EPT Deauville – Castaignon gewinnt, Rudelitz wird Vierter

Siegerbild Remi Castaignon
Remi Castaignon. Alle Photos: Neil Stoddard.

Es war ein sehr schneller Final Table in Deauville, denn in nur fünf Stunden war alles vorbei. Nun könnte man meinen, dass das Ganze eine klare Angelegenheit für Remi Castaignon war, der zu Beginn 42% der sich im Spiel befindlichen Chips hatte, aber falsch gedacht, denn es war äußerst spannend und die Führung wechselte mehrmals.

Enrico Rudelitz übernimmt die Führung

Es war ein Auftakt nach Maß für den Deutschen, denn gleich in der zweiten Hand erwischte er einen sehr schönen Spot, als der Libanese El Khoury raiste und sein Landsmann Jeffrey Hakim mit A K All-in ging.

Enrico wachte dahinter mit Assen auf und pushte daraufhin seinerseits All-in. Das Board änderte nichts und der Deutsche gewann einen schönen Pot.

Doch damit nicht genug, nur wenig später konnte er gegen den Chipleader Remi Castaignon verdoppeln und sogar die Führung übernehmen. Nach einiger Action schob Enrico auf einem Board von Q 6 3 T 4 all seine Chips in die Mitte.

Castaignon überlegte ganze fünf Minutenund entschied sich schließlich für einen Hero Call mit 5 5. Er hatte den Deutschen auf einen totalen Bluff gesetzt, doch da lag er falsch, denn Enrico drehte Q Q für Top Set um.

Castaignon strauchelt

Viele dachten vor Beginn des Final Tables, dass dem Franzosen der Sieg nicht mehr zu nehmen sein würde, da er fast dreimal so viel Chips hatte, wie der Zweitplatzierte Walid Bou Habib. Doch der Chipleader zeigte Nerven und es lief zunächst gar nichts zusammen.

Enrico Rudelitz
Zwischenzeitlich Chipleader - Enrico Rudelitz.
 

Nachdem er die Führung an Enrico Rudelitz abgegeben hatte, verlor er einen weiteren großen Pot gegen Habib und fiel zwischenzeitlich sogar auf Platz 3 zurück.

Anschließend schickte Enrico Joseph El Khoury mit Pocket Queens gegen dessen A 7 auf Platz 6 für €125.000 nach Hause und baute den Chiplead weiter aus.

Das verflixte 31. Level

Bis zur ersten Pause gelang Enrico Rudelitz fast alles und zu Beginn des 31. Levels lag er fast gleichauf mit Habib an der Spitze des Feldes. Aber dann folgte das verflixte 31. Level. Die Pause tat dem Deutschen gar nicht gut, denn danach klappte überhaupt nichts mehr.

Zunächst verlor er ein Drittel seines Stacks als er am River auf die All-in Bet von Chipleader Walid Bou habib foldete. Kurz darauf lief er in das Full House von Castaignon und schon waren die Hälfte seiner Chips dahingeschmolzen.

Wenig später raiste Castaignon vom Button und Enrico pushte mit A 9. Instacall vom Franzosen mit J J. Nun brauchte der Deutsche ein Ass, doch das Board half ihm nicht und Enrico musste seinen Platz räumen.

Zwar wird er etwas enttäuscht sein, da heute einfach viel mehr drin war, aber die Enttäuschung wird schnell Freude weichen, denn €215.000 sind der mit Abstand größter Cash seiner Karriere.

Das Comeback

Wie bereits erwähnt legte Castaignon einen ordentlichen Fehlstart hin und lief zwischenzeitlich sogar Gefahr zu tilten und all seine Chips zu verlieren, doch dann kämpfte er sich zurück.

Nachdem er Franck Kalfon und Enrico Rudelitz an die Rails geschickt hatte, war er wieder oben auf. Er war auch für die Eliminierung des Belgiers Robert Romeo verantwortlich als dieser mit A K geradewegs in seine Asse lief.

So nahm er eine 2 zu 1 Führung mit in das Heads-Up gegen Walid Bou Habib. Remi dominierte von Anfang an und baute die Führung immer weiter aus. Die letzten Chips von Habib gingen dann mit K 8 rein und Castaignon callte mit 3 3. Das Board brachte 6 4#5sTcA und die Franzosen durften sich über einen Heimsieg freuen.

Das Endergebnis auf einen Blick:

1. RemiCastaignon (Frankreich) - €770.000
2. WalidBouHabib (Libanon) - €475.000
3. Robert Romeo (Belgien) - €275.000
4. Enrico Rudelitz (Deutschland) - €215.000
5. Franck Kalfon (Frankreich) - €165.000
6. Joseph El Khoury (Libanon) - €125.000
7. Noel Gaens (Belgien) - €87.800
8. Jeffrey Hakim (Libanon) - €60.000
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Über den Autor: Lars Liedtke
Lars Liedtke ist leitender Redakteur bei PokerZeit.com

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