Ben Wilinofsky – Der Titelverteidiger

Ben Wilinofsky

Vor genau einem Jahr gewann der Kanadier Ben Wilinofsky die EPT in Berlin. Es war sein erster Live-Cash überhaupt. Mittlerweile hat er seine Spielfrequenz außerhalb der Online-Tische deutlich erhöht. Bei der EPT spielte er nun auch im High Roller Event.

Es war das Duell zweier MTT-Massgrinder. Im Heads-up der EPT in Berlin vor einem Jahr  standen sich Max Heinzelmann und Ben Wilinofsky gegenüber. Am Ende gewann der Kanadier den Titel und über 800.000 Euro. Das Erstaunliche: Es war sein erster Live-Cash und damit auch sein erster Hendon Mob Eintrag überhaupt.

Wilinofsky kann sich an seinen Auftritt noch gut erinnern. Wohl habe er sich gefühlt bis zum Schluss, obwohl ihn Konkurrenten mehrfach kritisierten. „Ich habe wirklich Probleme mit dem Chipzählen und der Berechnung der Bet-Sizes gehabt. Das passiert einfach, wenn das ansonsten der Computer für dich macht. Aber auf meine Spielstärke hatte das eben keinen Einfluss.“

Genügend Erfahrung in Online MTT`s hat Wilinofsky ohnehin. Bevor er in Berlin gewann, hatte er bereits über zwei Millionen Dollar in Online-MTT`s aufzuweisen. Seit seinem Sieg hat er sich nun allerdings auch zunehmend mit Live-Poker auseinandergesetzt. Erst kürzlich war er bei der Party Poker Premiere League in Wien am Start. Wirklich erfolgreich war er da mit zwei letzten und einem vorletzten Platz allerdings nicht. Events, wie das gleichzeitig stattfindende Big Game findet er trotzdem extrem wichtig. „Dort sitzen die besten Spieler und spielen Deepstack-Poker. Das ist für jeden Pokerinteressierten ein Genuss und sicherlich sogar noch interessanter, als beispielsweise ein EPT-Final Table.“

Wirklich „big“ spielt Wilinofsky mittlerweile selber. Zum Beispiel beim High Roller Event, hier bei der EPT Berlin. Ob er allerdings auch nach Monte Carlo und danach zur WSOP fährt, weiß er nicht. „Ich bin jetzt lange genug von Zuhause weg und will mich wieder mal um ein paar private Dinge kümmern. Es dreht sich bei mir auch nicht alles Poker.“

Und in seiner Heimatstadt Vancouver hat er immerhin die Action mittlerweile vor der Tür. Nicht immer zu seinem Vorteil. Seit dem Black Friday sei es nicht nur härter an den Online-Tischen geworden, sondern auch live. „Jetzt wo viele amerikanischen Online-Spieler nach Toronto und Vancoucer gezogen sind, fahren diese auch zu den großen Live-Turnieren nach Kanada und in den Norden der USA. Das $5.000 High Roller Event der BC Poker Championship sei beispielsweise, so Ben Wilinofsky mit zehn, zwölf richtig guten Onlinespielern aus den USA ein außergewöhnlich toughes Feld gewesen. „Diese Turniere waren vor dem Black Friday wirklich soft gewesen. Nun sind sie mit das Härteste was man sich vorstellen kann.“ Privat sieht der Lokalmatador seine amerikanischen Kollegen allerdings selten. „Man weiß, wie das bei Pokerspielern ist. Treffen zu organisieren, und die Termine dann auch wirklich einzuhalten, ist nicht gerade deren Stärke.“

 

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare