EPT Berlin – Spanien ist noch lange nicht Deutschland

Roman Herold
Roman Herold übernimmt erleichtert den Chiplead.

Bei der EPT Berlin sind acht Deutsche unter den Top Ten! Und das bei nur noch 17 Spielern.

Wenn Sie heute bei Spiegel online hereingeschaut haben, ist Ihnen sicher eine ähnliche Titelzeile wie die oben aufgefallen.

Da ging es um Fußball und den deutsch-spanischen Vergleich in dieser Woche. Zwei Spiele, zwei Siege – schön, aber noch lange kein Machtwechsel, heißt es dort. Wohl gesprochen.

Beim Main Event der EPT zeichnet sich ebenfalls eine gewisse deutsche Dominanz ab. Erst recht, wenn man sie zusammen mit der spanischen EPT betrachet.

Die acht noch im Turnier verbliebenen deutschen Spieler liegen alle in den Top Ten des Chipcounts. Und das bei nur noch 17 Spielern. Zum Vergleich: Unter den letzten 17 bei der EPT Barcelona waren gerade mal vier Spanier, davon drei auf den letzten vier Plätzen.

Jose Maria Galindo
José Maria Galindo.

Ole Schmion wurde damals als bester Deutscher schließlich Neunter.

Dagegen ist heute der letzte Spanier in Berlin auf Platz 20 ausgeschieden, und zwar in Person von José-Maria Galindo, der im Bild links offenbar versucht, der Krise in seinem Land ein Gesicht zu geben.

Aber Häme ist natürlich unangebracht, und gerade einer der spanischen Spieler zeigte während des Main Events der EPT Berlin, dass auch die Iberer in der Lage sind, mit Klischées und Vorurteilen locker und unverkrampft umzugehen.

Den Beweis dafür sehen Sie rechts unter dem folgenden Tweet, den Dominik Nitsche gestern abgesetzt hat.



Aber damit genug zu Spanien. Poker kennt kein Rückspiel, und wenn die Champions League nächste Woche wieder die Schlagzeilen bestimmt, ist der EPT-Sieger längst gefunden. Der Final Table findet am Samstag statt.

fucking spanish shortstack
auf deutsch: Sauwitziger Spanier.

Nachdem die Deutschen bei ihrer Heim-EPT gestern weitgehend aus der Spitzengruppe verdrängt worden waren, haben sie sich heute fast komplett die Spitzenplätze gesichert.

Den Chiplead übernahm Roman Herold erst in der vorletzten Hand des Tages, in der er gegen den bisherigen Chipleader Alexander Helbig anderthalb Millionen Chips gewann.

Helbig hatte zwei Paare gefloppt, aber Herold auf dem River ein besseres Two Pair getroffen.

Nur Dashgyn Aliev und Roman Korenev aus Russland konnten sich in die Top Ten mogeln, während High Profile Coach Calvin Anderson ganz zum Ende des Tages noch seinen halben Stack verlor und weit zurückfiel.

Mit Olivier Busquet ist noch ein weiterer Amerikaner dabei, und die restlichen Plätze besetzen je ein Spieler aus Finnland, Holland, Norwegen, Dänemark und Frankreich.

Top Ten Chipcount:

Benny Spindler
Wieder ein Erfolg bei den High Rollern? Benny Spindler.
  • 1. Roman Herold, D, 4.485.000
  • 2. Dashgyn Aliev, RUS, 3.931.000
  • 3. Khiem Nguyen, D, 2.788.000
  • 4. Alexander Helbig, D, 2.040.000
  • 5. Robert Haigh, D, 1.659.000
  • 6. Yasar Güden, D, 1.619.000
  • 7. Julian Thomas, D, 1.400.000
  • 8. Robert Auer, D, 1.380.000
  • 9. Daniel-Gai Pidun, D, 1.191.000
  • 10. Roman Korenev, RUS, 1.186.000

High Roller

Im €10k High Roller Event wurden 123 Entriys gezählt, also inclusive der Rebuys. Angetreten sind rund 85 Spieler.

Nach den ersten acht Levels hatten sich u. A. Max Lykov, Kevin MacPhee, Benny Spindler, Daniel Cates, Scott Seiver und Griffin Benger in der Spitzengruppe festgesetzt.

 

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