EPT London - Visser gewinnt Main Event, Shakerchi bei den High Rollern

Ruben Visser
Ruben Visser, Gewinner der EPT London.

Die EPT London fand am Wochenende nach elf Tagen Pokeraction ihren krönenden Abschluss. Während sich Ruben Visser beim Main Event an einem sehr stark besetzten Final Table durchsetzte, siegte bei den High Roller mit Talal Shakerchi ein Außenseiter.

Christopher Frank wird Fünfter, Moorman und O’Dwyer enttäuschen

Es versprach ein sehr spannendes Finale beim Main Event der EPT London zu werden, denn die Besetzung des Finaltisch war mit Theo Jorgensen, Ruben Visser, Chris Moorman und Steve O'Dwyer äußerst hochklassig.

Zudem hatte es mit Christopher Frank auch ein Deutscher an den Final Table geschafft. Er lag zu Beginn auf Platz 4 und hatte damit noch alle Chancen auf den Titel.

Als Chipleader ging Steve O'Dwyer an den Final Table. Nachdem er im Vorjahr erst im Heads-Up gegen Benny Spindler  gescheitert war, gelang ihm das Kunststück, noch einmal den Finaltisch zu erreichen. Und dieses Mal wollte er mehr.

Die englischen Hoffnungen ruhten auf Online-Legende Chris „Moorman1“ Moorman. Allerdings startete er als Shortstack und ihm gelang es nicht mehr das Ruder herumzureißen. Er verlor einen Coinflip mit 7 7 gegen A K von Theo Jorgensen und musste sichtlich enttäuscht als Erster den Final Table wieder verlassen.

Nachdem es mit Tamer Kamel den letzten Briten auf Platz 7 erwischt hatte, war Christopher Frank an der Reihe. Nach Raise und Reraise pushte Ruben Visser mit 9 9 All-in und Christopher machte den Call mit A K.

Mantas Visockis
Mantas Visockis.

Das Board änderte nichts, und der Deutsche nahm Platz 6 für £112.000. Dennoch hat der erst 18-jährige ein grandioses Turnier gespielt, und man wird in Zukunft mit Sicherheit noch Einiges von ihm hören.

Steve O’Dwyer war als klarer Chipleader in den Finaltag gegangen, und nach seinem zweiten Platz im letzten Jahr zählte für ihn dieses Mal nur der Sieg. Doch es war einfach nicht sein Tag.

Zunächst verlor er einen großen Pot nach einem Coinflip gegen den Schweden Olof Haglund, und danach fiel er immer weiter zurück

 Schließlich war er short mit A 2 All-in und lief geradewegs in die Asse von Theo Jorgensen. Steve musste sich mit Platz 5 begnügen und hatte sich das sicherlich anders vorgestellt.

Visser gewinnt nach einem Deal der letzten drei Spieler

Als Theo Jorgensen auf Platz 4 für £183.000 die Segel streichen musste, begannen die Verhandlungen um einen Deal, und schlussendlich konnten sich die Spieler auch einigen.

Hier sind die genauen Zahlen des Deals:

  • Ruben Visser - £455.000
  • Olof Haglund - £427.564
  • Mantas Visockis - £377.436

Team PokerStars Pro Ruben Visser, der zu diesem Zeitpunkt Chipleader war, sicherte sich somit den größten Teil des Preisgelds. Die verbleibenden £140.000 und die Trophäe wurden noch ausgespielt.

Auf Platz 3 musste dann der Schwede Olof Haglund an die Rails und so standen sich der Niederländer Ruben Visser und der Litauer Mantas Visockis im Heads-Up gegenüber.

Theo Jorgensen ept london2
Theo Jörgensen.

Visser brachte eine mehr als 4 zu 1 Führung mit und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Zur entscheidenden Hand kam es als Visockis vor dem Flop seine verbleibenden Chips mit T T in die Mitte stellte.

Visser callte sofort und zeigte A Q. Bis zum River lag der Litauer vorne, doch dann drehte der Dealer eine Dame um und Ruben Visser stand als Sieger des Main Events der EPT London 2013 fest.

Das offizielle Endergebnis auf einen Blick:

  • 1. Ruben Visser, £595,000
  • 2. Mantas Visockis, £377,436
  • 3. Olof Haglund, £427,564
  • 4. Theo Jorgensen, £183,000
  • 5. Steve O'Dwyer, £146,000
  • 6. Christopher Frank, £112,000
  • 7. Tamer Kamel, £79,950
  • 8. Chris Moorman, £57,000

Nach seinem Triumph sagte Visser: „Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich war schon beim PCA vor zwei Jahren am Final Table und wurde damals nur Achter, was der enttäuschendste Tag in meiner ganzen Pokerkarriere war.

Heute bekam ich eine zweite Chance und die Möglichkeit zur Revanche. Es fühlt sich großartig an ein solches Turnier zu gewinnen, vor allem an einem so stark besetzten Final Table.“

Talal Shakerchi gewinnt das High Roller Event, Fabian Quoss wird Dritter

Das Lineup am Final Table des £10,000 High Roller Events konnte sich mit Faraz Jaka, Dimitar Danchev, JC Alvarado und Vicky Coren ebenfalls sehen lassen.

Auch hier war mit Fabian Quoss ein Deutscher im Finale dabei. Aber damit nicht genug: Er sollte es sogar unter die letzten Drei schaffen.

Talal Shakerchi
Talal Shakerchi.

Dann kam aber das Aus als er mit A 9 pushte und von Shakerchi mit K Q bezahlt wurde. Das Board brachte dem Briten die Straight und Quoss ging auf Platz 3 für £147.690.

Damit lag der Brite zu Beginn des Heads-Ups auch klar in Führung, aber sein Gegner war mit Faraz Jaka ein schwerer Brocken.

Doch dann ging alles ganz schnell. Schon in der zweiten Hand kam es zum All-in und es war ein Setup wie es im Buche steht. Jaka hielt A Q und Shakerchi drehte Pocket Queens um. Das Board blankte und die Briten durften über einen Heimsieg jubeln.

Das Endergebnis des High Roller Events:

  • 1. Talal Shakerchi, £436,330
  • 2. Faraz Jaka, £241,670
  • 3. Fabian Quoss, £147,690
  • 4. Paul Volpe, £107,410
  • 5. Gautam Sabharwal, £87,270
  • 6. Vicky Coren, £67,130
  • 7. JC Alvarado, £53,700
  • 8. Eric Sfez, £40,280
  • 9. Dimitar Danchev, £29,540

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