EPT Grand Final – Neunstündiges Heads-Up zum Abschluss

Antonio Buonanno Neil Stoddart

Mit drei Deutschen und einem Finale der Außenseiter im Main Event endete heute das EPT Grand Final in Monte Carlo. Nach einer Woche mit vollen Spielsälen und einem unfassbaren Heads-Up gegen Jack Salter aus Großbritannien trug Antonio Buonanno den Sieg davon. Die wichtigsten Ereignisse des Finaltags gibt es hier in unserer Zusammenfassung.

Ende des Traums für Sebastian Bredthauer

Eine der großen Geschichten dieses Main Events war zweifellos der Hamburger Student Sebastian Bredthauer. Mit 100 FPPs (umgerechnet ca. $1,60) Einsatz hatte er sich für Monte Carlo qualifiziert und dann wollte seine Reise einfach kein Ende mehr nehmen. Erst schaffte er es ins Preisgeld, dann kletterte er Stufe um Stufe nach oben und schließlich landete er sogar am Finaltisch.

Dort kam das Ende allerdings recht kurz und schmerzlos. Ein paar Chips hatte er schon abgespielt, als er mit A 8 gegen Jack Salters Raise aus dem Cut-Off reshovte, damit aber geradewegs in A K rannte. Das Board brachte 6 9 5 6 10 und Bredthauer unglaublicher Lauf war vorbei. Mit €128.000 Preisgeld war er aber überglücklich.

Erst Hicks, dann von Toperczer

Kenny Hicks stand im Verlauf des Turniers schon einmal mit Buben gegen Könige vor dem Aus, dann war er zwischenzeitlich Chipleader und am Ende reichte es in einem klassischen Coinflip für Platz 7. Mit A K trat er gegen Antonio Buonannos 10 10 an, aber das Board brachte nur Blanks und er musste seinen Stuhl räumen.

Weniger später hatte es auch den zweiten Deutschen erwischt. Für Sebastian von Toperczer war am Finaltisch wenig zusammengelaufen und auch in seiner letzten Hand hatte er keine Fortune. Mit 7 7 callte er im Big Blind das All-In von Malte Mönnig, doch statt der erhofften Overcards hatte er es mit Pocket Zehnen zu tun. Das Board bot keine Überraschungen, und Toperczer verabschiedete sich mit €258.300 Preisgeld. 

Hand des Tages

Richtig viele spektakuläre Hände gab es am Finaltisch zweifellos nicht zu bestaunen, aber eine heftige Konfrontation hatte er doch zu bieten. Erst schob Magnus Karlsson von vorne All-In, dann overpushte Malte Mönnig und schließlich callte der Kolumbianer Mayu Roca auch noch.

Der Südamerikaner lag richtig, denn gegen Mönnigs Achten und Karlssons Dreien sah es für ihn sogar noch weit besser als erwartet aus. Eine Acht auf dem Flop bescherte Mönnig aber das Set und zwei Karten später die Verdreifachung seines Stacks.

Erst Bad Beat, dann raus

Hätte Roca diese Hand gewonnen, wäre er klarer Chipleader gewesen, so aber musste er sich mit einem kleinen Stack herumschlagen. Aber nicht lange, denn mit 5 5 brachte er den Rest seiner Chips unter, doch gegen Salters Damen war kein Kraut gewachsen.

EPT Grand Final Table
Das Finale endete im längsten Heads-up der EPT-Geschichte.

Nach einer überzeugenden Vorstellung und Pech zur Unzeit landete der Kolumbianer auf Platz 4 und kassierte €419.000.

Letzter Deutscher raus

Als Schlusslichter des Leaderboards waren die deutschen Spieler in den Schlusstag gegangen, und immerhin einer konnte noch ein paar Plätze gutmachen. Auf Platz 3 war dann aber auch für Malte Mönnig Schluss. Nachdem Antonio Buonannon einen Deal abgelehnt hatte, wurde er zur Nemesis für den 27-jährigen aus Köln. Mit A 5 brachte Mönnig die 4-Bet zum All-In, doch Buonanno hatte mit A K zur falschen Zeit die falsche Hand und callte natürlich. Das Board kannte dieses Mal keine Gnade, und Mönnig verabschiedete sich auf Platz 3.

Buonanno ringt Salter nieder

Was sich nach diesem eher normalen Geschehen ereignete, wird definitiv in die EPT-Geschichte eingehen. Zunächst kam nach einer harten Turnierwoche kein Deal zustande, weil sich Martin Finger und Ami Barer bei Salter einkauften und damit dessen Risiko senkten, weiterzuspielen. Offensichtlich sahen sie den Briten klar im Vorteil, unterschätzten aber womöglich den Kampfgeist und die Ausdauer Buonannos.

In der Folge entspann sich ein zähes Ringen, das Salter meist im Vorteil sah, aber einfach kein Ende zu nehmen schien,

Einmal zumindest sah es aber so aus, als wäre der Italiener – übrigens der einzige Finalist, der sich direkt einkaufte – geschlagen. Bei seinem All-In mit K 2 gegen Salters A 9 traf er auf dem Turn jedoch die Zwei und konnte verdoppeln.

Ständig mit dem Rücken zur Wand kämpfte sich der Italiener immer wieder zurück, bis sein Gegner irgendwann mit den Nerven und schließlich auch mit den Chips am Ende war. In der letzten Hand der zehnten EPT-Saison pushte Salter mit K 7 und bekam von Buonanno den Call mit A 4. Das Board brachte mit J 9 2 Q 3 nur Blanks und damit den Titel  und 1,24 Millionen Euro für den Italiener.

Endstand Main EPT Grand Final Monte Carlo


1

Antonio Buonanno

€1.240.000

2

Jack Salter

€765.000

3

Malte Mönnig

€547.000

4

Mayu Roca

€419.000

5

Magnus Karlsson

€332.000

6

Sebastian von Toperczer

€258.300

7

Kenny Hicks

€188.500

8

Sebastian Bredthauer

€128.800

 

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