EPT Grand Final – Drei Deutsche im Finale

EPT Grandf final 2014 finale table 9 players

Einen wirklich kurzen Arbeitstag hatten heute die Spieler beim Main Event des EPT Grand Final in Monte Carlo. Bereits nach weniger als fünf Stunden standen die acht Teilnehmer fest, die morgen den neuen Champion und Nachfolger von Steve O’Dwyer ermitteln werden. Erfreulich aus deutscher Sicht – gleich drei unserer Spieler erreichten das Finale!

Kurzer und schmerzloser Bustout zu Beginn

Die Struktur hatte es schon erahnen lassen, doch dass es so schnell ging mit der Zusammensetzung des Finales, hätte wohl kaum jemand vermutet.

Schon nach zwanzig Minuten erwischte es mit Steven „zugwat“ Silverman den renommiertesten Spieler im Feld, der allerdings als einer der Shortstacks angetreten war.

Ihm folgte mit Matias Ruzzi ein Leidensgenosse, und dann überraschend einer der großen Stacks.

Seltsames Aus für Nikolaev

In einem regelrechten Monster-Pot zwischen Nikita Nikolaev und Mayu Roca ging der Kolumbianer per 5-Bet auf dem Button All-In und bekam von Nikolaev den Call.

Der Russe zeigte 10 10 und war gegen die Q Q seines Kontrahenten schon auf dem Turn mit 6 7 K Q uneinholbar geschlagen.

Ein erstaunlicher Call, der den Russen aus dem Turnier beförderte und den Kolumbianer zum Chipleader machte.

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Vasili Firsau (stehend) wurde Zehnter - zum zweiten Mal nacheinander!

Unfassbare Duplizität

Der Weißrusse Vasili Firsau hatte vor Monte Carlo als bestes EPT-Resultat einen zehnten Platz aus dem Vorjahr am selben Ort vorzuweisen.

In diesem Jahr wiederholte er dieses Ergebnis tatsächlich und produzierte damit ein seltenes Kunststück. Er versuchte es gegen den Button-Raise von Jack Salter mit einem Reshove aus dem Big Blind, doch es folgte eine unliebsame Überraschung.

Salter callte und lag mit J J gegen Firsaus A 10 vorn. Das Board brachte nur Blanks und der Weißrusse bekam mit €83.200 etwas mehr Preisgeld als im Vorjahr. 

Alle Deutschen kommen durch

Der inoffizielle Finaltisch der letzten neun Spieler war damit erreicht, doch musste noch ein Kopf rollen, bis das achtköpfige Finale von morgen feststand. Aus deutscher Sicht hatte vor allem Malte Mönnig im Laufe des Tages Probleme bekommen.

Er rannte in einer Blindbattle mit A 10 direkt in die Könige des Schweden Magnus Karlsson und verlor dabei zwei Drittel seines Stacks. Zum Glück konnte er später verdoppeln und sich wieder etwas mehr Luft verschaffen.

Am Ende des Tages waren es immerhin 1,1 Millionen Chips, nachdem sein Stack zwischenzeitlich bereits auf 440.000 geschrumpft war.

Ebenfalls durch den Tag schaffte es Sebastian Bredthauer, der seine unglaubliche Erfolgsgeschichte damit fortsetzen konnte.

sebastian von toperczer
Sebastian von Toperczer startet als bester Deutscher ins Finale.

Er hatte 100 FPPs auf PokerStars investiert, um sich für das Main Event zu qualifizieren, jetzt hat er schon €128.800 sicher. Dass er vor dem Finale auf dem letzten Platz liegt, wird ihm gewiss ziemlich egal sein.

Außerdem noch dabei ist Sebastian von Toperczer, der auf Platz 6 im Chipcount liegt. Er versuchte heute viel, baute aber wie Mönnig im Verlauf des Tages ab.

Erreicht hatten die drei das Finale, als Martins Seilis mit großem Pech ausschied. Der Lette unterlag mit A Q gegen den geriverten Flush von Jack Salter mit A J und sorgte für das Ende des Tages. Gleichzeitig übernahm Salter durch diese Hand die Führung.

Hier der Stand vor dem Finale: 

1

Jack Salter

Großbritannien

5.170.000

2

Mayu Roca

Kolumbien

4.625.000

3

Magnus Karlsson

Schweden

2.595.000

4

Antonio Buonanno

Italien

2.065.000

5

Kenny Hicks

USA

1.875.000

6

Sebastian von Toperczer

Deutschland

1.240.000

7

Malte Mönnig

Deutschland

1.150.000

8

Sebastian Bredthauer

Deutschland

755.000

 

€25.500 High Roller Event

Der letzte High Roller Event der Saison erzielte noch einmal einen Spielerrekord. 159 Spieler plus 55 Re-Entrys bedeuteten insgesamt 214 Entrys und einen Preispool von €5.234.000.

31 Spieler erreichten die Geldränge und kassierten mindestens €46.150. Wer aber mit einem zweiten Buy-in dabei war, musste auf jeden Fall Platz 27 erreichen, um die Gewinnzone zu erreichen, denn der wurde mit €51.400 vergütet.

Zu den Spielern, die sich eine zweite Ladung Chips gönnten, gehörten u. A. Max Altergott, Christoph Vogelsang, Fabian Quoss, Antonio Esfandiari, David Peters, Mohsin Charania und Griffin Benger.

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Griffin Benger - definitiv -EV.

Dabei gelang Benger das Kunststück, seinen kompletten Stack in der ersten Hand des Spieltags zu verlieren.

In den Minuten vor Spielbeginn hatte er noch mit Martin Finger über dessen aggressiven Stil diskutiert, dann erhielt Benger in der ersten Hand Pocket Achten und fühlte sich damit ziemlich stark gegen Fingers Range.

Der aber hielt Pocket Damen und nahm dem Kanadier alle Chips auf einmal ab.

Ebenfalls schon früh mussten die Segel streichen: Erik Seidel, Bertrand Grospellier, Justin Bonomo, Niall Farrell, Daniel Negreanu, Viktor Blom, Igor Kurganov,

Für die letzten Neun gestaltet sich der Auszahlungsrahmen folgendermaßen:


  • 1. €1.105.000
  • 2. €746.600
  • 3. €526.400
  • 4. €426.800
  • 5. €337.650
  • 6. €256.400
  • 7. €187.200
  • 8. €136.900
  • 9. €113.250

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