EPT Triple Barrel – schneller, härter, teurer

fps main event 3
Also, atmosphärisch schon ganz schön hier.

Umsonst Formel 1 fahren und jede Menge Cash Games – es ist was los im Fürstentum. Aber wer Hunger bekommt, sollte besser zu den Super High Rollern gehören. Warum? Lesen Sie weiter.

In Monaco läuft das Finale der zehnten Saison der European Poker Tour. Aber nicht nur das.

1) Cash Games bis zum Abwinken

Das ist wörtlich gemeint. Bei einer EPT werden ja immer Cash Games angeboten – mit wechselhaftem Erfolg, wie der Vergleich mit Wien und Sanremo zeigt.

Das Grand Final bildet da natürlich keine Ausnahme, und hier schlägt der Zeiger mal wieder stark Richtung Wien aus.

In Österreich liefen rund 30 Tische gleichzeitig, und in Monaco könnten es wahrscheinlich doppelt so viele sein.

Schon am Nachmittag von Tag 1A waren die rund 25 Tische restlos ausgebucht, die Wartelisten komplett voll und die Rezeption geradezu umlagert von spielwütigen Pokeranern.

Tom Dwan
Taucht plötzlich auf und spielt um Millionen - Tom Dwan.

Dabei geht es selbstverständlich nicht um die gemütliche €1/€2 Partie, die Sie aus Ihrem lokalen Casino kennen.

Gespielt wird hier ab €2/€5 bis hinauf zu €50/€100 NLHE und PLO. Hinzu kommen abgründige Varianten wie 5- und 6-Card PLO mit drei Boards.

Eine der wenigen Partien, bei denen der Dealer länger mit dem Aufteilen des Pots beschäftigt ist als die Spieler damit, ihn aufzubauen.

Außerdem läuft in der hintersten Ecke eine High Stakes Partie €100/€100/€200 mit Niki Jedlicka, Jonas Kronwitter, Max Lehmanski, Khiem Nguyen, Theo Jorgensen und Cyril Mouly, der vor Kurzem wegen eines gescheiterten Mordanschlags auf ihn in den Schlagzeilen war.

In der gestrigen Nacht tauchte dann überraschend auch noch Tom Dwan auf, und das bedeutete folgerichtig, dass es noch zu einer weiteren Partie kommen sollte, aber so richtig zum Nasebluten.

Dan Smith, Philipp Gruissem, Isaac Haxton und die ominöse Gruppe „asiatische Geschäftsleute“ setzten sich nach Mitternacht an einem Tisch im Main Event Bereich zusammen, schotteten sich aber dermaßen nach außen ab, dass verlässliche Informationen nicht erhältlich waren.

Man munkelte von einer 500/€1000 Partie.

2) Formel 1 fahren auch ohne Führerschein

formula1 car
Bolide für Barelona.

Wollten Sie schonmal in einem Formel-1-Boliden sitzen und um die legendäre Rennstrecke in Monte Carlo brettern wie nichts Gutes?

Natürlich wollten Sie, auch wenn Sie das gegenüber Ihren politisch korrekten Freunden nicht zugeben können.

Hier beim EPT Grand Final können Sie kostenlos mal so richtig Gas geben – also jedenfalls virtuell. Und das vier Wochen vor dem echten Grand Prix, wo eine Tribünenkarte übrigens gerne mal €800 kostet.

Im Eingangsbereich ist das Modell eines F1-Renners aufgebaut, und davor hängt ein großer Monitor. Es ist ein veritabler Fahrsimulator.

Jeder, der den Weg zum Monte Carlo Bay Hotel & Resort auf sich genommen hat, kann ein paar Runden drehen. Die Ergebnisse werden aufgezeichnet, und der mit der schnellsten Runde kann zum Auftakt der nächsten EPT in Barcelona gemütlich die Beine hochlegen, und zwar in einem EPT-Hotel, auf Kosten des Hauses.

Die Aktion läuft noch die ganze Woche, es gibt also noch ausreichend Gelegenheit, sich den Preis zu sichern.

3) Das kleine Fressen

Monaco verlangt von seinen Bewohner ja keine Einkommenssteuer, also muss das Geld irgendwo anders herkommen.

Tatsächlich entsteht ein signifikanter Teil der Einnahmen durch den Verkauf alkoholischer Getränke. Also nicht durch die Menge, sondern den Preis.

(Das Folgende haben Sie wahrscheinlich schonmal so oder so ähnliche gelesen, wenn Sie die EPT verfolgen, aber wir können das nicht ignorieren, also los geht’s.)

food price list
Eigentlich sind Pommes auch nur Kartoffeln.

Deswegen, und bestimmt nur deswegen, kosten ein kleines Bierchen dann auch gleich mal neun Euro. Ein Gläschen Champagner für die Dame schlägt mit 17 Euro zu Buche.

Und wenn Sie mal so richtig die Kuh fliegen lassen möchten, sollten Sie vorher besser ein Side Event gewinnen – 430 Euro kostet die Flasche Dom Perignon, oder wie Phil Hellmuth sagt: „Domm“.

Nicht umsonst ist das Monte Carlo Bay auch als „Heimat des 50 Dollar Burgers“ bekannt. Derzeit kostet eine Frikadelle im Brötchen €20, ebenso wie eine Pizza. Da ist das Bierchen dann schon fast wieder notwendig.

Sie können aber auch für 7,50 Euro dinieren, allerdings nur, wenn Ihr Abendessen aus einem Apfel und einem Glas Wasser besteht – der Apfel macht dann übrigens drei Euro des Preises aus.

Die einzigen, denen der „Preiskampf“ in Monaco erspart bleibt, sind die Teilnehmer des Super High Roller Events.

Einem Super High Roller soll es nämlich an nichts fehlen, und deshalb sind die 52 Spieler des €100.000 Buy-in Turniers von allen Ausgaben ausgenommen.

Sie leben beim Grand Final quasi all-in-clusive.

PokerListings ist live beim EPT Grand Final vor Ort und berichtet täglich in den Nachrichten und im Blog.

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