EPT Berlin Tag 2 – Wigg schiebt sich vor Geshkenbein

Vladimir Geshkenbein
Vladimir Geshkenbein.

Anton Wigg führt nach Tag 2 den Chipcount der EPT Berlin an. Dahinter liegen Vladimir Geshkenbein und Mario Puccini.

Am häufigsten wurden im Lauf des Tages die Namen Geshkenbein und Ulusu genannt. Der Russe mit Schweizer Pass und der türkischstämmige Cengiz Ulusu lieferten sich über mehrere Stunden einen Zweikampf an der Spitze des Feldes.

Kampf um den Chiplead

Dabei könnten die beiden unterschiedlicher kaum sein. Geshkenbein ist Profi, Ulusu Amateur, Geshkenbein hat einen eigenen Stil entwickelt, zu dem auch Psychologie und Wortgefechte gehören, während man von Ulusu nur eine Geschichte kennt: die mit dem Münzwurf. Ansonsten scheint er seine Spielzüge auszuwürfeln und ist nicht der gesprächigste. Interview impossible.

Heute konnte Ulusu seinen Lauf nicht ganz so stark fortsetzen wie gestern. Mit 320.500 Chips ist er aber weiterhin dabei.

Ulusu
In: Cengiz Ulusu.

Dagegen hat sich Geshkenbein an der Spitze gehalten. Nachdem er an Tag 1 nach fünf Levels noch nicht einmal sicher war, ob er sich überhaupt ein Hotelzimmer buchen sollte, ist er nun auf dem besten Weg, nach der EPT Snowfest einen weiteren Finaltisch zu erreichen. Natürlich ist es noch ein weiter Weg dorthin, aber Geshkenbein hat schon mehrfach gezeigt, dass er weiß, wie man große Stacks spielt.

Mit Anton Wigg konnte nur einer der Spieler noch mehr Chips ansammeln. Zu verdanken hatte er das einem großen Pot, den er kurz vor Ende des Spieltags gegen Davidi Kitai gewann. Am Tisch ging man davon aus, dass es sich um einen Bluff gehandelt haben könnte.

Der Pot war 140.000 Chips groß und katapultierte Wigg bis knapp unter die 700.000er Grenze.

Besonders erfreulich aus deutscher Sicht: Mario Puccini hat sich auf Platz 3 des Chipcounts hochgearbeitet und sich damit eine klasse Ausgangsposition für Morgen geschaffen.

Puccini erreichte im letzten November bei der EPT Loutraki bereits den Finaltisch und wprde seinen damaligen achten Platz gerne verbessern.

Am Fernsehtisch

Der von zahlreichen Kameras beobachtete Fernsehtisch war auch heute wieder mit dem Chipleader besetzt. Dabei handelte es sich wie gesagt lange Zeit um Vladimir Geshkenbein, der es dort mit u. A. mit Jan Heitmann zu tun hatte. Mit am Tisch saß auch Susanne Käufer, eine der wenigen Damen im Feld. Die reine Hobbyspielerin qualifizierte sich online für den Event.

Philipp Gruissem hat im Verlauf des Turniers gezeigt, dass „a chip and a chair“ keine Legende ist. An Tag 1 beinahe schon ausgeschieden, sitzt er inzwischen mit 311.000 Chips und damit über Average im Feld.

Greenstein - schlect, schlecter, aus

Der Robin Hood of Poker erfreute seine deutschen Fans auch heute mit Tweets in deutscher Sprache. Leider werden sie morgen keine Fortsetzung finden, denn Greensteins Tweets klangen im Lauf des Tages immer negativer.

Boris Becker
Raus: Boris Becker.

„Schlecter und schlecter“, schrieb Greenstein am Nachmittag, bevor es schließlich hieß: „Aus. KQ vd JJ.“  Damit ist der letzte große Spieler der älteren Generation ausgeschieden.

Auch Boris Becker ist nicht mehr dabei. Mit J T schob der PokerStars-Promi seine letzten 11.000 Chips in die Mitte. Ein Gegner bezahlte mit Pocket Zehnen, und Becker muss auf seinen zweiten EPT-Cash weiter warten.

Bubble Boy wurde ein Spieler, der damit sowohl den schönsten als auch den schlimmsten Platz bei einem EPT Event belegt hat.

David Vamplew, gewann die vorletzte EPT in London und musste sich heute einen Platz vor dem Geld verabschieden. Besonders bitter: Er verlor seine letzten Chips mit Königen gegen Damen, gehalten von Heinz Kamutzki. Die Damen fanden eine Begleiterin auf dem Turn.

Von ursprünglich 745 Spielern sind damit noch 102 im Turnier. Allen sind €7500 sicher. Der Gewinner wird am Samstag Abend €825.000 kassieren.

Zum Finale wird pokerstars.tv auch wieder einen Live Stream anbieten.

Ausgeschieden (Auswahl): Shaun Deeb, Manfred Hammer, Hans Martin Vogl, Fabian Quoss, Eruopameister Zsoltan Szabo, Ruben Visser.

Top Ten des Chipcounts:

1. Anton Wigg - 695.000
2. Vladimir Geshkenbein - 670.500
3. Mario Puccini - 604.000
4. Marc Wright - 585.000
5. Andreas Vlachos - 531.000
6. Cesar Dominguez - 526.500
7. Bahadir Kilickeser - 500.000
8. Zachary Korik - 450.000
9. Soren Vohrs - 429.500
10. Gereon Sowa - 421.500

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