EPT Berlin - „Heute sind wir alle Dortmunder“

Boris Becker

Das hat Boris Becker während des Main Events der EPT Berlin getwittert. Und der muss es ja schließlich wissen, denn er ist Bayernfan.

Nachdem die spektakulären Vorgänge um Bayern München und Uli Hoeneß uns gestern fast ein wenig überfordert hatten, geriet Poker heute langsam wieder etwas mehr in den Vordergrund.

Allerdings blieb die Champions League Tagesgespräch, und zwischen Bet, Raise und Fold fragte mancher sich, wie Super-Mario wohl von der gelben Wand empfangen werden sollte.

Inzwischen wissen wir, dass die Dortmunder die ihren nicht hängen lassen und dass Boris ein Prophet ist, zumindest was das Halbzeitergebnis angeht:

In Berlin war denn auch am Abend weniger vom alten und neuen Chipleader Aku Joentausta die Rede als von der Gala im Westfalenstadion.

Aku Joentausta
Aku Joentausta.

Dabei konnte dieser sich zeitweise weit vom Feld absetzen. Er hielt zwischen zeitlich schon mehr als 1,5 Mio. Chips.

Becker ist mit 115.000 Chips 55. und damit letzter im aktuellen Chipcount, hat damit aber über 90% des Feldes geschlagen und Tag 4 der EPT Berlin erreicht. Respekt.

Eine Leistung, die auch anderer Sportprominenz nicht verborgen blieb. Sehen Sie hier:

Haben Sie’s gemerkt? Das war gar nicht der echte Ballack. Der war nämlich nicht Capitano, sondern „Gabbidän“.

Die deutschen Fußballmannschaften setzten in der Champions League also Ausrufezeichen, auch wenn sie nicht unbedingt Favorit waren.

Beim EPT Main Event konnten sich die deutschen Favoriten ebenfalls nicht durchsetzen. Giuseppe Pantaleo, Dominik Nitsche, Manig Loeser, Heinz Kamutzki, Jan Heitmann, Hauke Heseding, größtenteils mit guten Stacks gestartet, mussten sich heute verabschieden.

Zumindest einige von ihnen platzierten sich immerhin im Geld. Dagegen machten Sandra Naujoks, die kurz vor Schluss noch verdoppeln konnte, Robert Haigh und Khiem Nguyen von sich reden.

Letzterer hat nach dem fünften Platz bei der PLO Poker EM im vergangenen Herbst wieder einen Lauf und ist nach Ansicht der Redaktion trotz seines wilden Auf und Abs heute wieder einer der heißesten Kandidaten auf das Finale.

Sandra Naujoks
Sandra Naujoks.

22 der letzten 55 Spieler kommen aus Deutschland, davon sind drei unter den ersten zehn, sieben in den Top 20. Mit Florian Schleps ist auf Platz 47 auch noch ein Österreicher dabei.

Von der Mehrfachführung der ersten Tage ist jedoch nichts übrig geblieben. Bester Deutscher ist nun Roman Herold auf Platz sechs.

Und die oft so übermächtigen Amerikaner? Fast alle weg. Mit Ausnahme von Calvin Anderson, der sich u. A. als Coach für Chris Moneymaker engagiert, High Stakes Spezialist Olivier Busquet, der auch in diesem Jahr wieder zum bestangezogenen Spieler gewählt würde, wenn es diese Wahl denn gäbe, sowie Pratyush Buddiga und Bryn Kenney.

Stark zeigten sich heute einmal mehr die Finnen. Alle drei noch verbliebenen sind unter den besten 15.

Und die ewige EPT-Frage, ob es jemals einen Doppelsieger geben wird, ist hier noch nicht beantwortet, denn mit Thang Duc Nguyen, Kevin Stani, Sandra Naujoks und Liv Boeree sind noch vier Titelträger dabei

Am Donnerstag wird auf die letzten 24 Spieler heruntergespielt.

Top Ten Chipcount:

  • 1. Aku Joentausta, Finnland, 1.039.000 Chips
  • 2. Emil Ohlsson, Schweden, 1.011.000
  • 3. Pascal Vos, Holland, 972.000
  • 4. Ramil Yusupov, Russland, 958.000
  • 5. Matias Kesanen, Finnland, 938.000
  • 6. Roman Herold, D, 816.000
  • 7. Anaras Lekberovas, Litauen, 805.000
  • 8. Robert Auer, D, 781.000
  • 9. Thang Duc Nguyen, D, 779.000
  • 10. Lasse Christiansen, Dänemark, 761.000


Vergesst nicht, euch bei unserer Fantasy Poker Manager Liga anzumelden. Nach jedem Event erhält der beste Manager $20! Der Saisonsieger gewinnt einen Mini iPad! Hier geht's zur PokerListings Fantasy League.

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare