EPT Kopenhagen – Eastgate ausgeschieden

Michael Tureniec
Chipleader Michael Tureniec aus Schweden.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Spieler erneut an. Schwedische Dreifachführung nach Tag 2. Zwei Deutsche mit guten Chancen. Peter Eastgate über seine Rückkehr und sein Ausscheiden.

Mit 449 Spielern erreichte die EPT Dänemark fast wieder die Spielerzahl von 2009 (462). Im Vergleich zu den 423 Teilnehmern des Vorjahres also ein leichter Anstieg. Die „Nordische Kombination“ hat ihren Reiz offenbar nicht verloren.

Der Preispool erreichte damit eine Größe von etwas über 15 Mio. Dänische Kronen (gut 2 Mio. Euro), und der Gewinner wird 2.450.000 DKK (€328.612) erhalten.

73 Spieler erreichten den dritten Tag, und inzwischen sind fast nur noch Skandinavier übrig geblieben. Den Chipcount führen gleich drei Schweden an: Michael Tureniec, Per Linde und Joel Nordkvist. Tureniec gewann erst im November das €2k Event der EPT Barcelona und war u. A. Titelträger der Amsterdam Master Classics of Poker 2008.

Die deutschen Hoffnungen ruhen auf Thorsten Schäfer und Florian Langmann, die sich zurzeit auf den Plätzen 6 und 15 der Chiptabelle wiederfinden.

Peter Eastgate feierte bei seiner Rückkehr in den Pokerzirkus einen durchwachsenen Einstand. Er schied gestern Abend um kurz nach 19 Uhr aus. Es war mit Michael Aron ausgerechnet ein Amerikaner und kein Skandinavier, der ihn vom Tisch nahm.

Peter Eastgate2
"Es hat sich nicht viel verändert."
Eastgate erlebte die Situation so:

„Ich eröffnete mit Pocket Damen aus UTG. Ein guter amerikanischer Spieler bezahlt aus mittlerer Position, und der Flop kommt 8-5-2 mit zwei Herz. Ich glaube, dass er hier setzen will und plane einen Checkraise. Er setzt tatsächlich, ich erhöhe, aber er 3-bettet. Ich gehe all-in und er bezahlt mit Pocket Fünfen. Ich finde keine Dame mehr auf dem Board und bin raus.“

Wäre der Bust-out vermeidbar gewesen?

„Es gab zwei andere Möglichkeiten, diese Hand zu spielen: Ich hätte auf dem Flop setzen können. Dann hätte er erhöht und ich wäre auch all-in gegangen. Oder ich limp-reraise pre-Flop, aber das gehört nicht zu meiner Spielstrategie.“

Wie fühlt es sich an, zum ersten Mal seit der EPT Monte Carlo wieder dabei zu sein?

„Es war eigentlich wie früher. Es hat sich nicht viel verändert. Das Spiel ist noch härter geworden, die Spieler noch besser. Ich bin etwas aus der Übung. Es hat Spaß gemacht, aber nachdem ich jetzt zwei Tage durchgespielt habe, bin ich ganz froh, morgen nicht spielen zu müssen – obwohl ich, wenn ich so überlege, natürlich lieber morgen gespielt hätte.“

Bist du mit dir selbst zufrieden?

„Na ja, besser bin ich nicht geworden. Ich habe ja praktisch überhaupt nicht gespielt.“

Interview: Nichlas Hindsberg

PokerZeit ist live vor Ort und berichtet auch in den nächsten Tagen direkt von der EPT Kopenhagen.

 

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