EPT Kopenhagen: Finne erobert Dänemark

Jens Kyllonen
Von 0 auf 1: Jens Kyllonen gewinnt den Titel.

Ein 19-jähriger, bisher unbekannter Finne überraschte die gesamte skandinavische Pokerwelt, als er am Samstag vollkommen überraschend den Titel der PokerStars EPT Kopenhagen gewann.

„Ich fühle mich hervorragend", sagte Jens Kyllonen nach dem eindrucksvollen Sieg. „Ich glaube, ich habe noch gar nicht realisiert, was ich hier geschafft habe. Es ist einfach toll."

Der Finaltisch war von typisch skandinavischem, aggressivem Poker geprägt, es sollte nur fünf Stunden dauern, bis alles vorbei war. Vorjahressieger Tim Vance hatte noch epische 14 Stunden für seinen Sieg benötigt.

Kurz nach 14 Uhr begann die letzte Show in Kopenhagen. Für Schlagzeilen hatte bis dahin vor allem Rasmus Nielsen gesorgt, der zum zweiten Mal hintereinander den Finaltisch erreichte.

Nachdem er aber bereits während des ersten gespielten Levels einen großen Pot gegen Anders Langset verloren hatte, schien der Däne schwer angeschlagen. Er erholte sich nicht mehr und musste sich bald darauf von seinem Traum eines EPT-Titels verabschieden.

Jonas Klausen, ebenfalls ein dänischer Spieler, war allerdings der erste, der den Final Table verlassen musste, ihm folgte mit dem Franzosen Eric Larcheveque der einzige Nicht-Skandinavier.

Nach Nielsens Ausscheiden auf Platz 6 musste Petter Petterson aus Schweden seinen Platz räumen. Dann begann der Aufstieg des bis dahin eher unauffälligen Finnen Kyllonen.

Zunächst gewann er einen Coin Flip gegen seinen Landsmann Jusi Nevanlinna nach einem zunächst eher loosen Call mit einem schwachen As. Dann, als Nevanlinna ausgeschieden war, gewann er einen zweiten Coin Flip gegen den Norweger Langset und übernahm damit den Chiplead.

„Ich hatte den Eindruck, etwas stärker zu sein als die anderen Spieler am Tisch, deshalb hielt ich die Pots klein und spielte sehr aggressiv", erklärte Kyllonen. „Ich gewann die entscheidenden Coin Flips und habe mich insgesamt ziemlich gut geschlagen."

Letztlich nahm Kyllonen auch den recht unerfahrenen Langset vom Tisch, der angeblich erst seit drei Wochen Poker spielt. Kyllonen brachte den Norweger dazu, all-in zu pushen, als er bereits drawing dead war.

Als das Heads-up begann, hatte Kyllonen doppelt so viele Chips wie Peter Hedlund, und es sollte nicht lange dauern, bis er das Turnier für sich entschied.

Mit einer Mütze mit der Aufschrift „Teenage Millionaire" auf dem Kopf schnappte Kyllonen sich die 6,5 Mio. dänische Kronen (€ 878.057), nachdem seine Pocket Buben nach etwa 25 Händen gegen A-J von Peter Hedlund hielten, der die Zuschauerschaft durch seinen Humor, nicht zuletzt aber auch durch eine Runde Freibier bei Laune gehalten hatte.

„Ich werde mit dem Geld eine Wohnung finanzieren", sagte Kyllonen. „Außerdem werde ich die anderen EPT-Turniere dieser Saison spielen."

 

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