EPT Berlin Tag 3 – Tag der Duelle

marc wright
Marc Wright. Photo: Neil Stoddart.

Marc Wright legte am heutigen Tag einen unwiderstehlichen Lauf hin und ist knapper Chipleader. Für die spannendsten Situationen sorgten jedoch andere.

Dritter Tag der dritten EPT Berlin. Es war wieder ein Tag voller Geschichten und Überraschungen.

Die Spitzengruppe

Marc Wright hatte einen dieser perfekten Tage, die man als Pokerspieler nicht oft erlebt. Er bekam gute Hände und traf, spielte marginale Hände und traf noch besser, und verlor den ganze Tag über kaum einen Pot. Nach Ende der Spielzeit gegen 21 Uhr hatte er 2,4 Mio. Chips.

Auf dem zweiten Platz liegt der bisher völlig unbekannte Thomas Cibak, gefolgt von Andrew Chen und dem besten Deutschen Florian Dohnert.

Mit Kevin MacPhee, Vladimir Geshkenbein und Anton Wigg sind noch drei frühere Titelträger im Turnier, und damit bleibt Chance auf den ersten doppelten Titelträger bestehen.


Vanessa Selbst
Raus: Vanessa Selbst.

Die deutschsprachigen Spieler, die morgen an den letzten drei Tischen sitzen sind: Florian Dohnert (1.270.000), Bahadir Kilickeser (1.114.000), Vladimir Geshkenbein (1.053.000), Mario Puccini (953.000), Daniel Pidun (906.000), Heinz Kamutzki (663.000), André Morath (325.000) und Ismael Bojang (227.000).

Fakten

102 Spieler waren zu Beginn des Tages noch offizielle Teilnehmer der EPT Berlin, 24 waren wie üblich das Ziel am dritten Tag.

Eine ganze Reihe deutscher Spieler hielt die Hoffnungen der einheimischen Fans auf einen Heimsieg lange lebendig, bis im letzten Drittel des Spieltags mehrere von ihnen nach einander ausschieden, die zuvor in der Spitzengruppe mitgespielt hatten.

Marc Radgen gehörte ebenso dazu wie Philipp Gruissem, Sebastian Winkler und Jan Heitmann, der auf Platz 29 ausschied und nun doch am Samstag als Experte bei Sport1 auftreten kann.

Besonders knapp scheiterte Jens Kaiser, der heute als Vorletzer das Turnier verlassen musste.

Duelle: Ulusu vs. Geshkenbein

Lange Zeit prägen zwei Duelle das Geschehen: Vladimir Geshkenbein gegen Cengiz Ulusu und Vanessa Selbst gegen Kevin MacPhee.

Heinz Kamutzki
Drin: Heinz Kamutzki.

Ulusu, der vor drei Jahren für Aufsehen in der Szene gesorgt hatte, als er am Finaltisch der EPT Dortmund eine Münze entscheiden ließ, ob er ein All-in bezahlen sollte oder nicht, hatte in den letzten beiden Tagen mehrfach mit Vladimir Geshkenbein um den Chiplead, aber auch um die Vorherrschaft am Tisch gerungen.

Ulusu zog zwar am Ende den Kürzeren und musste ausgerechnet den Großteil seiner Chips an Geshkenbein abgeben, aber in ihr Duell verstrickt vergaßen die beiden zeitweise, dass auch noch andere Spieler am Tisch waren. Beide verloren mehrfach große Pots an Gegner, die geschickt die Konzentration der beiden aufeinander ausnutzten.

Duelle: Selbst vs. MacPhee

Vanessa Selbst fiel am Ende ihrer eigenen Überaggressivität zum Opfer. Lange Zeit gelang es ihr, den Tisch beinahe zu überrollen. Auf eine Million schwoll ihr Chipstack an, bis ausgerechnet Kevin MacPhee dem Lauf der derzeit erfolgreichsten Spielerin ein Ende setzte.

Eine 6-Bet all-in bezahlte MacPhee, der vor zwei Jahren den ersten Main Event in Berlin gewann, mit lediglich a-9, was bei Zuschauern für Verblüffung und bei Selbst für Entsetzen sorgte. Die Amerikanerin hielt ein Paar Vieren, doch auf dem Board erschienen zwei Asse, und das kostete Selbst die Hälfte ihres Stacks.

Zwar blieb ihr noch eine halbe Million, doch irgendwie war der Bann danach gebrochen, und als sie ein halbe Stunde wieder gegen einen möglichen Nut Flush von Chen nur den All-in Move kannte, war ihr Turnier vorbei. Chen hielt tatsächlich die Nuts, und Selbsts Behauptung, ein Set gefloppt zu haben, glauben wir erst, wenn wir die Fernsehaufzeichnung sehen.

Chipcount der letzten 24:

1

Marc Wright

GB

2.400.000

2

Thomas Cibak

Tschechei

2.311.000

3

Andrew Chen

Kanada

1.827.000

4

Florian Dohnert

Deutschland

1.270.000

5

Jordi Riba Corrons

Spanien

1.265.000

6

Andreas Vlachos

Griechenland

1.140.000

7

Bahadir Kilickeser

Deutschland

1.114.000

8

Pratyush Buddiga

USA

1.110.000

9

Cesar Garcia Domínguez

Spanien

1.099.000

10

Vladimir Geshkenbein

Russland

1.053.000

11

Anton Wigg

Schweden

973.000

12

Mario Puccini

Deutschland

953.000

13

Davidi Kitai

Belgien

946.000

14

Daniel Pidun

Deutschland

906.000

15

Heinz Kamutzki

Deutschland

663.000

16

Jasper Wetemans

Holland

490.000

17

Kevin MacPhee

USA

430.000

18

Dmitry Grinenko

Russland

391.000

19

Eric Vuissoz

Switzerland

365.000

20

David Kahan

Belgium

330.000

21

André Morath

Deutschland

325.000

22

Andrey Zaichenko

Russland

278.000

23

Jeffrey Hakim

USA

272.000

24

Ismael Bojang

Deutschland

227.000

 

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ichhalt 2012-04-20 11:03:33

Verrückt geworden ich würde diesen heinz all-in stellen