EPT-Gewinner Moritz Kranich im Interview

Moritz Kranich
Genug für eine neue Wohnung: Kranich gewinnt 850.000 Euro.

Der EPT-Event in Deauville erwies sich als großer Erfolg, und niemand dürfte schönere Erinnerungen mitnehmen als der Deutsche Moritz Kranich, der sich im Heads-up gegen den Franzosen Arnaud Esquevin durchsetzte und das Turnier gewann.

Der Sieg war € 851.400,- wert. Wir sprachen kurz nach dem Turnier mit dem neuen Champion.

Moritz, du bist der zweite Deutsche, der in dieser Saison ein Main Event der EPT gewonnen hat. Warum sind die Deutschen dieses Jahr so erfolgreich?

Keine Ahnung! Es gibt eine Menge talentierte Spieler bei uns. Natürlich braucht man viel Glück, um ein solches Turnier zu gewinnen. Kann schon sein, dass in den nächsten fünf Jahren kein Deutscher mehr gewinnt.

Was waren im Finale die Schlüsselhände für dich?

Bei noch drei Spielern gewann ich zwei große Pots, aber davor schob ich aus dem Small Blind mit J-8 und konnte gegen A-K verdoppeln.

Sonst wäre es um mich geschehen gewesen!

Als wir noch zu dritt waren, bekam ich viele gute Karten, und deswegen konnte ich schließlich auch gewinnen.

Einige Profis finden die Struktur der EPT etwas problematisch und plädieren für längere Levels. Was hältst du von der gegenwärtigen Struktur?

Ich hatte immer genug Chips, konnte meine Spots auswählen und dann erhöhen. Insgesamt fand ich die Struktur in Ordnung.

Es gab einige Kontroversen bezüglich eines Deals, als noch drei Spieler am Tisch saßen. Zu dem Zeitpunkt war Tristan der Chipleader. Er lehnte den Deal ab und schied später als Dritter aus, also war das wohl keine gute Entscheidung.

Was hast du von dem Vorschlag gehalten? Hättest du an seiner Stelle anders gehandelt?

Auch als Chipleader ist es oft kein Fehler, einen Deal anzunehmen. Sein Vorsprung war ja sowieso nicht sehr groß, deshalb ging es dann ja auch so schnell bergab.

Ich an seiner Stelle hätte den Deal wahrscheinlich angenommen, aber sicher bin ich nicht. Seine Freunde und einige Spieler rieten ihm, weiterzuspielen, und letztlich war es dann seine Entscheidung.

Welche Spieler haben dich im Verlauf des Turniers am meisten beeindruckt?

Tristan spielte hervorragend, aber besonders viel Respekt hatte ich vor Andrea Bonelli, der sehr aggressiv spielte und von dem ich wusste, dass er zu einigen vollkommen verrückten Spielzügen in der Lage war.

Ich konnte durch ihn verdoppeln, hatte in der Hand aber viel Glück. Nur drei hände später war er ausgeschieden.

Er schien mir der gefährlichste Spieler am Tisch zu sein.

Was fängst du denn nun mit dem Geld an, das du hier in Deauville gewonnen hast?

Ich werde ein Haus kaufen und die World Series spielen. Außerdem habe ich ja jetzt ein ticket für Monte Carlo, also fahre ich auch dorthin.

Wie fühlt es sich denn an, das Turnier gewonnen zu haben? Ist damit ein Traum wahr geworden?

Ich glaube, ich habe das noch gar nicht richtig realisiert. Das wird wohl noch ein paar Tage dauern.

Du bist jetzt ein EPT-Champion! Wirst du das gebührend feiern?

Ich schätze, ein paar Bierchen dürfen es heute Abend schon sein.

Danke für das Gespräch und herzlichen Glückwunsch zu dieser außergewöhnlichen Leistung.

Vielen Dank!

 

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