EPT Grand Final Monte Carlo – Ende mit Schrecken für Phil Ivey

Phil Ivey
Chattet sich den Frust von der Seele - Phil Ivey.

Mit vielen Top-Stars der Szene ging es heute beim Main Event des EPT Grand Final in Monte Carlo weiter. Dank einiger Späteinsteiger wie Gus Hansen stieg die endgültige Teilnehmerzahl noch leicht auf 650, wodurch ein Preisgeldpool von 6,5 Millionen Euro und eine Siegprämie von 1,24 Millionen Euro erreicht wurden. Die wichtigsten Stationen des heutigen Turniertags gibt es hier im Rückblick.

Danzer erst hoch, dann ruckzuck raus

Team PokerStars Pro George Danzer erwischte einen großartigen Start in den Tag, unter anderem produzierte er Quads Damen und schien sich im Leaderboard kontinuierlich nach oben zu arbeiten.

Dann jedoch musste er einige kleinere Rückschläge hinnehmen, die schließlich in einem ziemlich profanen Turnieraus mündeten. Vor dem Flop landete Danzer mit A Q gegen Conor Shelly im All-in und hätte gegen dessen K K das Glück des Tüchtigen gebraucht.

Das Board lieferte aber nur Blanks und Danzer musste seinen Stuhl räumen.

Aus für Phil Ivey im größten Pot des Tages 

Richtig dramatisch ging es in der größten Hand des Tages zu.

Phil Ivey hatte in den ersten Levels mächtig auf die Tube gedrückt und seinen Stack auf 200.000 ausgebaut, doch dann rasselte er im falschen Moment mit Marcello Marigliano zusammen.

george danzer
Top gestylt, trotzdem ausgeschieden - George Danzer.

Der Italiener hatte aus früher Position geraist und incl. Ivey vier Caller bekommen. Der Flop brachte Q 10 9 und es kam zu einer Raise-Schlacht.

Ivey spielte nach lauter Checks 15.000 an, Marigliano checkraiste auf 33.000 und Ivey schob mit J 8 für die Straight weitere 160.000 zum All-In in die Mitte. Marigliano callte allerdings sofort und präsentierte wenig überraschend K J für die Nuts. Kein König auf Turn und River und Ivey war raus.

Die auffälligsten Figuren

Unter all der Weltklasse, die hochkonzentriert ihrem Beruf nachgeht, tun einem solche EPT Grand Final-Spieler gut, die ein bisschen Stimmung in die Bude bringen. Zwei Vertreter dieser Spezies sind der Brite Jonathan Odogwu und der Russe Artem Litvinov – und das jeder auf seine Art.

Odogwu ist der klassische Spaßvogel, der ein solches Turnier nicht bierernst nimmt, indem er rege Konversation betreibt, und das, obwohl für ihn das Start- und Preisgeld beträchtliche Summen sind.

Er qualifizierte sich via Step Satellites für Monte Carlo und schlug sich lange Zeit ausgezeichnet, ehe er am Ende etwas einbrach und nur noch 50.000 Chips in Tag 3 retten konnte. Ein ausführlicheres Portrait gibt es hier.

Jonathan Odogwu, EPT Grand Final 2014
Alles easy bei Jonathan Odogwu.

Eher unangenehm fiel dagegen der Russe Artem Litvinov auf, der sich generalstabsmäßig betrank und dann den Tisch mit seinen Trinksprüchen in gebrochenem Englisch zu unterhalten versuchte. Gegen den finnischen Profi Ville Wahlbeck lieferte er aber ein nettes Schelmenstück.

Erst ließ er sich von diesem die Bet-Sizes vorsagen (und hielt sich daran) und als er von dem Finnen geraist wurde, legte er seinerseits die Bet-Size für den River fest.

Der Finne allerdings hielt kein Wort, wurde dennoch gecallt und verlor. Als er den Vollsuff endlich erreicht hatte, foldete Litvinov gegen eine 4-Bet AK, nur um  wenig später dennoch auszuscheiden.

Deutsche gut dabei

Nicht alle Deutschen kamen gut durch den Tag, neben George Danzer erwischte es auch Dominik Nitsche und Jan Jachtmann, doch zwei von ihnen schafften einen Spitzenplatz auf dem Leaderboard. Mit 418.000 bzw. 387.000 liegen Malte Mönning und Sebastian von Toperczer auf den Rängen 4 und 5 und haben beste Aussichten auf ein Spitzenresultat.

Johnny Lodden
Schon wieder mit vorne dabei - Jonny Lodden.

Ebenfalls noch mit von der Partie sind unter anderen Igor Kurganov, Christoph Vogelsang, Philipp Gruissem, Heinz Kamutzki und Vortags-Chipleader Hendrik Latz.

Chipleader ist der Russe Vladimir Troyanovskiy, der sich mit 450.500 vor Idris Ambraisse und dem Ivey-Killer Marcello Marigliano an die Spitze setzen konnte.

Insgesamt erreichten 128 Spieler den dritten Turniertag, morgen gilt es zunächst die Bubble bei 96 Spielern zu überstehen.

Chip Top Ten:

  • 1. Wladimir Trojanowski, 450.500
  • 2. Idris Ambraisse, 434.300
  • 3. Marcello Marigliano, 427.700
  • 4. Sebastian von Toperczer, 418.000
  • 5. Malte Monnig, 387.000
  • 6. Steven Silverman, 369.000
  • 7. Talal Shakerchi, 368.800
  • 8.Nick Maimone, 358.800
  • 9. Jonny Lodden, 326.500
  • 10. Mayu Roca, 303.200

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