EPT Berlin Tag 1 – Auftakt ohne Zwischenfälle

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Nach einem Intermezzo im Zwischengeschoss der Spielbank kehrt die EPT Berlin ins Hotel Hyatt zurück. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden im Vergleich zur Skandal-EPT im Jahr 2010 rundum verbessert, sodass die Veranstalter keinen Anlass mehr sahen, wieder in die Spielbank auszuweichen.

Mit 243 Spielern (am Ende waren noch 110 übrig) verfehlte Tag 1A die Marke von 315 Spielern im Vorjahr deutlich. Die Veranstalter rechnen mit einem weit größeren Feld an Tag 1B. Die Turnierleitung sieht dem  Ansturm allerdings gelassen entgegen.

630 Spieler seien für die Räumlichkeiten des Hyatt kein Problem, heißt es, sollten es noch mehr werden oder wegen der zahlreicher werdenden Side Events zusätzlicher Bedarf bestehen, könne man auch auf Räumlichkeiten in der gegenüberliegenden Spielbank ausweichen. Von einem vollen Haus ist morgen in jedem Fall auszugehen.

Die Zahl der Spieler mag zwar niedriger sein als erwartet, hinsichtlich der Qualität verspricht die EPT Berlin 2012 aber wieder eines der bestbesetzten Turniere der Saison zu werden.

„Glucklich ich spreche deutsch“

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Barry Greenstein und Martin Staszko am Kameratisch.

Scott Seiver, Gewinner der PartyPoker Premier League in Wien, war zu Tag 1A angereist, konnte aber hier seinen Erfolg nicht fortsetzen und verschwand bereits wieder vor der Dinner Break. „Es war unfair“, beschwerte sich Sevier halb im Ernst. „Eine Million Spieler, und ich wurde ständig an Tische mit den besten Spielern der Welt gesetzt.“

Online-Maschine Shaun Deeb hat den Weg aus den USA nach Berlin ebenso gefunden wie Tristan Wade, Alec Torelli und Vanessa Selbst.

Barry Greenstein twittert zur Freude der Pokerszene inzwischen sogar auf Deutsch. „Mein erstes Mal in Deutschland. Glucklich ich spreche ein bisschen deutsch“, schrieb der „Robin Hood of Poker“ am Nachmittag und ließ auf seinem Twitter-Account noch mehrere Kommentare folgen.

Greenstein saß heute fast den ganzen Tag im Kameratisch, der mit Jan Heitmann, Philipp Gruissem, Will Molson und Martin Staszko extrem stark besetzt war.

Exakt 100 Spieler und damit 41% des Felds waren aus Deutschland gemeldet. Das Gastgeberland und Heimatland des aktuellen Weltmeisters ist fest entschlossen, den Titel dieses Jahr im eigenen Land zu behalten. 2011 hatte Max Heinzelmann erst im Heads-up gegen Ben Wilinofsky verloren.

Titel? Verteidiger?

Vladmimir Geshkenbein, EPT Sieger beim Snowfest und damals Nemesis von Kevin Vandersmissen, begann den Tag mit einem Handycap, soll heißen, er verlor gleich zu Beginn einen großen Pot. Danach riss er sich allerdings zusammen, pflügte durch das gesamte Feld und hatte am Ende des Abends den größten Stack vor sich.

Die EPT sucht seit ihrem Start vor acht Jahren noch immer nach einem Spieler, dem es gelingt, einen zweiten Titel zu gewinnen. Geshkenbein ist einer der Kandidaten.


Vladimir Geshkenbein
Vom Shortie zum Bigstack - Vladimir Geshkenbein.

Kevin Vandersmissen selbst, frisch gekürter Sieger der Irish Open, konnte sich heute ebenfalls wieder lange in den Top Ten des Chipcounts halten, und Landsmann Pierre Neuville steht kurz davor, zum zweiten Mal den Titel des besten Qualifiers der Saison zu gewinnen. Der 69-Jährige ist bereits für das Grand Final in Monte Carlo qualifiziert und steht damit auch auf der Shortlist für den „Players Choice Award“.

Jeder, der an einem der Main oder Wide Events dieser Saison teilgenommen hat, darf seine Stimme abgeben. Die Liste wurde von 15 Poker- und Sportredakteuren aus ganz Europa zusammengestellt und beinhaltet u. A. auch Benny Spindler und Martin Finger, die die Main Events in London bzw. Prag gewannen. Die vollständige Liste können Sie hier einsehen.

Die Gewinner der einzelnen Awards wird traditionell im Rahmen des Grand Finals präsentiert, das in diesem Jahr nach einjähriger Pause wieder in Monte Carlo stattfinden wird.

Vier Österreicher und acht Schweizer komplettieren die Riege der deutschsprachigen Teilnehmer. Weltmeister Pius Heinz wird für den morgigen Tag erwartet, aber auch Vorjahressieger Jonathan Duhamel ist für Tag 1B gemeldet. Daneben werden zahlreiche international bekannte Namen die Spielerliste schmücken.

Von den deutschsprachigen Spielern werden u. A. Sebastian Ruthenberg, George Danzer, Giuseppe Pantaleo und Prag-Champion Martin Finger erwartet.

Felix Bleiker aus der Schweiz erlebte den kürzesten Event aller Spieler. Er schied als erster aus und erreichte nicht einmal Level 2.

Ebenfalls ausgeschieden: Bernd Gleissner, Barney Boatman, Scott Seiver, Sebastian Homann, Ralf Müller, Torsten Brinkmann, Bodo Sbreszny, Konstantin Bücherl und Alexander Debus.

Den vollständigen Chicpount finden Sie im PokerStars-Blog.

PokerZeit ist live vor Ort und berichtet täglich in den News und im Blog.

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