EPT Grand Final – Der Tag der Deutschen

malte mönning
Malte Mönning.

Am dritten Turniertag des Main Event des EPT Grand Final in Monte Carlo platzte die Bubble und 95 Spieler durften sich zunächst über das Erreichen des Preisgeldes freuen. Von den 13 Deutschen, die Tag 3 in Angriff nahmen, konnten sich vor allem zwei stark in Szene setzen. Alles Wissenswerte zum Turniertag hier in unserer Zusammenfassung.

Kein Happy End für Jonathan Odogwu

Mit einem FPP-Freeroll qualifizierte sich der Brite Jonathan Odogwu für das Main Event und sorgte lange für Furore. Als reiner Amateur schaffte er es gegen die versammelte Weltelite in den dritten Turniertag und eroberte mit seiner speziellen Art die Sympathien der anwesenden Journalisten.

Mit seinem recht kleinen Stack hatte er bei der heutigen Auslosung allerdings Pech, denn er wurde an denselben Tisch gelost wie Chipleader Vladimir Troyanovskiy. Der Russe raiste fast in jeder Hand und nahm Odogwu so die Chance, günstig All-In zu gehen.

Letztlich pushte er nach einem weiteren Raise von Troyanovskiy seine letzten 30.000 mit Q J, schied aber nach dem Call des Russen mit A 9 aus, da das Board nur Blanks brachte.

A chip and a chair

Die verrückteste Geschichte des Tages lieferte zweifellos Johannes Strassmann. Der ehemalige PokerStars Pro rasselte im falschen Moment mit dem Argentinier Matias Ruzzi zusammen und verlor mit Buben gegen Könige seinen gesamten Stack. Fast.

Nach der Hand blieb ihm tatsächlich nur noch ein Ante im Wert von 1.000 Turnierchips übrig. In der folgenden Hand war er damit Zwangs-All-In und trat mit K 8 gegen Simon Deadmans 10 9 an. Bis zum Turn mit Q 5 10 8 sah alles nach dem Aus für Strassman aus, doch dann „rettete“ ihn der K.

In der Folge gelang es ihm ganz im Stile von Jack Straus seinen Stack wieder auf 100.000 auszubauen. Dann verlor er wieder einige Chips, ehe er Pocket Neunen bekam und damit zwei All-Ins overcallte. Ein Spieler hielt A 10, der andere A K und bis zum River sah auf einem Board mit 3 8 5 2# alles gut aus, doch dann brachte die 4 das Wheel für die Gegner.

Prominente Ausfälle

Ein langer Turniertag mit fünf Levels á 90 Minuten fordert zwangsläufig seine Opfer, und an prominenten Spielern zählten dazu unter anderem Johnny Lodden, Sam Trickett, Nick Maimone und Talal Shakerchi und aus deutschsprachiger Sicht leider auch Oliver Bösch, Philipp Gruissem, Igor Kurganov und Anthony Ghamrawi.

johannes strassmann
A chip and a chair - Johannes Strassmann.

In einer der letzten Hände des Tages erwischte es dann auch noch den Spieler des Jahres der European Poker Tour.

Ole Schemion hatte zwischenzeitlich sogar an der Chiplead geschnuppert, doch dann baute er immer weiter ab und verlor am Ende einen Coinflip mit K Q gegen 7 7 des Letten Martins Seilis.

Chiplead für Malte Mönning

Bereits gestern hatte Malte Mönning einen sehr guten Tag erwischt, heute konnte er sogar noch einen obendrauf setzen.

Mit 387.000 war er als Fünfter in den Tag gegangen, danach gelang ihm fast alles. Symptomatisch eine Hand, in der er tatsächlich einmal Pech zu haben schien.

Mit A Q trat er zum All-In gegen Mihails Morozovs an und bis zum Turn verlief auf einem Board mit A 5 4 alles normal. Dann jedoch änderte der J auf dem Turn vieles, ehe die Q wieder alles gerade rückte und Mönning auch diesen Spieler vom Tisch genommen hatte. Am Ende tütete er 1,15 Millionen Chips ein und übernachtete als Chipleader.

Als Vierter in den Tag gegangen war Sebastian von Toperczer und auch er konnte sich noch steigern. Er baute seinen Stack kontinuierlich aus und machte dann gegen Marcello Marigliano einen guten Call.

Auf dem Turn mit 3 9 J 2 schob der Italiener seine restlichen Chips in die Mitte, doch der Deutsche roch den Braten und zahlte mit 9 8 und Middle Pair. Der River brachte mit dem K keine unliebsame Überraschung und der fette Pot ging an Toperczer. Am Ende belegte er sogar Platz 2 im Chipcount.

Neben den beiden Überfliegern erreichten auch Heinz Kamutzki, Christoph Vogelsang und Sebastian Bredthauer den vierten Turniertag.

Insgesamt gelang dies 40 Spielern, die auf jeden Fall €24.400 sicher haben.

Chip Top Ten:

  • 1. Malte Mönning, 1.150.000
  • 2. Sebastian von Toperczer, 996.000
  • 3. Eros Nastasi, 995.000
  • 4. Mayu Roca, 946.000
  • 5. Nicholas Petrangelo, 840.000
  • 6. Scott Clements, 797.000
  • 7. Matias Ruzzi, 746.000
  • 8. Kenny Hicks, 738.000
  • 9. Miroslav Alilovic, 700.000
  • 10. Hendrik Latz, 680.000

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