EPT Grand Final – Die Entscheidung naht

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Die letzten drei Tische im Main Event.

Das große Saisonfinale der European Poker Tour in Monte Carlo ist auf die Zielgerade eingebogen. Beim Main Event qualifizierten sich 17 Spieler für den vorletzten Turniertag, gleichzeitig begann das glänzend besetzte Highroller-Turnier, das ebenfalls am kommenden Freitag entschieden wird.

Drei Deutsche beim Main Event raus …

Mit sechs von 41 Spielern war Deutschland am vierten Turniertag beim Main Event noch gut vertreten, und immerhin schafften drei von ihnen den Sprung in Tag 5.

Etwas überraschend verabschieden musste sich Hendrik Latz, der den Vortag noch unter den Top Ten beendet hatte.

Er kam nie in Tritt und verlor seine letzten Chips recht profan mit KJ gegen AQ. Ebenfalls nicht mehr dabei sind Christoph Vogelsang (Platz 25) und Heinz Kamutzki (Platz 23).

Vogelsang verlor seine letzte Munition reichlich unglücklich mit AQ gegen QJ, als der Gegner direkt die Nut Straight floppte, und Kamutzki scheiterte mit Two Pair an einem gegnerischen Set.

… und noch drei Deutsche dabei

Somit bleiben als deutsche Hoffnungen die beiden Chipleader des Vortags, Malte Mönnig und Sebastian von Toperczer, sowie der Überraschungsmann Sebastian Bredthauer.

Mit 241.000 war Bredthauer als Shortstack in den Tag gerutscht, doch dann gelang ihm zunächst praktisch alles.

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Sebastian Bredthauer.

Sinnbildlich für seinen zwischenzeitlichen Lauf stand eine Hand, in der er mit Q J auf einem Board mit 10 9 7 7 K die Straight riverte und den gegnerischen Bluff mit 8 4 souverän entlarvte.

Am Ende baute Bredthauer zwar noch etwas ab, als Qualifikant mit 100FPP darf er in seinem ersten Live-Turnier aber hochzufrieden sein.

Mit über einer Million liegt er immer noch aussichtsreich im Rennen.

Malte Mönnig und Sebastian von Toperczer machten zunächst da weiter, wo sie am Vortag aufgehört hatten, und lösten sich gegenseitig als Chipleader ab.

Am Ende jedoch büßten beide ein wenig Boden ein, behielten mit 1,45 bzw. 1,456 Millionen Chips aber vitale Stacks, um morgen mit allen Chancen in die Vorschlussrunde zu gehen.

Kenny Hicks, von Zero to Hero

So kann es im Turnierpoker gehen. Bei noch 18 Spielern landete Kenny Hicks mit Buben gegen Conor Shellys Könige im All-In und stand kurz davor, totaler Shortstack zu werden, doch dann traf er das Set und nahm seinen kanadischen Gegner vom Tisch.

Ab dieser Hand dominierte er den Tisch nach Belieben und machte noch einmal fast 900.000 Chips gut.

Am Ende kam so der überlegene Chiplead heraus. Mit 17 Spielern geht es somit in den vorletzten Tag.

Der Stand nach Tag 4 beim Main Event:


1

Kenny Hicks

2.499.000

2

Martins Seilins

1.767.000

3

Jack Salter

1.750.000

4

Antonio Buonanno

1.623.000

5

Mayu Roca

1.500.000

6

Sebastian von Toperczer

1.456.000

7

Malte Mönning

1.450.000

8

Nikita Nikolaev

1.083.000

9

Sebastian Bredthauer

1.065.000

10

Vasili Firsau

1.002.000

11

Magnus Karlsson

861.000

12

Mark Teltscher

802.000

13

Ivan Soshnikov

731.000

14

Nicolas Petrangelo

540.000

15

Miroslav Alilovic

500.000

16

Steven Silverman

436.000

17

Matias Ruzzi

402.000

 

185 Spieler bei den Highrollern

Früher waren die Highroller-Turniere noch exklusive Veranstaltungen, heute kann man sie schon fast als „Massenevents“ bezeichnen.

185 Buy-Ins gab es schon deutlich vor Spielschluss am ersten Tag, und da bis zu Beginn von Tag 2 noch Registrierungen möglich sind, ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Mit von der Partie ist natürlich alles, was Rang und Namen hat und nicht mehr im Main Event sitzt.

Beispielhaft seien genannt Daniel Negreanu, Antonio Esfandiari, Scott Seiver, Viktor Blom, ElkY, Rui Cao und aus der deutschen Riege Max Altergott, Philipp Gruissem, Benny Spindler, Ole Schemion, Martin Finger und Tobias Reinkemeier.

johannes strassmann
Sorgt wieder für Aufsehen - Johannes Strassmann.

Achtung, anschnallen

Finger und Reinkemeier lieferten sich ein spezielles Duell, das man so gewiss nicht alle Tage sieht. Die Action bis zum Turn ist nicht bekannt, aber auf einem Board mit 5 6 4 K setzte Finger 21.500 und callte nach kurzem Zögern das All-In von Reinkemeier.

Der präsentierte mit Q 3 einen Semi-Bluff, aber Fingers A 10 waren mindestens ebenso erstaunlich. Der River brachte das A und Reinkemeier musste seinen Stuhl verlassen.

Skurriles Theater

Auch die skurrilste Szene des Tages entstammt dem Highroller-Turnier. Johannes Strassmann und Max Altergott hatten eine Hand ab dem Flop durchgecheckt, und der River zeigte letztlich mit 3 4 8 10 Q fünf Kreuz-Karten.

Altergott checkte und Strassmann tat ihm dies nach. Als Big Blind musste Altergott seine Q J, mit denen er das Board spielte, erst aufdecken, doch dann passierte etwas Seltsames.

Strassmann muckte seine Hand, bemerkte seinen Fehler und versuchte die Karten zurückzuholen, doch alles zu spät – der Pot ging komplett an seinen Landsmann.

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