EPT London - Toughes Main Event, Blain freut sich, Colman erschreckend

ept main event day 1b dark
Kurz vor dem Startschuss werden für die Spannung alle Lichter gelöscht...

Trotz WSOP APAC: Mehr Spieler als im letzten Jahr, Bustout in Rekordzeit, Koren bester Deutscher, Colman kommt spät und sorgt gleich für Schweißperlen.

Der zweite Starttag war der erwartet stark besetzte. Hier eine – eigentlich zu kurze – Auswahl von Spielern, die an Tag 1B die Tische bevölkerten:

Gaelle Baumann, Benny Spindler, Liv Boeree, Stephen Chidwick, Gaelle Baumann, Chris Moorman, Antoine Saout, Dominik Nitsche, Theo Jorgensen, Davidi Kitai, Dario Sammartino, Martin Staszko, Kevin MacPhee, Lucca Pagano, Marc-André Ladouceur, Fabrice Soulier, Olivier Busquet, Fabrice Soulier, Joao Nunes, Paul Newey, Rupert Elder, Dave Ulliott, Jennifer Shahade, Rocco Palumbo, Sofia Lövgren, Luca Moschitta, Ole Schemion, Felix Stephensen, Bertrand Grospellier, Ana Marquez.

Fügen Sie hier gerne Ihren Lieblingsspieler ein. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass sein Name auch in der Teilnehmerliste auftaucht.

Tatsächlich wuchs die Teilnehmerzahl – für uns zugegebenermaßen etwas überraschend – gegenüber dem Vorjahr an, obwohl momentan ja zeitgleich die WSOP APAC stattfindet.

Artur Koren
Artur Koren war gestern bester Deutscher.

Insgesamt fanden sich gestern 441 Spieler an den Tischen in den Grand Connaught Rooms ein. Zusammen mit den 224 von Tag 1A liegt die Teilnehmerzahl jetzt schon bei 668 (im Vorjahr waren es 604 Spieler).

Die Gesamtzahl der Spieler im Main Event wird erst nach Beginn des zweiten Spieltags feststehen, da man sich bei EPT Main Events bis zum Beginn von Tag 2 noch anmelden kann.

Den Tagessieg holte sich überraschend der Grieche Georgios Zisimopoulos mit 171.500. In der Gesamtwertung reicht das allerdings nur für Platz 2. Overall Chipleader nach den beiden Starttagen ist der starke Russe Anatoly Filatov.

Bester Deutscher war gestern Artur Koren auf Platz 9 mit 117.900 Chips. Der Gewinner des WCOOP Main Event Fedor Holz kam mit 88.500 Chips ebenfalls gut durch den Tag.

Poker ist kein Marathon, sondern ein Sprint

Wahrscheinlich kennen Sie den Spruch andersherum. Das gilt aber nicht für Robert Black, der als erster Spieler aus dem Main Event ausschied.

Spielzeit: sieben Minuten oder £607 pro Minute. Das sind ca. €773. Ein Cash-Game-Spieler würde da von einer eher suboptimalen Winrate sprechen.

Zu Blacks Verteidigung muss man allerdings sagen, dass er auf einem Board T 2 J K mit Q T seinen Royal Flush Draw einfach nicht loslassen konnte, und das kann sicher jeder Spieler nachvollziehen.

Dumm nur, dass sein Kontrahent mit A 5 das Out zum Royal und den Nut Flush hielt. Damit hatte Black nur ein Out oder 2,27% Gewinnchance. Zu wenig. Wiedersehen.

Dermot Blain
Dermot Blain - Vorfreude auf den Battle of Malta.

Dermot Blains Vorfreude

Der Ire Dermot Blain gehört zu den Hardcore-Reisenden auf der globalen Pokertour. Er ist so viel unterwegs, dass Jetlag so etwas wie ein Hobby geworden ist.

Derzeit befindet er sich in London, um bei der EPT mitzumischen, nachdem er vor ein paar Tagen noch auf der Isle of Man den dortigen UKIPT Event mitgespielt hat.

„Ich freue mich auf den Battle of Malta. Hoffentlich wird das Wetter dort schöner.“ (Haben wir erwähnt, dass es in London fast ununterbrochen regnet? Das gilt auch für die Isle of Man.)

Bei unserer Abreise am Samstag herrschten dort 27°, erklären wir bescheiden.

„Ich weiß“, sagt Dermot, „mein Vater macht dort gerade Urlaub und hat mir gestern am Telefon dasselbe erzählt. Und ich laufe hier mit dem Ding rum.“

Dabei zeigt er uns einen großen Regenschirm. Keine Sorge, Dermot, Anfang November ist immer noch mit über 20° zu rechnen.

„Ich kann’s kaum erwarten“, sagt Dermot. Wir auch nicht.

Das Comeback des Tages feierte Dominik Nitsche, der vor der Dinner Break schon auf fünf Big Blinds gefallen war, nach mehreren Double-ups den Tag aber mit etwas über Startinig Stack (31k) beenden konnte. Da ist noch alles drin.

Je später der Abend…

Zu den Spielern, die sich als letzte in die Spielerliste des EPT Main Events eintrugen, gehört das Poker-Wunderkind Daniel Colman. Man sollte meinen, dass der vor Tag vier gar nicht mehr anfängt in so einem Turnier.

Daniel Colman
Kommt, setzt sich und gewinnt - Dan Colman.

Colman setzte sich an den Tisch und gewann 14.000 Chips in der ersten Hand, knapp 50% des Startstacks, indem er einen Bluff entlarvte.

Pratik Ghatge hatte versucht, Colman mit Dame hoch von einem Board 4 A 5 - 7 - K zu verdrängen. Colman bezahlte mit A T.

Die anderen Spieler begannen sich verstohlen umzusehen. Einige sahen so aus, als suchten sie nach einem Fluchtweg.

Eins kurze Pause von den Online High Stakes erlaubt sich auch Viktor Blom. Da werden ein paar andere blutige Nasen aufatmen.

Allerdings kam Blom erst im vorletzten Level ins Turnier. Er konnte also schon drei Stunden später wieder am Rechner sitzen. Achten Sie auf unsere wöchentlichen High Stakes News!

Die wichtigsten Chipcounts: 

Name

Land

Chips

Anatoly Filatov

Russia

173.900

Georgios Zisimopoulos

Greece

171.500

Leo Nordin

Sweden

169.100

Nicolas Chouity

Lebanon

152.700

Bertrand “ElkY” Grospellier

France

147.900

Pablo Gordillo

Spain

145.000

Marco Caza

Canada

142.400

Jose Quintas

Portugal

141.100

Maximos Pertsinidis

Greece

128.600

Johnny Lodden

Norway

125.800

Alexander Trevallion

UK

125.100

Tom-Aksel Bedell

Norway

125.000

Hossein Ensan

Germany

124.900

Alfie Adam

UK

122.300

Christopher Swaminathan

Canada

121.600

Artur Koren

Germany

117.900

Jens Lakemeier

Germany

108.200

Sebastian Von Toperczer

Germany

89.000

Sven Wendt

Germany

88.800

Fedor Holz

Germany

88.500

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