EPT Berlin Tag 1B - Platznot im Grand Hotel

Boris Becker
Kam am Tag der Stars mächtig ins Schwitzen - Boris Becker.

Mit 557 Spielern platzte das Grand Hotel Hyatt am zweiten Starttag der PokerStars EPT Berlin völlig aus den Nähten. Während gestern noch einige bekannte Spieler vermisst wurden, ist heute nicht nur der Promifaktor, sondern auch die internationale Qualität deutlich gestiegen. Mit dabei ist auch Swiss Poker Masters Organisator Rino Mathis.

Sogar in den Nebenräumen mussten noch Tische aufgestellt werden, um den Ansturm der Spieler aufzufangen. Zwar sind es nicht die 1000 Spieler geworden, die man sich erhofft hatte, aber mit 945 Teilnehmern insgesamt ist es dennoch das größte Turnier dieser EPT-Saison geworden, mal abgesehen vom PCA mit 976 Spielern.

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PokerStars EPT Berlin.

Auch heute werden wieder neun Level gespielt. Gestern überstanden 196 von 389 Spielern den Tag. Bei derselben Rate müssten heute Nacht noch etwa 280 Spieler an den Tischen sitzen. Zusammen mit den Überlebenden von Tag 1A träten dann ca. 480 Spieler den zweiten Tag an. Also wird auch morgen noch einmal drangvolle Enge herrschen. Bisher ist es so schlimm, dass Zuschauer aus dem Spielbereich komplett ausgeschlossen wurden.

Das ist allerdings der einzige Kritikpunkt, den man an der ersten Ausgabe dieser PokerStars EPT in Berlin anbringen kann. Die Spieler jedenfalls zeigen sich rundum zufrieden mit Organisation und Aufbau dieses Events. Auch die Erleichterung, endlich nicht mehr in „diesem Casino mitten im Wald" spielen zu müssen, ist vielen deutlich anzumerken. Kleinere Schwierigkeiten wie die Platznot werden daher gern in Kauf genommen.

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Antoine Saout und Fatima de Melo.

Eine Auswahl der Spieler, die an Tag 1B ins Turnier starten:

Jan Heitmann, Florian Langmann, Lex Veldhuis, Johnny Lodden, Julian Thew, Andreas Krause, Noah Boeken, Luca Pagano, Marcel Luske, Moritz Kranich, Bruno Fitoussi , Tobias Reinkemeier, Andrew Feldman, William Thorson, Andreas Krause, Sandra Naujoks, Peter Hedlund, Mel Judah und Rino Mathis.

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Rino Mathis.

Der Schweizer Profi und Organisator der noch jungen Swiss Poker Masters Tour ist nicht nur wegen des Turniers angereist. „Cash Game ist für mich immer integraler Bestandteil einer solchen Reise." Gegenüber in der Spielbank sollte er ausreichend Gelegenheit finden. Warum PokerStars der Sponsor der Schweizer Turnierserie ist, warum Mathis auf seinen früheren Brötchengeber Full Tilt gar nicht so gut zu sprechen ist, wie sich ein Profi gegen die junge Internet-Generation wehrt und welche Veranstlatung für Mathis noch wichtiger ist als die WSOP, lesen Sie in unserem exklusiven Interview.

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Tobias Reinkemeier und Noah Boeken.

Aus der Kategorie Sportler und Prominente zeigten sich heute Boris Becker, Fatima de Melo, 191-fache holländische Hockey-Nationalspielerin, Sängerin und Model-mit-fast-nichts-an, sowie Charlotte Roche, die nach ihrem Auftritt bei TV Total soviel Eindruck bei PokerStars hinterlassen hat, dass ihr ein Privat-Coaching von Jan Heitmann - der auch Becker das Tennisspielen beigebracht hat - sowie eine Freikarte zu diesem Event spendiert wurde. „Sie hat nichts falsch gemacht und ist trotzdem als Erste ausgeschieden. Pech gehabt," kommentierte Heitmann das Abschneiden der Roche.

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Nicht nur hier, sondern auch hier.

Schon früh ausgeschieden sind u. A. Benny Spindler, Mike MacDonald und Mikkel Lundell. Auch Sandra Naujoks musste vor Ende des ersten Tages den Tisch verlassen. Dagegen zeigte Charlotte Roche von Beginn an, dass siePoker ernst nimmt. Und sie nutzt hervorragend aus, dass alle anderen Spieler am Tisch sie für nichts als eine Ex-Viva-Schickse halten, die irgendwann auch noch irgendein Buch geschrieben hat, das sie aber nicht gelesen haben. In den ersten drei Levels nahm Roche bereits drei Spieler vom Tisch und hielt 67k Chips. Vielleicht begreifen sie es ja jetzt langsam.

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Der doppelte Holländer.

Auch Fatima de Melo hat es nicht nur hier, sondern auch dort. Sie sitzt heute lange neben November Niner Antoine Saout und hat es trotzdem geschafft, sich unter die Top 20 der Chiptabelle zu spielen. Marcel Luske, der Anfang des Tages noch in einem der Nebenräume spielen müsste, zeigt den Internet Kids heute auch noch einmal, wo der Holländer das Fliegen gelernt hat. Ebenfalls sehr gut positioniert ist Andrew Feldman, der sich vor nicht allzu langer Zeit im Million Dollar Cash Game von Full Tilt beweisen musste.

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Andreas Krause.

Boris Becker dagegen überstand den Tag nur mit Mühe. Im letzten Level näherten sich die Railbirds - oder heißt es hier Rail Vultures? - gefährlich nahe seinem Tisch, doch der Ex-Profi konnte sich behaupten und startet morgen in Tag 2.

Genau wie wir.

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