-in hätte Ziyard beinahe überzeugt, so überzeugend hatte Heseding am Finaltisch agiert.

Schließlich rang sich Ziyard zum Call durch, Heseding musste seinen Bluff zeigen, was den Engländer so überraschte, dass er ein paar Sekunden brauchte, um zu realisieren, dass er den Title tatsächlich gewonnen hatte.

Der EPT-Tross zieht nun wieder gen Norden und schlägt Anfang Dezember seine Zelte in Prag auf. PokerZeit wird live vor Ort sein und täglich berichten.

Final Table Payouts:

1. Zimnan Ziyard, GB, €347.000
2. Hauke Heseding, D, €221.800
3. John Taramas, GR, €134.400
4. Florian Schleps, AUT, €100.800
5. Pierre Mothes, D, €67.200
6. Andras Kovacs, UNG, €53.700
7. Charampalas, Kapernopoulos, GR, €40.300
8. Mario Puccini, D, €27.000

 

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