EPT Deauville: Finaltisch mit Eastgate und Timex

Alexia Portal
Platz 10 für Alexia Portal.

Bertrand Grospellier scheitert denkbar knapp, Peter Bosen bester Deutscher auf Platz 22, Publikumsliebling und beste Spielerin wird Alexia Portal. €847.000 warten auf den Sieger.

Das kleine beschauliche Seebad Deauville im Département Calvados in der Normandie mit seinen 4000 Einwohnern ist eigentlich kein Ort, an dem man Spektakuläres erwartet. Das ehemals verschlafene Bauerndorf mit seinen eleganten Villen und der Pferderennbahn ist zwar ein mondäner Stopp der EPT, kann sich aber mit dem Großstadtflair von z. B. Barcelona oder London nicht vergleichen.

Mit 768 Spielern ist das Feld aber auch in diesem Jahr wieder angewachsen, und es ist ein faszinierendes Turnier geworden, in dem große Namen lange das Geschehen bestimmt haben (und es teilweise auch heute noch tun).

Peter Eastgate
Mit elf BBs in Finale - Peter Eastgate.

Ein Finaltisch mit Peter Eastgate, 2008 WSOP-Champion und EPT-Zweiter in London, und mit Mike „Timex" MacDonald, EPT-Dortmund-Gewinner und Fünfter im Folgejahr, das ist schon was Besonderes.

Wäre dies ein WSOP-Turnier, dann hätte es auch Bertrand „ElkY" Grospellier an den letzten Tisch geschafft. Bei noch neun Spielern - die bei der EPT zwar schon an einem Tisch sitzen, aber nicht als Finaltisch gelten - ging er nach einem Raise und Call mit AQs all-in und lief in die Falle des rumänischen Chipleaders Teodor Caraba: A-A. Zwar erwischte ElkY noch Straight und Flush Draw auf dem Turn, aber es sollte keinen Treffer auf dem River geben, und ElkYs Traum zerplatzte.

Damit sind die letzten Acht gesetzt:

  1. Teodor Caraba, Rumänien, 6.915.000
  2. Jake Cody, UK, 4.650.000
  3. Stephane Albertini, Frankreich, 3.135.000
  4. Craig Bergeron, USA, 3.135.000
  5. Mike McDonald, Kanada, 1.815.000
  6. Michael Fratty, Frankreich, 1.595.000
  7. Claudius Secara, Rumänien, 795.000
  8. Peter Eastgate, Dänemark, 695.000

Bertrand Grospellier
ElkY - Ladies Man und Final Table Bubble.

Die einheimischen Zuschauer würden natürlich am liebsten einen Lokalmatador gewinnen sehen. Immerhin zwei Franzosen haben den Sprung an den Finaltisch geschafft. Nicht ganz gelungen ist dies Alexia Portal, die lange umjubelt wurde und schließlich als Zehnte das Turnier beendete, sehr zum Missfallen vor allem der männlichen Zuschauer.

Apropos Spielerinnen: Am Rande des Events fand ein Ladies Event statt. 89 Damen bezahlten die €300 Startgeld, bzw. eigentlich nur 74, denn ElkY persönlich sponserte 15 Spielerinnen das Buy-in, um ein Signal für die Damenwelt zu setzen und mehr davon für Poker zu begeistern. Immerhin zwei „seiner" Elky-Ladies erreichten den letzten Tisch, und eine von ihnen - Audrey Guyvonarch - gewann das Turnier und €5800,-. Das nennt man eine gelungene PR-Maßnahme.

Zu den großen Spielern, die am vorletzten Tag scheiterten, gehören außerdem Freddy Deeb (12.) und Bruno Fitoussi (14.), Peter Bosen wurde 22. Und schied mit Damen gegen Fünfen aus. Er erreichte als einziger Deutscher die Geldränge. Schon früher erwischte es u. A. Ludovic Lacay (40.), Dario Minieri (49.) Ramzi Jelassi (53.) und Luca Pagano (72.).

Die Spieler generierten einen Preispool von insgesamt €3.686.400, der Sieger am heutigen Abend erhält davon allein €847.000.

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