EPT London – Wie Champions spielen und Big Stacks aufgebaut werden

EPT London Tag 2
An Tag 2 geht es darum, Chips aufzubauen.

An Tag 2 des EPT London Main Event wurde das Feld von 370 auf 135 heftig dezimiert. Wir sagen euch, wie es den Deutschen erging, beobachteten, schauten einem EPT-Gewinner auf die Finger und erklären euch, warum Tag 2 für den weiteren Verlauf des Turniers so wichtig ist.

Eckdaten EPT London 2014

Spieler: 127 von 675

Buy-In: £4.250

Preispool: £2.619.000

Siegprämie: £499.700

Ein Italiener führt, Sebastian Pauli Zweiter

675 Spieler nahmen am Main Event der EPT London teil, davon kamen 377 zum zweiten Tag zurück. Geblieben sind nach diesem noch 135.

An Tag 2 wurde die Auszahlungsstruktur veröffentlicht. Der Sieger kassiert £499.700, und wer die letzten 95 Spieler erreicht, erhält mindestens £7750.

Der Gesamtpreispool beträgt £2.619.000. Der Siegerscheck fällt in dieser Ausgabe kleiner aus als in der letzten – als Robin Ylitalo rund £560.000 kassierte -, was hauptsächlich daran liegt, dass das Buy-in um 20% auf £4.250 reduziert worden ist.

Den größten Stack sollte am Abend Raffaele Sorrentino einpacken. Knapp eine halbe Million Chips bedeuten einen deutlichen Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Sebastian Pauli aus Deutschland.

Wie erging es den Deutschen?

Deutschland ist drittgräßte Nation bei der EPT London, dementsprechend viele unserer Vertreter waren noch im Rennen, Gleich zu Beginn erwischte es mit Ole Schemion und Dominik Nitsche zwei unserer Besten.

Später musste dann auch noch Marvin Rettenmaier seinen Platz räumen. mit dem wir uns anschließend über die Gründe für die Trennung von PartyPoker unterhalten haben.

Sehr gut lief es dagegen bei Artur Koren, der sich ebenfalls in die Top Ten spielen konnte, während der beste Team PokerStars Pro der Altmeister Johnny Lodden (285.400) aus Norwegen ist.

Ebenfalls gut mit dabei sind: Rainer Kempe, Sven Wendt, Jonas Lauck und Benny Spindler, sowie Jake Cody (269.400), Liv Boeree (230.300), Marc-André Ladouceur (201.400) und Mickey Petersen (141.900). Der Average liegt derzeit bei 150.000.

Sebastian Pauli
Bester Deutscher - Sebastian Pauli.

Die wichtigsten Chipcounts:

  • 1. Raffaele Sorrentino – 491.400 Chips
  • 2. Sebastian Pauli – 419.500
  • 3. David Cabrera – 418.500
  • 4. Jareth East – 395.000
  • 5. Sergio Aido – 357.700
  • 6. Simon Deadman – 345.900
  • 7. Artur Koren – 343.300
  • 8. Salman Behbehani – 334.900
  • 9. Alexander Trevallion – 334.500
  • 10. Anatoly Filatov – 318.400
  • 13. Rainer Kempe - 295.700
  • 26. Sven Wendt - 233.100
  • 29. Jonas Lauck - 224.000
  • 49. Nikolaus Teichert - 172.000
  • 50. Benny Spindler - 162.900
  • 52. Marko Neumann - 160.700
  • 87. Robert Haigh - 99.200
  • 91. Kai Herold - 91.000
  • 92. Jens Lakemaier - 90.000
  • 125. Hossein Ensan - 21.300

Tag 3 beginnt wieder um 12 Uhr mittags deutscher Zeit. Hier können Sie den deutschen Livestream verfolgen.

Ein Orbit, ein Champion

Wir nehmen in London die früheren EPT-Champions genauer unter die Lupe. Wie spielt eigentlich jemand, der schon mal einen Main Event der European Poker Tour gewonnen hat?

davidi kitai
Cool und geduldig - Davidi Kitai.

Exemplarisch beobachten wir einen von ihnen einen Button-Orbit lang, um sein Spiel zu beobachten.

An Tag 2 gesellten wir uns zu Davidi Kitai aus Belgien. Kitai gewann die EPT Berlin im Jahr 2012. Rechts von ihm sitzt Marius Pospiech, links von ihm Rupert Elder.

Wir befinden uns in Level 10, 500/1000/100 Blinds. Kitai sitzt im Big Blind

Hand 1, Big Blind: Aus mittlerer Position wird erhöht, alle Spieler inklusive Kitai folden.

Hand 2, Small Blind: Kitai limpt, nachdem zu ihm gefoldet wird. Elder erhöht auf 3000, und Kitai foldet.

Hand 3, Button: Raise aus dem Hijack, Kitai foldet.

Hand 4 und 5, Cut-off und Hijack: Kitai foldet.

Hand 6, MP2: Kitai erhöht auf 2200, Call vom Big Blind. Auf dem Flop 6 6 T checken beide Spieler.

Turn T, Kitai setzt 1800 und gewinnt den Pot.

Hand 7, MP1: Kitai erhöht auf 2200, Call vom Button und vom Big Blind. Auf dem Flop 8 T 2 setzt Kitai 2600, die nur der Button bezahlt.

Auf dem Turn K setzt Kitai 5700 und gewinnt den Pot.

Hand 8 und 9, UTG: Kitai foldet.

Insgesamt spielte der Belgier 2 von 9 Händen, was 22% entspricht. Er gewann beide Hände und konnte seinen Stack damit in dieser Runde aufbauen, ohne je in den Showdown zu müssen.

Natürlich bilden diese wenigen Hände keinen repräsentativen Querschnitt, aber sie zeigen doch, wie solide der Belgier spielt.

Diese Runde sah aus wie Poker aus dem Lehrbuch.

Big Stacks reloaded

An Tag 2, so sagt der Profi, geht es darum, sich eine gute Ausgangsbasis zu verschaffen. Entsprechend scharf wurde auch gespielt, und gerade gegen Ende des Spieltags verabschiedete sich noch eine Reihe von Shortstacks, die nicht mit einer Handvoll Chips zu Tag 3 antreten wollten.

Wie es aussieht, wenn die gute Basis vorhanden ist, sehen Sie unten. Ganz unten sehen sie, wie es aussieht, wenn man sich mit der Sortiererei noch nicht so auskennt.

Hat geübt - Pablo Gordillo


 

Hat geübt - Ilan Boujenah.


 

Hat nicht geübt - unbekannter Spieler.


 

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