EPT Grand Final Monte Carlo – Ein wirklich großes Finale

main event day1b
Komplett gefüllter Turniersaal an Tag 1B.

Aufatmen bei der EPT. Nach dem enttäuschenden Festival in San Remo setzt das Saisonfinale wenige Tage später wieder Maßstäbe. Mit bislang 641 Spielern, davon 427 an Tag 1B liegt die Beteiligung deutlich über dem Vorjahr und zeigt damit einen positiven Trend.

Stars en masse

Vor Ort war gestern und heute tatsächlich alles, was in der internationalen Pokerszene Rang und Namen hat.

Die Stardichte war gar so hoch, dass in der Tiefe des Spielsaals die skandinavischen Top-Spieler Viktor Blom, Johnny Lodden und Anette Obrestad einträchtig nebeneinander am Tisch saßen.

Nur einen Tisch weiter kreuzten Liv Boeree, Eugene Katchalov und Marvin Rettenmaier die Klingen.

Darüber hinaus fanden internationale Top-Stars wie Phil Ivey, Barry Greenstein, Humberto Brenes, Daniel Negreanu, Steve O’Dwyer, John Juanda, David Vamplew, Roberto Romanello und viele mehr den Weg in den Turniersaal, und auch das deutschsprachige Kontingent war mit über 30 Spielern stark vertreten.

Neben den Bracelet-Gewinnern Nikolaus Teichert, Martin Finger und Jan-Peter Jachtmann sowie Wilfried Härig, Marko Neumann, Ole Schemion und Benny Spindler versuchten auch die Highroller Philipp Gruissem, Max Altergott und Igor Kurganov via Late Registration die Chance auf den letzten EPT-Titel der Saison 10 zu nutzen.

Hanowski  mit dem großen Schlag

Die erste Schlagzeile lieferte aber Martin Hanowski, der sich in jeder Hinsicht vom gemeinen Pokerprofi abhebt. Seinem NHL-Trikot, das auf dem Rücken den Namen „Antagonist“ trägt, machte er in einer Hand gegen den Franzosen Manuel Bevand alle Ehre.

Den Flop mit A-K-6 checkraiste er, um nach Bevands Call auf dem Turn mit einem J eine weitere Bet folgen zu lassen.

jan-peter jachtmann
PLO-Weltmeister im NLHE-Turnier.

Bevand raiste und callte recht schnell den Reraise All-In Hanowskis, der nach reichlich Theater kam. Mit K-K hatte Bevand ein Set, doch mit QT und den Nuts war Hanowski tatsächlich besser. Daran änderte auch der River nichts mehr. 

Jachtmann im Omaha-Modus

Skurril ging es bei Jan Jachtmann, dem PLO-Weltmeister von 2012, zu. In der ungewohnten Disziplin No-Limit Hold’em trat er mit KJ gegen Gaelle Baumann an und checkraiste die Französin auf einem Flop mit K-J-6.

Nach dem gegnerischen Call ließ Jachtmann auf dem Turn mit einer weiteren Sechs die nächste Bet folgen.

Wieder callte Baumann und sorgte dafür, dass eine weitere Sechs für das schlussendliche Board mit KJ666 aufgedeckt wurde.

Nach Baumanns Bet foldete Jachtmann sehr zügig offen seine Hand, weil er ganz im Omaha-Modus glaubte, nun Trips Sechsen mit den Kickern König und Bube zu spielen. Unterm Strich aber kein schlechter Fold, zumindest behauptete Baumann anschließend, Asse gehabt zu haben.

Chiplead für Hendrik Latz

Ein bei Live-Turnieren bisher eher unbekannter Spieler aus Deutschland sicherte sich die Führung nach den beiden Starttagen. Hendrik „ValueH“ Latz tütete 191.600 Chips ein und verwies damit zumindest vorläufig den Rest des Feldes auf die Plätze.

Aus deutschsprachiger Sicht ebenfalls sechsstellig schlossen Sebastian von Toperczer (111.600) und Nikolaus Teichert (101.300) den Tag ab.

Die zweitmeisten Chips nach Hendrik Latz konnte der belgische Triple-Crown-Gewinner Davidi Kitai sammeln. Er geht morgen mit 173.100 ins Rennen, ebenfalls gut dabei sind Scott Clements (123.300) und Nikolai Baranov (144.300).

Davidi Kitai
EPT-Berlin-Gewinner Davidi Kitai auf Platz 2 des Chipcounts.

Chip Top Ten:

  • 1. Hendrik Latz, 191.600 Chips
  • 2. Davidi Kitai, 173.100
  • 3. Wladimir Trojanowski, 172.000
  • 4. Vincenzo Cortese,160.000
  • 5. Abdelaziz Abdelaziz, 150.800
  • 6. Nikolaj Baranow, 144.300
  • 7. Scott Clements, 123.300
  • 8. Tian Hao, 120.300
  • 9. Emil Patel, 112.600
  • 10. Anatoli Filatow, 106.200

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