EPT Kiew - So lief das Turnier

Kyiv Champ
Maxim Lykow gewinnt das erste EPT Event der Saison.

Maxim Lykow hat das erste EPT-Turnier in der Ukraine gewonnen. Er setzte sich im Heads-up gegen Lokalmatador Alexander Dowschenko durch. Sechs von 15 deutschen Spielern kamen ins Geld, Thorsten Tent erreichte gar den Finaltisch.

Mit 296 Spielern war der erste Auftritt der EPT in Kiew zwar kein Riesenerfolg, aber auch nicht der Reinfall, den einige nach der kurzfristigen Verlegung des Events in die ukrainische Hauptstadt befürchtet hatten. Der Umzug aus Moskau war aufgrund der kürzlich inkraft getretenen Gesetzesänderung in Russland notwendig geworden.

Nachdem alle Casinos des Landes am 1. Juli geschlossen worden waren, schien eine korrekte Durchführung des Turniers nicht mehr gewährleistet. Allerdings war die veränderte Gesetzteslage schon seit weit übger einem Jahr bekannt, die Veranstalter müssen sich also die Frage gefallen lassen, warum der Veranstaltungsort erst so kurz vor dem Turnier gewechselt wurde.

Verständlich dagegen, dass die Side Events überschaubar blieben. Fast 80 Spieler hatten sich online für das ME qualifiziert, von ihnen waren wohl nicht allzu viele bereit oder in der Lage, weitere 2000 für das PLO oder 3000 Euro für das NL 6-max für zusätzliche Buy-ins zu bezahlen.

 

Profis und Einheimische

Ein Großteil der Teilnehmer stammte aus der Ukraine selbst und den angrenzenden Ländern. Insbesonderer aus Russland war eine Reihe von Spielern angereist. Zwar war es eines der kleinsten bisherigen Felder bei einem EPT-Turnier, aber es mangelte dennoch nicht an Qualität, denn PokerStars hatte sicherheitshalber einige Mitglieder seines Profi-Teams geschickt, darunter Luca Pagano, Dario Minieri, Katja Thater, Alexander Krawtschenko und Ivan Demidow. Gus Hansen war ebenso dabei wie das Online-Phänomen Shaun Deeb.

Keiner von ihnen erreichte den letzten Tag. Ganz anders einige der deutschen Teilnehmer. Immerhin vier von ihnen gelang der Sprung unter die letzten 20. Eigentlich wäre neben Torsten Tent auch Michael Meyburg zu den Teilnehemrn des Finaltischwers zu zählen, aber da dieser offiziell bei EPT-turniere erst bei acht Spielern beginnt und Meyburg als Neunter ausschied, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits alle verbliebenen Spieler an einem Tisch saßen, darf er sich dieses Prädikat leider nicht zuschreiben. Er verlor als Shortstack pre-Flop all-in mit Pocket Siebenen gegen A-T. Über dreieinhalb Stunden hatte es gedauert, bis es scvhließlich zur letzten Eliminierung des Abends kam.

Kurz zuvor hatte Torsten Tent, der bis dahin ständig zu den Führenden im Chipcount zählte, einen Großteil seines Stacks in einer Schlüsselhand gegen den späteren Sieger Lykow verloren:  Tent erhöhte pre-Flop auf 65k und Lykow bezahlte. Auf dem Flop 5-8-T rainbow setzte Lykow 140.000, auf dem Turn Kx 232.000, und auf dem River Ax schließlich 656.000. Tent bezahlte jede Bet mit ruhiger Hand, denn mit seinen Pocket Achten hatte er ja schließlich ein Set gefloppt. Lykow deckte schließlich Q-Joff auf und hatte Runner-Runner die Straight bekommen. Tent konnte sich von diesem Rückschlag nicht mehr erholen und wurde am Ende Siebter.

Das Finale wurde schließlich eine rein osteuropäische Angelegenheit. Und eine ziemlich kurze dazu. Nachdem Shortstack Simonyan mit Q-8 an Dotschenkos T-T gescheitert war, dauerte es nur eine halbe Stunde Spielzeit, bis Lykow und Tolokonnikow sich entschlossen, mit A-J vs. 7-7 um den bis dahin größten Pot zu spielen. Ein As auf dem Turn bracht Kolonnikow den dritten Platz und €140.000, Lykow aber die deutliche Chipführung ein.

Der Turn war es auch, der Lykow eine Dreiviertelstunde später den Sieg brachte. Dowschenko lag mit J-T auf dem Flop J-4-7 weit vorne gegen Lykows magere 9-4. Eine weitere 4 Auf dem Turn änderte die Sachlage jedoch dramatisch, denn Dowschenko hielt dies fälschlich ebenfalls für eine gute Karte und ging all-in. Das war's. Ein As auf dem River, das niemandem etwas nützte, beendete das erste PokerStars EPT Main Event auf ukrainischem Boden. Der 21-jährige Lykow gewinnt den Titel und €330.000, Dowschenko bleiben immerhin €220.000.

Lykow legte im Gewinnerinterview Wert auf die nicht nur geografische Näöhe der Ukraine zu Russland: "Ich bin sehr stolz auf

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare